Kulturgenuss vom Feinsten im Wiener Burgtheater

© Reinhard Werner

© Reinhard Werner

Was haben Puck, Agamemnon und die Familie Tyrone gemeinsam? Sie alle sind Figuren in Theaterstücken, die in der Spielzeit 2017/2018 am Wiener Burgtheater inszeniert werden und deren Vorstellungen Teil des Wein & Co Zyklus sind. In Kooperation mit dem Weinhändler bringt das Burgtheater an drei Abenden – William Shakespeares »Ein Sommernachtstraum« am 3. Oktober 2017, »Die Orestie« von Aischylos am 30. Jänner 2018 und »Eines langen Tages Reise in die Nacht« von Eugene O’Neill am 23. Mai 2018 – hochkarätigen Kultur- und Weingenuss zusammen. Dabei entdecken die Theatergäste vor jeder Zyklus-Aufführung die Welt des Weins im Rahmen einer exklusiven Verkostung, bei der sowohl österreichische als auch internationale Neu- und Wiederentdeckungen offeriert werden.

Alle Vorteile des Wein & Co Zyklus im Überblick
  • Weinverkostung mit ausgewählten Weinspezialitäten vor jeder Vorstellung, betreut von einem Sommelier von Wein & Co
  • Gutschein für ein Programmheft pro Vorstellung
  • Ihren Stammplatz nach Wunsch wählen Sie nach Verfügbarkeit selbst aus
  • 10% Ermäßigung auf den Kauf jeder weiteren Theaterkarte in allen Spielstätten des Burgtheaters (ausgenommen Fremdveranstaltungen)
  • Kostenlose Zusendung des Monatsspielplans und des Burgtheater-Magazins
  • mit Ihrer bundestheater.at-CARD Bonuspunkte sammeln und für attraktive Kartenangebote einlösen
  • Der Zyklus ist übertragbar

Der Zyklus Wein & Co ist einjährig und verlängert sich nicht automatisch.

www.burgtheater.at/abo

© Reinhard Werner

Stücke & Termine

Dienstag, 3. Oktober 2017 | Burgtheater

Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare

Regie: Leander Haußmann
Koproduktion Salzburger Festspiele
Mit:
Daniel Jesch, Sarah Viktoria Frick, Stefanie Dvorak, Alexandra Henkel, Johannes Krisch, Christopher Nell, Johann Adam Oest, Hermann Scheidleder u.a.

Sommer. Nachts. Traum. Schon der Stücktitel ist eine einzige Verheißung. Es ist Shakespeares großes Stück über Sehnsucht und übersinnliche Fantasie, über die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit. Einerseits eine Welt, in der das Individuum um seine persönliche Freiheit kämpfen muss. Andererseits ein Wald, in dem die bestehenden Gesetze außer Kraft gesetzt sind, ein Ort, an dem theatralisch und sinnlich alles möglich ist. Buntes Treiben statt autoritärer Stillstand. Die Kraft der Natur und unterdrückte Energien entladen sich in einer karnevalesken Zeit, sie befreien von Normen, Gesetzen und Hierarchien zugunsten des jugendlichen Lebens und Liebens. Sommerglut, Täuschungen, Einbildungskraft, Magie, Spuk, Ausgelassenheit, Verzauberung und lustvolle Verwirrung. Ein Stück, das eine Kette von Versuchsanordnungen erzählt, in dessen Zentrum die Suche nach Liebe und die Definition von Liebe stehen. Ein (Alb-)Traum in einer Sommernacht. Der Regisseur Leander Haußmann kehrt nach über 20 Jahren zurück ans Burgtheater. Der Sommernachtstraum ist für ihn ein Wegbegleiter: Nach Weimar, den Salzburger Festspielen und Berlin inszeniert er das Stück bereits zum vierten Mal, denn den Kosmos Shakespeare muss man immer wieder neu betrachten: Die Erkundung eines der erotischsten Stücke der Weltliteratur wird fortgesetzt.


© Reinhard Werner

Dienstag, 30. Jänner 2018 | Burgtheater

Die Orestie von Aischylos

Regie: Antú Romero Nunes
Mit: Caroline Peters, Maria Happel, Andrea Wenzl, Barbara Petritsch, Aenne Schwarz, Sarah Viktoria Frick, Irina Sulaver

Die Orestie des Aischylos ist die einzige komplett erhaltene Tragödientrilogie des antiken griechischen Theaters. Rache ist das vorherrschende Thema der blutgetränkten ersten beiden Teile. Im ersten Teil kehrt Agamemnon, Herrscher von Argos, nach zehn Jahren aus dem Trojanischen Krieg zurück. Auf seinem Haus lastet ein Fluch. Der Vater und dessen Bruder, Atreus und Thyestes, haben ihre eigenen Kinder geschlachtet und versucht, die Götter zu täuschen. Agamemnon selbst hat seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis geopfert. Seine Frau Klytaimestra lebt im Ehebruch mit Aigisthos. Sie ermordet den heimgekehrten Agamemnon im Bad und mit ihm Kassandra, seine Kriegsbeute und Tochter des Priamos. Im zweiten Teil, den Choeophoren, nimmt ihr Sohn Orest Rache für den Tod des Vaters. Er erschlägt Aigisthos und seine Mutter Klytaimestra. Im dritten Teil, den Eumeniden, verlässt Aischylos den seit Homer tradierten Mythos. Die Göttin Pallas Athene macht dem Mechanismus des Tötens ein Ende, indem sie den Fall des Orestes kurzerhand an eine von ihr eingeführte neue Institution verweist, ein Gericht bestehend aus den Bürgern Athens.

Der Regisseur Antú Romero Nunes erzählt Die Orestie mit sieben Schauspielerinnen aus der Perspektive der Erinyen, die von Pallas Athene gezwungen, ihre primitive Funktion als Rachegöttinnen zugunsten einer neuen Rolle als gütige, die demokratische neue Rechtsordnung anerkennende Eumeniden aufgeben.


Mittwoch, 23. Mai 2018 | Burgtheater

Eines langen Tages Reise in die Nacht von Eugene O’Neill

Regie: Andrea Breth

Es ist ein heißer Sommertag im Jahr 1912 an der Küste Neuenglands. Im Sommerhaus von James Tyrone, einst ein erfolgreicher Schauspieler, jetzt ein geiziger, verbitterter Grundstücksspekulant, wird geliebt, gehasst und vor allem verzweifelt gestritten. Der ältere Sohn Jamie ist ein arbeitsunfähiger Trinker und Zyniker, der jüngere, Edmund, leidet an Tuberkulose und die Mutter, Mary Tyrone, hilft sich seit Jahren mit Morphium durchs Leben. Ein unerwarteter Krankheitsanfall Edmunds, auf den alle hilflos reagieren, treibt die Tyrones dazu, sich immer aggressiver in die Ausweglosigkeit ihrer Existenz hineinzusteigern. Während der Alkohol fließt, wird die Wahrheit über das Leben und die gegenseitigen Abhängigkeiten der Familie brutal ans Licht gezerrt. Mary Tyrone träumt am Ende des Tages mit glänzenden Augen von einem harmonischen Dasein in vollkommenem Frieden, während ihr Mann und die beiden Söhne volltrunken der Nacht entgegendämmern. Nur Edmund findet am Ende den Weg aus dem Teufelskreis der gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Das aus dem Nachlass stammende Seelendrama mit vielen autobiografischen Zügen sollte erst 25 Jahre nach Eugene O’Neills Tod aufgeführt werden. Auch O’Neills Vater war für kurze Zeit ein berühmter Schauspieler. Eugene hat sich aus dem Sumpf der Familie gezogen und wurde ein gefeierter Dramatiker.

Eugene O'Neill, 1888–1953, US-amerikanischer Dramatiker, Wegbereiter des sozialen und psychologischen Realismus auf den amerikanischen Bühnen. 1920 erhielt er seinen ersten Pulitzerpreis, drei weitere folgten, 1936 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.


www.burgtheater.at/abo

Mehr zum Thema

News

Teatime: Geschichte und Wissenswertes

Was wären die Briten ohne ihren geliebten Tee? Kaum eine Nation auf der Welt trinkt so viel davon, von hier stammen der Afternoon Tea und so köstliche...

News

Top 10 Filme & Serien mit Genuss-Faktor

Corona-Krise: Welche Filme und Serien zuhause für einen »Augenschmaus« sorgen, erfahren Sie hier.

News

Wiens beste Hotels zum Sonderpreis für Österreicher

Inlandstouristen können mit der Verlängerung der Aktion »Erlebe Deine Hauptstadt.Wien« bis Mitte September in Spitzenhotels nächtigen und von diversen...

News

Tischgespräch mir Johannes »Gio« Hahn

Falstaff traf sich mit EU-Kommissar Johannes Hahn und sprach mit ihm über Brüsseler Meeresfrüchte und Salzburger Nockerln.

News

Gourmet-Eldorado: Sommerliche Tischkultur

Der Sommer ist da und mit ihm unzählige Möglichkeiten, Tischkultur genussvoll zu zelebrieren – wir haben für Sie Ideen, die Lust auf Dekor und...

News

Corona: Ist Alkoholverbot gerechtfertigt?

Von Südafrika bis Hamburg und München versucht man der Pandemie auch mit dem Verbot von Ausschank und Verkauf alkoholischer Getränke beizukommen. Was...

News

Buchtipp: Tod in Perchtoldsdorf

Mit »Tod in Perchtoldsdorf« verbindet Christian Schleifer gekonnt einen spannenden Krimi und die lokale Weinkultur.

News

Hofburg Wien: Exklusive Sommerführungen

Einmal hinter die Kulissen der großen Veranstaltungen blicken: Mit einer Führung durch das Kongresszentrum der Wiener Hofburg ist dies nun möglich.

News

Die besten Barkeeper zu Gast in Wien

Am Vienna Bar- & Spiritsfestival 2019 gibt sich die internationale Elite der Mixologen ein Stelldichein und präsentiert exklusive...

News

»Chef-Sache« erstmals in Wien

Parallel zum Internationalen Weinfestival »VieVinum« findet vom 8. bis 9. Juni 2020 das Gastronomie-Symposium in der Marx Halle im dritten Wiener...

News

Die erste »Sake Week Vienna«

Das japanische Nationalgetränk erobert Wien: Ende September 2019 dreht sich eine Woche lang alles um den Sake.

News

»Inspirational Chef Program« mit Sebastian Frank

Das »Royal Hideaway Corales Resort« an der Küste Adeje auf Teneriffa lädt am 12. und 13. November zum Kochevent ein. Diesmal mit dem Zwei-Sterne-Koch...

News

Kulinarikfestival Pan O’Gusto in Eisenstadt

Im Rahmen des Herbstgold-Festivals kann am 14. und 15. September in der Eisenstädter Orangerie die pannonische Vielfalt entdeckt werden.

News

Geschmack der Zukunft auf der »Chef-Sache« 2019

Branchentreff der Küche und Gastronomie: Ende September geht die »Chef-Sache« in die nächste Runde, Experten diskutieren in Düsseldorf über...

News

Kulinarik und Tanz im Turm

Am 7. Juli veranstaltet Hansjörg Ladurner vom «Scalottas» mit dem Kulturveranstalter Origen einen kulinarischen Abend mit dem Wiener Staatsballett.