Kulinarik am Donaukanal rüstet sich für Sommersaison

Bereits 2013 gab es am Donaukanal »It's all about the Meat Baby«

© Christina Karagiannis

Bereits 2013 gab es am Donaukanal »It's all about the Meat Baby«

Bereits 2013 gab es am Donaukanal »It's all about the Meat Baby«

© Christina Karagiannis

Die Sonnenstrahlen der letzten Tage erwecken auch den Wiener Donaukanal wieder zum Leben. Die Passagen links und rechts des Kanals haben sich in den vergangenen Jahren zu einer regelrechten Gourmet-Meile entwickelt – mit spannenden Pop-Up-Projekten.

Auch in dieser Sommersaison tut sich wieder einiges, vor allem im Bereich rund um das Badeschiff. Das Restaurant am Badeschiff hatte mit Ende vergangenen Jahres seine Pforten geschlossen (Falstaff hat berichtet), und für das Schiff wurden Umbaupläne angekündigt. Es sollte in Richtung hipper City-Herberge gehen, Snacks und Drinks sollten aber weiterhin geboten werden.

Weingenuss am Wasser

Gleich gegenüber vom Badeschiff hat das Pub Klemo am Wasser wieder Stellung bezogen. Aufgrund des großen Erfolges bei der Premiere im Vorjahr poppt die Weinbar auch heuer wieder am Donaukanal auf. Zunächst gibt es noch eine kleine Karte, ab Mai sollte dann der Vollbetrieb starten. Das Konzept aus Shop- und Bar-Container bleibt gleich, allerdings gibt es einige neue Specials, wie Pub-Klemo-Eigentümer Robert Brandhofer auf Falstaff-Anfrage verrät. »Beim Speisenangebot wird es mehr Abwechslung geben. Ab nächster Woche gibt es Ceviche vom Lachs, Kaninchenravioli usw. Mittags gibt es einen Lido Lunch, also ein oder zwei günstige, schnelle Mittagsgerichte ab 12 Uhr. Immer samstags veranstalten wir einen ›Bubble-Noon‹, bei dem es alle Champagner zum Shop-Preis gibt. An den Mai-Sonntagen wird es eine  Salzburger-Bosna-Station geben«, erzählt Brandhofer. Auch Gastwinzer und -köche schauen bei der Sommer-Dependence des Pub Klemo vorbei: So gibt es etwa ein Gastspiel von Saar-Winzer Christopher Loewen am 6. Juni oder ein Dessert-Menü  mit »Tian«-Patissier Thomas Scheiblhofer am 4. Juli. »Wie in der Bar selbst wollen wir auch am Donaukanal Wochenthemen mit speziellen Verkostungs-Flights à sechs Weine anbieten«, ergänzt Brandhofer.

Das Pub Klemo am Wasser wartet 2016 mit zahlreichen Specials auf.
Das Pub Klemo am Wasser wartet 2016 mit zahlreichen Specials auf.

Foto beigestellt

Burger-Buddies

Auch bei den Nachbarn Brian Patton und Peter Zinter gibt es Neues: Im Vorjahr noch mit den »Slow Tacos« am Start, kehren die beiden heuer zu ihrem bereits 2013 erfolgreichen Konzept »It's all about the Meat, Baby« zurück. Nach dieser Pop-Up-Saison will sich Brian Patton dann komplett auf seine bestehenden (»Charlie P’s Pub & Dining«, »Brickmaker’s«) und noch kommenden, dauerhaften Gastronomieprojekte fokussieren. »Gastronomie ist ein ständiges Learning, Verbessern und Weiterentwickeln. Es werden Beziehungen aufgebaut, Gäste werden zu Stammgästen. Da fällt es schwer, den Schlussstrich zu ziehen. Deshalb konzentrieren wir uns in Zukunft auf permanente Konzepte«, so Patton. Sein »nächster Streich wird ein fixes ›It’s All About The Meat Baby‹«, verrät Patton.

Alles blieb aber dann doch nicht beim Alten. In New York und London haben sich Patton und Zinter neue Inspirationen für die pure Fleischeslust geholt. Das Fazit haben sie ohnehin schon zuvor praktiziert – Qualität, vor allem von Fleisch und Brot, ist der Schlüssel zum richtig guten Burger. Der Demi-Brioche-Bun wurde gemeinsam mit dem Top-Patissier Pierre Reboul vom Wiener Bäcker Ströck entwickelt. Sämtliche Brötchen werden aus Biomehl der Steinmühle gefertigt und täglich frisch geliefert. Auch das Irish Hereford Beef wird jeden Tag aus vier verschiedenen Teilen vom Rind frisch faschiert, aber nicht gewürzt, kein Salz kein Pfeffer, nur Meat Baby. Angeboten werden drei verschiedene Beef Burger, ein vegetarischer und ein wechselnder Special Burger. Auch das Drumherum wird nicht vernachlässigt: der geräucherte Irish Cheddar wird selbst finalisiert, das Ketchup wird selbst gemacht. Die Erdäpfel für die Pommes werden direkt vom Bauernhof geliefert und zu Regular Fries, Hangover Fries (gratiniert mit Speck und Käse) und Jalapeño Fries verarbeitet. Zusätzlich wird es einen Salat und ein Dessert geben. Bei den Drinks setzt das Duo auf Cocktails und Fassbier sowie die hausgemachten Eistees und Limonaden. Komplettiert wird das Angebot durch Happy Hour und DJ-Line-Up.

Pop-Up-Profis: Peter Zinter und Brian Patton
Pop-Up-Profis: Peter Zinter und Brian Patton

© Shane Mulhall

Refugees Welcome

Bei »It’s All About The Meat Baby« wollen Patton und Zinter auch Chancen eröffnen und einigen Flüchtlingen beim Einstieg in den Arbeitsalltag bzw. beim Fuß-Fassen in Österreich Starthilfe geben. Für sechs Monate erwerben sie in einem weltoffenen und englischsprachigen Umfeld, durch Gastronomie-Trainings und Deutschkurse, wichtige Skills. Als vollwertiges Mitglied im Team und im Umgang mit Gästen können alle Beteiligten lernen und profitieren. Realisiert wird das in Zusammenarbeit mit dem Projekt Welcome Work und Peter Praschinger. Praschingers Engagement geht auf letzten Juni zurück, wo er mit einem ehrenamtlichen Team und dem Welcome Truck Sachspenden organisiert und nach Traiskirchen geliefert hat. Nun kooperiert er mit Gastronomen wie Patton und Zinter, um zu zeigen wie gut ein Miteinander funktionieren kannn.

Fixpunkt am Donaukanal: Die Strandbar Hermann
Fixpunkt am Donaukanal: Die Strandbar Hermann

Foto beigestellt

Fixstarter

Am Tel Aviv Beach wurde die Eröffnungs-Sause bereits zelebriert und die Anhänger des orientalischen Sommers freuen sich schon wieder darauf die Füße in den Sand zu stecken, Cocktails und NENI-Spezialitäten zu genießen und begleitet von chilligen Beats dem Sonnenuntergang zuzusehen. Auch Summerstage, »Motto am Fluss« und Strandbar Hermann gelten bereits als Fixstarter am Donaukanal. Apropos fix: Die Fußball-Europameisterschaft wird auch am Donaukanal eine Hauptrolle spielen, denn zwischen 10. Juni und 10. Juli wird es an vielen Locations ein Public-Viewing geben.

MEHR ENTDECKEN