Kremstal DAC Cup 2017: Sieg für Geyerhof und Türk

© Stefan Knittel

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Ein einziger Wein wurde im Kremstal-DAC-Cup mit 93 Falstaff-Punkten geadelt: der Wildwux vom Bio-Weingut Geyerhof in Oberfucha am rechten Donauufer. Damit konnte sich gegen die 91 angetretenen Grünen Veltliner im Kremstal DAC ein Name durchsetzen, der Nichteingeweihte zunächst vielleicht an einen verwilderten Weingarten denken lässt. Das Projekt hat Winzerin Ilse Maier im Jahr 2012 gestartet. Und es steckt kein wild gewachsener Weingarten und auch kein minimaler Rebschnitt dahinter. »Es handelt sich um einen reflektierenden Blick auf die Definition der eigenen biologischen Bewirtschaftungsweise in Zeiten, in denen Bio nicht mehr gleich Bio zu sein scheint.

Der Grüne Veltlinger Wildwux vom Geyerhof überzeugte mit seiner Eleganz.
Der Grüne Veltlinger Wildwux vom Geyerhof überzeugte mit seiner Eleganz.

© Stefan Knittel

 Wir wollen aufzeigen, dass Bio weit mehr sein kann und sollte als das bloße Weglassen von Chemie«, so Ilse Maier. »Mit dem Wildwux-Projekt, an dem im Burgenland Birgit Braunstein in Purbach die Rotweinkomponente betreut, geht es um einen gesamtbetrieblichen Ansatz zur nachhaltigen Landbewirtschaftung, die Freude am Erhalt unserer Artenvielfalt und der Eigenart des Landschaftsbildes mit inbegriffen.«

Der Geyerhof in Oberfucha steht für Qualität und Innovation.  Eine solche ist der Pet Nat 360°.

Der Geyerhof in Oberfucha steht für Qualität und Innovation. Eine solche ist der Pet Nat 360°.

© Stefan Knittel

Der Wildwux ist nur einer von sieben Grünen Veltlinern, die am Geyerhof gedeihen. Rund siebzig Prozent der Gesamtfläche sind der Sorte gewidmet. Die Trauben stammen aus Lagen in Oberfucha, wo sie auf Böden aus Löss und sandigem Lehm zur Perfektion heranreifen. Das Ergebnis 2016 ist ein wunderbar balancierter Wein voll Frische, Frucht und Würze. Den zweiten Rang in der Veltliner-Gruppe holte sich diesmal das Weingut Thiery-Weber aus Rohrendorf mit dem Grünen Veltliner Kremstal DAC vom Kremser Weinzierlberg. Diese bekannte Ried im Osten der Weinstadt Krems wird zwar gerne als Urgesteinslage gepriesen, doch eignet sie sich dank teilweise sehr mächtiger Lössauflagen ganz hervorragend für den Grünen Veltliner. Der junge Kellermeister Artur Toifl, Neffe der Familie Weber, der mit seinem Gemischten Satz »Wolferl« schon für Furore bei Insidern sorgte, hat mit dem 2016er Grünen Veltliner Weinzierlberg eine weitere Talentprobe abgeliefert, die nun wohl weitere Kundenschichten erreichen wird. Den dritten Rang erreichte das Weingut Hermann Moser, ebenfalls in Rohrendorf beheimatet und geführt von Martin und Carmen Moser. Erfolgreich war der Grüne Veltliner Kremstal DAC Kaiserstiege 2016, der bis zum Jahrgang 2014 noch unter dem Lagennamen »Gelbling« vermarktet wurde.

Franz Türk überzeugte mit seinem  Riesling vom Kremser Weingebirge. Neu sind die Etiketten am Flaschenboden.

Franz Türk überzeugte mit seinem Riesling vom Kremser Weingebirge. Neu sind die Etiketten am Flaschenboden.

© G. Fessl

Zur zweiten Gruppe: Insgesamt waren fünfzig Rieslinge im Bewerb vertreten, was in Relation zur Anbaufläche im Kremstal eine sehr repräsentative Zahl für die Kategorie Kremstal DAC darstellt und ein recht greifbarer Indikator für die Güte des Jahrgangs ist. Deutlich mehr als die Hälfte der eingereichten Rieslinge erreichten 90 Falstaff-Punkte oder mehr, fünf Weine wurden mit 92 Punkten bewertet. Zum Sieger krönte sich Franz Türk, dessen Riesling Kremstal DAC Kremser Weinberge alles mitbrachte, was ein saftiger, jugendlicher Vertreter dieser Sorte mitbringen soll: Frische, Frucht und eine angenehme Mineralität. 

Mächtige Löss-Schichten prägen das Terroir in Teilen des Kremstales.

© G. Fessl

Auf dem zweiten Platz liegt das Weingut Buchegger aus Dross mit seinem komplexen Lagen-Riesling aus der Ried Tiefenthal, wo mit einmal mehr ein Riesling aus einer Gedersdorfer Hanglage auf das Siegertreppchen steigt. Der dritte Platz geht an einen Riesling von der rechten Seite der Donau, und zwar an Josef Dockner aus Höbenbach mit seinem Riesling Kremstal DAC aus der Ried Rosengarten, die sich in Tiefenfucha befindet. Im Stechen der fünf bestbewerteten Weine waren ebenfalls der im Grüner Veltliner-Bewerb siegreiche Geyerhof der Familie Maier mit Ried Johannisberg, die damit wohl als eine Art Gesamt-siegerin der diesjährigen Probe vom Platz ginge, ebenfalls mit 92 Punkten im Finale präsentierte sich der Senftenberger Piri von Martin Nigl aus Senftenberg.

Abendstimmung im Kremstal.
Abendstimmung im Kremstal.

© Stefan Knittel

Hier geht's zum Kremstal-Tasting

Aus dem Falstaff Magazin Nr. 03/2017

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