»Kleinod Prunkstück« eröffnet Mitte Dezember

David und Daniel Schober, Alexander Batik und Oliver Horvath (v.l.)

© Niko Mautner Markhof

David und Daniel Schober, Alexander Batik und Oliver Horvath (v.l.)

© Niko Mautner Markhof

Von ruhiger Vorweihnachtszeit kann bei der Truppe der Wiener Kult-Bar »Kleinod« nicht die Rede sein. Während ihr Sommer-Pop-Up im Wiener Stadtpark in Kooperation mit Bombay Sapphire in die winterliche Verlängerung geschickt wurde, soll im Dezember mit dem »Kleinod Prunkstück« eine »neue Dimension von Bar« eröffnen. »Wir wollten etwas realisieren, was es so in Wien noch nicht gibt, was wir aber von unseren Gästen immer wieder als Wunsch gehört haben«, erzählt David Schober bei einer ersten Baustellen-Besichtigung in der Bäckerstraße 4 in der Wiener City. Gemeint ist damit die Kombination mehrerer Konzepte in einer Location, denn das »Kleinod Prunkstück« soll die Ansprüche der After-Work-Community ebenso erfüllen wie jene der ausgelassenen Party-Crowd, die gerne zu späterer Stunde auch das Tanzbein schwingt und jene von passionierten Cocktail-Aficionados, die gehobene Drink-Kultur in exklusiv-entspanntem Rahmen genießen möchten.

Bereits vor rund einem Jahr, als der Standort der ehemaligen »Kix Bar« erstmals in Form eines Pop-Ups bespielt wurde, betonte David Schober im Falstaff-Talk, dass »kein Kleinod 2« geplant sei: »Die neue Bar wird ein ›Prunkstück‹, für das wir die gehobene American Bar um den Faktor ›Tanz‹ erweitern und verschiedene Bereiche schaffen werden.« Der Spagat, für den das »Kleinod«-Stammhaus in der Wiener Singerstraße nicht genug Platz bietet, wird nun wenige Gehminuten entfernt realisiert.

»Das ›Kleinod Prunkstück‹ soll Gäste und Einheimische verbinden und ein Ort des Austauschs und der Kommunikation werden.«
David Schoober

Aufwendige Architektur

Für das Raum-in-Raum-Konzept, das sich auf mehrere Ebenen erstrecken soll, arbeitet das »Kleinod«-Team – es wurde von Falstaff 2018 als »Barteam des Jahres« ausgezeichnet – erneut mit Ben Julian Toth zusammen. »Wir haben die Ideen und Ben macht sie schön«, so David Schober über das ambitionierte Projekt. Toth, der als international gefragter Industrie-Designer in den Disziplinen des Produkt-, Interior- und Superyacht-Designs tätig ist, begleitet das »Kleinod« seit seinen Anfängen und war maßgeblich bei der Entwicklung der Marke  sowie der Realisierung des Stammhauses beteiligt.

Für das »Prunkstück« stand eine radikale Transformation der bestehenden Bausubstanz am Plan, neben der Eingangs-Ebene inklusive Tanzfläche geht es über eine Stiege zum DJ-Bereich und weiter auf die eigens eingezogene Galerie, wo Raum für ein noch aufwendigeres und ambitionierteres Cocktail-Angebot geoten wird. »Eine der größten Herausforderungen war es, den Raum auch in seiner Höhe bestmöglich zu nutzen, für den Gast gleichzeitig aber ein Gefühl der Gemütlichkeit zu behalten«, erzählt Toth beim ersten Lokalaugenschein auf der Noch-Baustelle. Die verschachtelte Anordnung der Räume und die geplante Nutzung als Club verlangen auch nach umfangreichen Schallschutzmaßnahmen, flächendeckenden Innenausbauten nach Maß und einem atmosphärischen Beleuchtungskonzept.

»Mir macht die Arbeit mit den ›Kleinod‹-Gründern unglaubliche Freude, da wir die Entwicklungsprozesse immer als gemeinsame Entdeckungsreise empfinden.«
Ben Julian Toth

Neuer Look, bekannte DNA

Das Biotop aus Bar und Club vereint bekannte Stilelemente, die typisch für das »Kleinod« und eine Referenz an die Tradition der American Bar sind. In den verschiedenen Bereichen, die sich auf rund 160 Quadratmeter erstrecken wird künftig 175 Gästen Platz geboten. »Gemütlich, atmosphärisch warm und zeitlos soll das ›Kleinod Prunkstück‹ werden. Die Materialauswahl, bestehend aus Onyx-Marmor, Messing, Echtholz und Leder, ist an das ›Kleinod‹ in der Singerstrasse angelehnt. Die erleuchteten Marmortische sind das Herzstück – sozusagen die DNA – des Lokals. Für die restliche Einrichtung haben wir eine neue Formensprache gewählt. Besonders spannend ist das Raumkonzept mit den eingezogenen Galerien. Es ermöglicht den Gästen an drei Bars eine jeweils unterschiedliche Stimmung zu erleben: von privat, gemütlich, zurückgezogen über bewegt bis tanzend ist alles möglich«, so David Schober.

Kreativität im Cocktailglas

Während es auf der Baustelle in den kommenden Wochen noch heiß hergehen wird, arbeitet das kreative Mastermind Daniel Schober an der Cocktail-Karte der neuen Dependance. Im »Kleinod Cocktail Salon«, wo unter dem Motto »learning by drinking« auch Bar-Events, Masterclasses und Tastings statfinden, probiert und kombiniert Daniel Schober seit Wochen. »Es werden 30 bis 50 Eigenkreationen auf der Karte stehen«, so Schober beim Preview, wo der erfahrene Barkeeper auch Einblick in seine Philosophie gab. »Ein Drink muss einfach sein, damit er funktioniert«, erklärt Schober seinen Ansatz und damit auch, warum er oft auf dekoratives Beiwerk verzichtet. Die Drinks sprechen für sich und erzählen ihre Geschichten wie etwa »Tom Kellogg«, für den Schober seine Lieblings-Cerealien aus der Kindheit, Chrunchy Nuts, mit 42 Below-Vodka ansetzt und mit Zitrone, Wald- und Akazienhonig sowie Soda mixt. Oder die nach dem Deichkind-Song »Leider Geil« benannte Kombination aus Mango-Ananas-Gin, frischer Limette, Old Judge Falernum, Rohrzucker und Bitters.

»Wenn ich durch den Namen dem Gast schon ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann und der Drink dann auch noch schmeckt, dann hab ich alles richtig gemacht.«
Daniel Schober

Gehobenes in der Galerie

In der Galerie-Bar, zu der man ausschlielich mit Reservierung Zutritt erhält, soll ein eigener Bereich für alljene entstehen, deren Herz für gehobene Mixologie und exklusive Spirituosen aus dem High-End-Bereich schlägt. Ins Glas kommen hier Drinks wie der »Gentlemen Club« mit Jack Daniel‘s Rye Whiskey, Limette, frischen Himbeeren, Rohrzucker und Himbeeressig oder der »NEO Cuban«, für den Schober den raren und streng limitierten Facundo Neo Silver Rum mit Limette, Rohrzucker, Szechuan Pfeffer und Champagner zusammenbringt. Ein lebendiger wie exklusiver Drink, der durch seine Komplexität sowie ein spannendes Spiel aus Süße und Säure einen bleibenden Eindruck beim Pre-Tasting hinterlässt.

Abgerundet wird das umfangreiche Cocktail-Konzept durch eine Weinauswahl, die »sicher größer sein wird, als in einer gewöhnlichen Bar«, so David Schober. Kulinarisch wird man den Gästen ausgewählte Snacks wie Pastrami- oder Roastbeef-Sandwiches bieten. Die bei »Kleinod«-Fans so beliebte Leberkäse-Trilogie steht bereits als Fixstarter fest, an der Speisekarte wird aber, wie auch am Rest noch gefeilt. Die Eröffnung des »Kleinod Prunkstück« ist für Mitte Dezember geplant.  

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