Kämpferische Töne zum Feiertag des Sekts

Bei der Sekt-Verkostung in der Nationalbibliothek, als Kickoff zum Tag des Österreichischen Sekts.

© Bernhard Schramm

Bei der Sekt-Verkostung in der Nationalbibliothek, als Kickoff zum Tag des Österreichischen Sekts.

© Bernhard Schramm

»Es ist mein sehnlichster Wunsch, dass wieder Vernunft in die Politik einkehrt und die Sektsteuer abgeschafft wird.« bringt ÖWM-Chef Willi Klinger das zentrale Anliegen der Sektproduzenten auf den Punkt. Bei der Pressekonferenz vor dem Tag des Österreichischen Sekts in der Nationalbibliothek betonte auch Herbert Jagersberger, Schlumberger-Vorstand und Mitglied des Sekt-Komitees, dass die Schaumweinsteuer eine ganze Branche benachteiligt: »Ich würde mich freuen, wenn wir den Finanzminister am Podium begrüßen könnten und zusammen an der Abschaffung der Schaumweinsteuer arbeiten könnten.«

Unterstützung könnten die beiden Kämpfer für heimische Sektkultur von der Opernballorganisatorin Maria Großbauer bekommen, die als neue Sekt-Botschafterin gewonnen wurde. Sie wird sich im kommenden Jahr vor allem im kulturellen Bereich für österreichischen Sekt engagieren und will neben der Herkunft (österreichischer Sekt g.U.) und den drei Qualitätsstufen Klassik, Reserve und Große Reserve auch das Thema Speisenbegleitung in den Mittelpunkt rücken. In einem ersten Statement zur Sektsteuer erklärte die Nationalratsabgeordnete: »Wir waren schon gut unterwegs, aber es kam zu einem Vorfall, wo nicht Sekt getrunken wurde... «. In Anspielung auf die Ibiza-Affäre kehrt sie die Vorzüge von Sekt hervor: »Sekt passt zu jeder Tageszeit, vom Frühstück bis zum Dinner. Mein Motto ist: ›It's Sekt o'clock‹.«

Benjamin Zacherl, Michael Malat, Willi Klinger, Herbert Jagersberger

Benjamin Zacherl, Michael Malat, Willi Klinger, Herbert Jagersberger

© Bernhard Schramm

Wider die »Prosecco-Hysterie«

ÖWM-Chef Willi Klinger nimmt Bezug auf seine zu Ende gehende Amtszeit und stellte der anwesenden Presse seinen Nachfolger Chris Yorke vor: »Die Klinger-Festspiele gehen zu Ende, die Festspiele für österreichischen Wein werden weiter gehen.« Und kämpferisch ruft er die Gastronomie zu mehr Loyalität auf: »Wir müssen die Prosecco-Hysterie auf den Skihütten eindämmen.«

Winzer Michael Malat, Mitglied des Sektkommitees, berichtet vom aktuellen Weinjahr, das für Sektgrundwein beste Voraussetzungen bot: »Der Austrieb war sehr früh, aber der Mai war kühler und hat die Vegetation gebremst. Dadurch wurde hervorragende physiologische Reife für Sektgrundweine mit perfekten analytische Werten erreicht«. Die Menge war zwar kleiner als angenommen, aber die Qualitäten seien umso besser.

Benjamin Zacherl, Geschäftsführer des Sektkomitees, kündigte zum 10. Jubiläum des Tags des Österreichischen Sekts seinen Rückzug an. Er, der maßgeblich an der Erfindung des prickelnden Feiertags beteiligt war, übergibt sein Amt an PR-Dame und Sensorik-Expertin Dagmar Gross.

Zacherl berichtete weiters von einer Premiere im Rahmen des Tag des Sekts, erstmals wurde ein Sekt-Sommelier Champion gekürt: Über diese Auszeichnung dürfen sich Anna Andert vom Restaurant »Buxbaum« und Michele Metz vom »Edelweiß Salzburg Mountain Resort« freuen.

Sekt als Speisebegleiter

In einer kommentierten Verkostung in Kooperation mit den Marken Schärdinger und Tirol Milch wurden Beziehungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Charakteren von österreichischem Sekt und Käse wie Affineur Rahmcamembert, Affineur Weinkäse, Affineur St. Severin und Affineur Le Rosé ausgelotet. Als Gesprächspartner stand Diplom Käsesommelier Josef Stiendl, einer der profiliertesten Käseexperten des Landes, zur Verfügung. 

Sekt - Käse Pairing

Sekt - Käse Pairing

© Falstaff/Degen

Verwirrspiel um die Herkunft

ÖWM-Chef Willi Klinger kritisiert die oftmals irreführenden Bezeichnungen auf den Etiketten, die suggerieren, dass der Sekt aus Österreich kommt. »Sekt hergestellt in Österreich« ist nicht gleichbedeutend mit der Bezeichnung »Österreichischer Sekt«. Nur dann, wenn 100 Prozent des verwendeten Weins aus Österreich kommen und die Versektung in Österreich stattfindet, darf das Produkt die Bezeichnung »Österreichischer Sekt« tragen.

Klinger findet klare Worte: »Es ist Zeit, dass wir hier Ordnung im Schlamassel – um nicht ›Sauhaufen‹ zu sagen – schaffen.« Die neue rot-weiß-rote Banderole für Sekt geschützten Ursprungs (g.U.) ist ein Garant für die österreichische Herkunft. 

oesterreichsekt.at

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