Silver Heights zählt zu den chinesischen Vorzeige-Weingütern, die Konkurrenz aus Importländern wachst stetig.
Silver Heights zählt zu den chinesischen Vorzeige-Weingütern, die Konkurrenz aus Importländern wachst stetig. / Foto: beigestellt

Obwohl die fünf Märkte China, Japan, Südkorea, Singapur und Taiwan ganz unterschiedlich sind und die Weinbranche einen großen Fehler machen würde, wenn sie Asien als eine  geschlossene Kultur behandelte, gibt es einige Trends und Eigenheiten, die sich auf dem gesamten Kontinent beobachten lassen. Die neue, vom renommierten britischen Marktforschungsinstitut Wine Intelligence durchgeführte ProWein-Studie »Asia – Opportunities in China and beyond«  kommt zu dem Schluss, dass der Trend zu alltagstauglichen, erschwinglichen Importwaren in ganz Asien augenscheinlich ist, zumal Wein sein Image als reines Luxusprodukt abschüttelt und auch für jüngere Verbraucher attraktiver wird. Gerade für sie gehört Wein jetzt immer häufiger zum Lifestyle und es besteht ein echtes Interesse daran, mehr über Wein zu erfahren. Und da bietet die Gastronomie oft das beste Umfeld, um diese Verbraucher anzusprechen.

Präsenz als Erfolgsfaktor
Weitere zentrale Erkenntnis der Untersuchung: Im Land selbst vertreten zu sein, ist der Schlüssel zum Erfolg. »Die Weinproduzenten, die sich nicht nur auf diese Trends einstellen, sondern tatsächlich die Mühe machen, in ihren Zielmärkten vertreten zu sein, werden die größten Erfolge verbuchen. China, Japan, Südkorea, Singapur oder Taiwan lassen sich nicht von einem Büro außerhalb des Landes erobern,« sagt Richard Halstead, Chief Operating Officer bei Wine Intelligence. Michael Degen, für die ProWein verantwortlicher Bereichsleiter bei der Messe Düsseldorf, ergänzt: »Dieses Ergebnis unserer ProWein-Studie bestätigt Erfahrungen, die wir als weltweiter Messeveranstalter auch in anderen Wirtschaftsbereichen gemacht haben. Aus diesem Grund bieten wir unseren Kunden aus der Weinbranche mit der ProWine China vom 13. bis 15. November 2013 die ideale Plattform, um sich auf dem chinesischen Markt zu präsentieren.«

China: Supermarktweine am Vormarsch
Chinas spektakuläres Wachstum wird sich dank optimierter Sortimente in Supermärkten und erschwinglicheren Preisen höchstwahrscheinlich fortsetzen. Der Verbraucher verbindet Importweine mit Anspruch und Wohlergehen – so wird die Anzahl von Importwein-Konsumenten wohl die derzeitige Zahl von 19 Millionen mühelos übersteigen.

Japan: Wein ist ein Trendgetränk
In Japan wird das Marktwachstum stark vom Handel getrieben, da die Verbraucher dem Außer-Haus-Kosum aus Kostengründen zunehmend den Rücken kehren. Und so wie sich westliche Essgewohnheiten einbürgern, wird auch Wein für japanische Familien immer häufiger zu einem Bestandteil der Mahlzeit. Obwohl Japan mit 47 Millionen regelmäßigen Weinkonsumenten als vergleichsweise reifer Weinmarkt gilt, betrachten die jüngeren Verbraucher Wein eher als Trendgetränk und sind deshalb Experimenten gegenüber aufgeschlossener als die älteren japanischen Weintrinker.

Südkorea: Viel Luft nach oben
Auch in Südkorea sind jüngere Leute die Wachstumstreiber. Und der Markt bietet noch riesiges Wachstumspotential. Auf Wein entfallen lediglich 20 Prozent aller Getränkeumsätze, denn er gilt bei vielen Koreanern noch als Getränk für besondere Anlässe. Aber der Markt ist seit 2000 trotzdem ständig gewachsen, wobei Importe aus Chile und von Schaumweinen in letzter Zeit besonders zugelegt haben.

Wein-Boom in Singapur
Singapur ist der kleinste der fünf Märkte, aber hier boomt die Weinbranche bereits und eine zunehmend informierte Bevölkerung zeigt lebhaftes Interesse an Wein. In diesem geographisch sehr begrenzten Markt sind eine starke Markenidentität und große Volumina oft der Schlüssel zum Erfolg.

Taiwan als schwieriger Markt
Taiwan ist für Weinausfuhren problematischer als die anderen Märkte. Weinanbieter sehen sich hier mit mehr Hindernissen konfrontiert, wie zum Beispiel dem Verbot von Internet-Handel oder hohen Steuern sowie gegenüber den anderen Ländern geringeren englischen Sprachkenntnissen. Die hohen Preise für Wein und das Fehlen weiblicher Weinkonsumenten sind weitere Faktoren, die die Chancen in Taiwan mindern. Und auch da sind es die jüngeren Verbraucher, die Interesse an Wein zeigen und ihm dadurch helfen, seine derzeitige Nische als Prestigeprodukt zu verlassen, das eher im Geschäftsleben als bei privaten Anlässen angebracht ist.

www.prowein.de


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