Joji Hattori ist Gastronom des Jahres

© Lukas Ilgner

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Es ist nicht immer leicht, in zwei Welten zu Hause zu sein, das weiß Joji Hattori sehr gut. Manchmal aber hat es definitiv Vorteile – weil man sich dann von überall das Beste aussuchen und zusammenführen kann. Genau das hat Hattori in seinem Restaurant »Shiki« getan: Japanischer Perfektionismus bei Produktqualität und Kochtechnik trifft hier auf modernes europäisches Design und Servicekultur – und, für den Hausherrn ganz wichtig, auf feinste französische Weine.

Die Stadt hat mit dem Shiki etwas bekommen, was davor gefehlt hat: ein zeitgenössisches japanisches Restaurant von internationalem Format, in dem nicht nur in der Küche über den traditionellen Reisschüsselrand geschaut wird.

Hattori ist ein im doppelten Sinn unwahrscheinlicher Glücksfall für die Wiener Gastronomie. Bereits mit sieben Jahren als Geigenwunderkind gefeiert, wurde er schließlich international erfolgreicher Dirigent, bis heute ist er mehr auf den Bühnen denn in den Küchen der Welt zu Hause. Warum er trotzdem auch noch unter die Wirte gegangen ist und ein so prächtiges Restaurant eröffnet hat? Auf diese Frage gibt er eine bescheidene Antwort: »Ich esse einfach für mein Leben gern.«

Das »Shiki« in der Falstaff-Datenbank.

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