Jörg Wörther / Foto: beigestellt
Jörg Wörther / Foto: beigestellt

Eigentlich sollte rechtzeitig zu den Salzburger Festspielen sein kleines feines »Atelier Jörg Wörther« im Salzburger Stadtteil Mülln eröffnen. Gemeinsam mit einem Partner, den Wörther nie öffentlich machte, war ein intimes Restaurant mit 24 Plätzen und Küche auf höchstem Niveau geplant. Doch die Absage seines Partners machte dem Projekt völlig überraschend Anfang des Jahres ein Ende.

Alles neu macht der Mai
Am gleichen Tag erreichte Wörther ein Angebot, das er sofort annahm. Der Salzburger Unternehmer Manfred Dietrichsteiner hatte mit einer Villa im Nonntal neue Pläne. Das vom berühmten Architekten und Baumeister Jakob Ceconi errichtete Haus beherbergte bis vor kurzem eine Pizzeria. Derzeit werden die Räumlichkeiten zum neuen Restaurant »Ceconi’s« umgebaut, die Eröffnung ist für 8. Mai geplant. Wörther, der als Patron und Küchenchef fungiert, umreißt die Linie des »Ceconi’s« als »gehoben, aber nicht abgehoben«. Die Küche wird einen Bogen der Regionen von Salzburg bis ins Veneto spannen und die Einflüsse des Nachbarraums auf die österreichische Küche widerspiegeln.

Puristisch und qualitätsorientiert
»Weg vom kulinarischen Einheitsbrei« definiert Wörther die Ausrichtung. »Es wird keine großen Menüs geben und man kann durchaus auf eine Pasta oder ein Risotto einkehren«. Keinesfalls will Wörther dort anschließen, wo er einst im »Schloss Prielau« zu kochen aufhörte. Statt »fine dining« will Wörther im »Ceconi’s« seine stets puristische, qualitäts- und produktorientierte Philosophie auf deutlich breiterer Basis den Salzburgern nahebringen.

Jörg Wörthers Werdegang
Jörg Wörther wurde 1958 in Bad Gastein geboren. Seine ersten kulinarischen Erfolge feierte er in den späten 80ern als Patron der Villa Hiss in Badgastein. 1990 wurde er von Christian Millau zum »Koch des Jahrzehnts« gekürt. Von 1995 bis 2003 war er im Schloss Prielau in Zell am See gefeierter Koch-Star. Von 2005 bis 2007 installierte er als Master Mind das »Carpe Diem finest fingerfood« in Salzburg. Danach folgten Beratungstätigkeiten für »Der Schwarzacher« in Saalbach-Hinterglemm, den »Schützenwirt« in Puch, im K&K Seminarhotel Geras und beim »Häupl« in Seewalchen.

Ceconi’s
Fürstenallee 5
5020 Salzburg

(Alexander Bachl)

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