Stefan Resch / Foto beigestellt
Stefan Resch / Foto beigestellt

FALSTAFF: Freuen Sie sich, nach Ihren langjährigen Auslandsaufenthalten, wieder nach Österreich zu kommen?

STEFAN RESCH: Ja natürlich, es war nun seit längerem schon mein Wunsch, irgendwann wieder heim zu kommen, um das im Ausland Gelernte dann meinen Landsleuten ein wenig näher zu bringen. Außerdem bin ich als Steirer natürlich ein großer Naturliebhaber und Feinschmecker und nirgends ist es einfach schöner und schmeckt es besser als bei uns.

Auf welche Küchenlinie dürfen wir uns freuen? Werden Ihre steirischen Wurzeln auch eine Rolle spielen? Wird es Einflüsse von der Wiener Küche geben?

Wir werden sicherlich eine internationale Linie fahren, die uns viel Freiraum für neue Kreationen bietet. Die Wiener Küche wird natürlich nicht außen vor gelassen und wird genauso angeboten werden. Einflüsse aus der steirischem Küche werden sicher vorkommen, man sollte seinen Wurzeln doch treu bleiben. Allerdings werde ich dann wahrscheinlich meine Mutter verstärkt anrufen müssen, um mir von ihr ein paar Kochtipps einzuholen (lacht).

Regionale Einflüsse sind uns sehr sehr wichtig, vor allem auch was die Rohprodukte angeht. Wir haben hier in Österreich den Luxus, sämtliche Produkte in bester Qualität auch regional zu bekommen ohne es von irgendwo importieren zu müssen. Da werden wir uns sicherlich sehr darauf fokussieren, eben diese Top-Produkte ausfindig zu machen und es unseren Gästen zu servieren. Ich koche und experimentiere sehr gerne mit allerlei Gewürzen, da für mich Gewürze wie ein Baukasten sind, mit denen man sehr viel anstellen und bewegen kann. So werden immer wieder neue und einzigartige Geschmäcker zu finden sein.

Auch denke ich, dass die Zeit mehr und mehr kommt in der die modernen Menschen nicht mehr zu schwer essen wollen. Leichte, gesunde und verstärkt auch vegetarische Gerichte müssen her. Da wird immer mehr und mehr darauf geachtet und das ist gut so.

Welche Ziele setzen Sie sich für das erste Jahr in Wien? Und welche Ziele haben Sie langfristig?

Das Ziel ist klar, dass wir uns ein starkes Team aufbauen wollen, um uns dann kulinarisch in Wien etablieren zu können. Das Wiener Publikum ist bekanntlich nur das Beste gewohnt und genau das müssen und werden wir liefern. Wir wollen unsere Restaurants attraktiv gestalten sowie auch im Event-Bereich mit Kreativität und Qualität punkten.

Langfristig wollen wir dies dann ausbauen und uns unseren Fixplatz in der Wiener Gastronomieszene sichern. Starke Partnerschaften mit unseren regionalen Produzenten werden angestrebt und auch die Bauern sollten mit einbezogen werden. Frei nach dem Motto, aus dem eigenen Garten schmeckt es am besten.

(bed)