Interview mit Markus Miele

Markus Miele zeigt die Power-Disk, die genau dosiert die notwendige Menge an Reiniger abgibt.

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Markus Miele zeigt die Power-Disk, die genau dosiert die notwendige Menge an Reiniger abgibt.

Markus Miele zeigt die Power-Disk, die genau dosiert die notwendige Menge an Reiniger abgibt.

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Dr. Markus Miele, geschäftsführender Gesellschafter des Traditionsunternehmens Miele, kam nach Wien, um die neueste Innovation der Geschirrspüler-Entwicklung vorzustellen. Der Urenkel von Firmengründer Carl Miele und Sohn von Rudolf Miele demonstrierte wie man sich dank einer »PowerDisk« mit eigens entwickeltem Pulvergranulat das Beifügen von Geschirrspüler-Tabs erspart. Der autonome Geschirrspüler »G 7000« dosiert den Reiniger automatisch und nimmt sich nur so viel, wie es der Verschmutzungsgrad erfordert.

Mit dem Programm »Normal 60°« kann man rund 20 Spülgänge durchführen, ehe man die Disk ersetzen muss. Die neue Miele Geschäftsführerin für Österreich, Slowenien und Kroatien, Sandra Kolleth, erzählt, dass der »G 7000« mit vollem Funktionsumfang auf 1.199 Euro kommt, eine »PowerDisk« kostet 9,99 Euro (UVP).

FALSTAFF: Herr Miele, die Anordnung von Geschirr im Geschirrspüler ist ein beliebtes Streitthema. Um ein Gerät perfekt zu befüllen bräuchte man genormtes Geschirr. Haben Sie jemals daran gedacht, ein so gesehen perfektes Geschirr zu produzieren?

MARKUS MIELE: Es gibt tatsächlich ein Normgeschirr, das von Test-Institutionen verwendet wird. In der Praxis wollen wir aber niemanden zu einem bestimmten Geschirr verpflichten und in seinen Möglichkeiten beschränken.

Gibt es Ideen in Ihrer Entwicklungsabteilung die jetzt noch völlig utopisch sind, aber in Zukunft tatsächlich kommen könnten?

Ja, da gibt es vieles. Uns geht es immer darum, den Kunden Arbeit abzunehmen. Manches scheitert dann aber daran, dass uns noch nicht die geeigneten Materialien zur Verfügung stehen, manches aber auch daran, dass die Kunden noch nicht bereit sind.

Welche Trends sehen Sie zukünftig in der Küchentechnik für Haushalte? Ich erinnere mich an die Vision eines Kochtisches, der im Wohnzimmer stehen kann.

An diesem multifunktionalen Kochtisch arbeiten wir immer noch. Es ist uns aber noch nicht gelungen, die perfekten Materialien zu finden, die auch große Hitze aushalten. Aber wir forschen weiter.

In Weltmetropolen wird immer weniger zu Hause gekocht, viele Haushalte haben gar keine Küchen mehr. Wie reagieren Sie darauf?

Ich sehe diese Entwicklung nicht mehr so dramatisch. Wo der Wohnraum teuer ist hat sich gezeigt, dass auch in kleinen Wohnungen Platz für einen Kühlschrank ist und dass man etwas zum warm machen braucht. Ganz ohne geht nicht. Deshalb bieten wir mehr Funktionen in einem Gerät an, platzsparende Kombigeräte. Kochshows boomen nach wie vor, kochen ist in. Da wird viel Geld in schöne Küchen und perfekte Lösungen investiert. Wir versuchen, das Kochen einfacher zu machen, damit auch nicht perfekte Köche tolle Ergebnisse erzielen.

Der Miele-Dialoggarer ist wohl die größte Innovation seit der Einführung der Induktions-Technik (Falstaff hat berichtet). Wie wurde das in der Gastronomie bislang angenommen und wie von privaten Haushalten?

Wir haben uns vorerst auf Privatkunden fokussiert und da waren bis auf eine Dame bislang alle sehr zufrieden. Und ich glaube, dass diese Dame sich einfach etwas anderes erwartet hat. Die Produktion des Dialoggarers ist sehr aufwendig und er ist auch teuer, deshalb läuft das langsam aber stabil an.

Sie haben tolle Kühlschränke und Weinklimaschränke. Der einzige Wunsch, der da noch offen bleibt ist ein Chiller, der Weißwein in fünf Minuten auf Trinktemperatur bringt. Wird so etwas mal kommen?

Ich weiß, was Sie meinen, aber einen entsprechenden Bedarf haben wir noch nicht geortet. Aber ich werde das mit meinem Team besprechen, vielleicht nehmen wir das auf.

Wenn sie mir eine private Frage gestatten: Sie haben erzählt dass von den beiden Eigentümerfamilien (Anm.: Miele und Zinkann) 80 Mitglieder bei Miele arbeiten. Wie darf man sich ein Familienfest vorstellen, wird da selber gekocht oder in ein Restaurant ausgewichen?

Nein, selbst kochen wäre schwierig. Aber alle Familienmitglieder sind – so hoffe ich – zu hundert Prozent mit Miele-Geräten ausgestattet, wenn auch nicht lückenlos mit der neuesten Generation. Es ist ganz wichtig, dass alle mit unseren Geräten arbeiten, weil wir bekommen wertvolle interne Rückmeldungen und können die Geräte den Kunden entsprechend gut erklären.


Neue Werbekampagne

Miele launcht eine neue globale Markenkampagne unter dem Motto »Limits? Gibt es nicht.« Passendes Testimonial ist Freediverin Marina Kazankova, die mit sagenhaften 154 Metern den Weltrekord im Streckentauchen hält. Eine erste Impression davon zeigen wir hier:

#LifeBeyondOrdinary
#LifeBeyondOrdinary

© Miele

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