JOSEF BITZINGER entstammt einer alteingesessenen Gastronomenfamilie, betreibt zwei Würstelstände, den »Augustinerkeller« und ein Burgerlokal. Er ist Prä­sident des Wiener Sommelierverbandes, Obmann in der Wirtschaftskammer Wien sowie Vizepräsident des ­Wiener Tourismusverbandes / © Ian Ehm
JOSEF BITZINGER entstammt einer alteingesessenen Gastronomenfamilie, betreibt zwei Würstelstände, den »Augustinerkeller« und ein Burgerlokal. Er ist Prä­sident des Wiener Sommelierverbandes, Obmann in der Wirtschaftskammer Wien sowie Vizepräsident des ­Wiener Tourismusverbandes / © Ian Ehm

 

FALSTAFF: Was hat Sie 1999 an der Herausforderung gereizt, einen Würstelstand zu übernehmen?
BITZINGER: Bei mir ist das pure Leidenschaft! Man muss mit vollem Herzen ­dabei sein, sonst wird das nix.

Sie bieten bei der Albertina auch Champagner und edle Weine an. Wie gut passen ­Luxusprodukte zu einem Würstelstand?
Es wird gut angenommen. Im Sommer werden natürlich mehr Getränke konsumiert. Wir verkaufen Champagner zwar nicht stündlich, aber doch laufend und ­regelmäßig.

Welche Produkte sind bei Ihnen die Big Seller?
Die Käsekrainer kommt ganz klar an ­erster Stelle. Currywurst ist im Kommen. Mein persönlicher Favorit ist aber die Waldviertler mit süßem Senf und Kren.

Was macht für Sie einen echten Wiener ­Würstelstand aus?
Mein Schlüssel zum Erfolg ist, dass ich mich auf die traditionellen Speisen ­konzentriere und weder Nudeln noch ­Kebab verkaufe.

Sie haben bereits vier Gastronomie­betriebe. Was kommt als Nächstes?
Ich hatte die Idee einer Seilbahn auf den Kahlenberg. Dieses Projekt beschäftigt mich im Moment am meisten.


von Bernhard Degen
Aus Falstaff Nr. 01/2014