Im Gespräch mit François Thibault (2.v.r.): Florian Schütky (Falstaff, 2.v.l.) und Ludovic Miazga, Bacardi’s Global Brand Ambassador of French brands (r.) / © Mirco Rehmeier
Im Gespräch mit François Thibault (2.v.r.): Florian Schütky (Falstaff, 2.v.l.) und Ludovic Miazga, Bacardi’s Global Brand Ambassador of French brands (r.) / © Mirco Rehmeier


Im Gespräch mit François Thibault (2.v.r.): Florian Schütky (Falstaff, 2.v.l.) und Ludovic Miazga, Bacardi’s Global Brand Ambassador of French brands (r.) / © Mirco Rehmeier

Falstaff: Monsieur Thibault, mit »Le Logis« hat Grey Goose eine neues Zuhause bekommen. Was bedeutet das für Sie?
François Thibault: Ich bin hier in der Gegend geboren, mein Vater war Weinbauer und ich selbst habe vor meinem Engagement für Grey Goose hier im Gebiet als Mâitre de Chai gearbeitet. Anfangs waren die Menschen hier gelinde gesagt etwas skeptisch, was unser Projekt Grey Goose betrifft. Heute reichen mir die Skeptiker von damals auf der Straße die Hand. Mit »Le Logis« haben wir versucht, die Verbundenheit von Grey Goose mit der Region und den Luxus und die Professionalität für die wir stehen miteinander zu verbinden. Geladene Gäste haben hier die Möglichkeit, alles über Grey Goose zu erfahren oder einfach nur eine entspannte Zeit zu verbringen.

Was dachten Sie, als sie von Sidney Frank den Auftrag bekamen, Grey Goose zu entwickeln.
Zuerst dachte ich, er würde so etwas nie fragen! (Lacht) Nein, es war für mich eine große Ehre, dass er mich damit beauftragt hat und es spricht von dem großen Vertrauen, das er in mich hatte.

Wie lang dauerte die Entwicklungsphase von der Idee bis zur ersten Flasche Grey Goose?
Acht Monate!

Das klingt nach einer sehr kurzen Zeit!
Ja, es klingt kurz, aber ich hatte eine Idee, eine Vision, und so ging das Ganze zügig voran. Durch meine Erfahrung wusste ich sehr viel über die Herstellung von Spirituosen. Der theoretische Prozess und die Grundlagen waren also schon vorhanden. Es ging sehr viel darum, diese Theorie in ein bestmögliches Produkt zu verwandeln.

Haben Sie je daran gedacht Wodka aus Trauben herzustellen?
Für mich war es sehr wichtig, die Beziehungen zu meinen Kollegen in der Charante und mit meinen Partnern zu gewährleisten. Am Ende entschied ich mich für Getreide, es ist aber durchaus ein spannender Gedanke gewesen.

Gibt es beim Getreide, ähnlich wie beim Wein, Unterschiede bei verschiedenen Jahrgängen?
Getreide ist nicht so sensibel wie etwa Wein. Es gibt aber durchaus gewisse Faktoren, man könnte auch hier von Terroir sprechen, die den Geschmack des Getreides beeinflussen. Mein Hauptziel ist es, eine konstant hohe Qualität zu gewährleisten, auch deswegen entschied ich mich für Winterweizen aus Picardie.

Aufgrund Ihrer Herkunft und Ihrer Vergangenheit haben Sie viel mit Cognac zu tun. Jetzt ist mit Grey Goose VX ein sehr exklusiver Wodka mit einem Anteil Cognac auf dem Markt. Planen Sie vielleicht auch einen Wodka im »Pot Charentaise Stil«?
Grey Goose V(odka) e(X)ceptionelle wird aus 95 Prozent Grey Goose Wodka und fünf Prozent feinstem Cognac aus der Grand Champagne hergestellt und soll auf die Verbindung von Grey Goose mit der Charente hinweisen. Einen reinen Pot Still Wodka wird es aber schon allein aus rechtlichen und technischen Gründen nicht geben, da Wodka 96 Vol.% aufweisen muss, und das ist mit Pot Stills einfach nicht möglich.

Wie trinken Sie Grey Goose am liebsten?
Vom technischen Standpunkt muss ich sagen, ich trinke Grey Goose jeden Tag, weil das meine Arbeit ist, ich finde aber das gerade Mixologie ein sehr interessantes Betätigungsfeld ist, da sie erlaubt die verschiedenen Aromen von Grey Goose auf unterschiedliche Art und Weise herauszuholen und aus einem tollen Produkt das Beste zu machen. Persönlich trinke ich Grey Goose am liebsten als Dry Martini mit Olive und Noilly Prat.

Ein Trend in der Barszene ist Foodpairing. Wozu soll man Grey Goose trinken?
In purer Form oder als Martini passt Grey Goose sehr gut zu Kaviar oder Austern. Er gibt den Gerichten dann eine schöne dezente Zitrizität. Einen Grey Goose Orange kann man aber auch sehr gut zu Desserts reichen.

Was kann man in der Zukunft Neues von Grey Goose und François Thibault erwarten?
Ich habe immer ein oder zwei Ideen in meiner Schublade, aber die bleiben noch geheim.

 

www.greygoose.com

 

Interview von Florian Schütky