Folgende Anwärter hat die Falstaff-Redaktion in den drei Kategorien nominiert:


WINZER DES JAHRES 2012

Bettina Bürklin-von Guradze
Weingut Bürklin-Wolf, Pfalz

Mit 86 Hektar Rebfläche in den besten Lagen der Mittelhaardt zählt das im 16. Jahrhundert gegründete Weingut zu den Säulen der deutschen Weinqualität. 1990 hat Bettina Bürklin das Weingut übernommen, das sie mit Umsicht und Erfolg führt. Ihre Rieslinge aus Spitzenlagen wie Kirchenstück, Pechstein oder Ungeheuer zählen Jahr für Jahr zum Besten, was die edle Sorte in der Pfalz hervorbringt. Biodynamische Bearbeitung ist dort selbstverständlich.
www.buerklin-wolf.de


Roman Niewodniczanski
Weingut Van Volxem, Saar

Seit das Weingut 2000 vom Quereinsteiger Roman Niewodniczanski erworben wurde, ist Van Volxem dabei, sich einen Platz unter den besten Rieslingerzeugern Deutschlands zu erobern. In den allerbesten Saar-Lagen entstehen finessenreiche Weine wie der Scharzhofberger Riesling, die allesamt vom bedingungslosen
Qualitätsstreben des groß gewachsenen, ja unübersehbaren Winzers künden. Moderne önologische Verfahren sind verpönt, dort ist alles naturrein.
www.vanvolxem.com


Rainer Schnaitmann
Weingut Schnaitmann, Württemberg

Rainer Schnaitmann aus Fellbach studierte in Geisenheim und praktizierte anschließend in Neuseeland und Italien. Danach fasste er den Entschluss, die Trauben nicht weiter an die Genossenschaft zu liefern, sondern selbst zu keltern. Seit 1997 verarbeitet Schnaitmann im eigenen Keller und eilt seither mit Weinen
aus Spätburgunder, Lemberger, Merlot, Sauvignon Blanc und Riesling von Erfolg zu Erfolg. Am bekanntesten ist seine Paradelage Fellbacher Lämmler.
www.weingut-schnaitmann.de



WINZER-NEWCOMER DES JAHRES 2012


Christian Stahl
Winzerhof Stahl, Auernhofen, Franken

Was macht ein junger Winzer, wenn er in einer etwas entlegenen Ecke zu Hause ist, deren Weinberglagen nicht den Klang des Exklusiven haben? Er macht aus seinem Namen ein Programm. Seine Weine tragen Titel wie Feder Stahl, Damaszener Stahl oder Edelstahl, und statt Lagen gibt es pfiffige Marken wie Literweise (Silvaner), Rauschgift (Scheurebe) oder Rosenrot (Spätburgunder). Und sie überzeugen qualitativ mit ihrer tollen, messerscharfen Stilistik.
www.winzerhof-stahl.de


Philipp Kiefer und Dominic Stern
PinoTimes, St. Martin/Hochstadt, Pfalz

Die pfälzischen Nachwuchswinzer sind Cousins und haben sich nach dem Studium zunächst in Übersee weitergebildet – Philipp Kiefer bei Laibach (Südafrika), Dominic Stern bei Secret Hill (Neuseeland). Ihre Erfahrungen bringen sie zum einen in die Familienweingüter ein, zum anderen betreiben sie seit 2009 ein gemeinsames Projekt namens PinoTimes. Dafür werden ausgesuchte Qualitäten Pinot Blanc und Pinot Noir aus beiden Gütern assembliert.
http://pinotimes.de


Andi Knauß
Parfüm der Erde, Weinstadt-Strümpfelbach, Württemberg

Er ist einer aus der Generation Facebook, die ihre Weine mehr über Social-Media-Netzwerke promotet als auf den klassischen Kommunikationsschienen. Neben dem schwäbischen Familienweingut, das er mit konzeptionellen Ideen und neuen Rebsorten wie Sauvignon Blanc, Merlot oder Zweigelt weit nach vorn gebracht hat, zeichnet er auch für das ehrgeizige Projekt »Parfüm der Erde« verantwortlich, ein Boutique-Weingut, das Terroirweine von höchster Typizität erzeugt.
www.weingut-knauss.com



SOMMELIER DES JAHRES 2012


Sebastian Bordthäuser
Steinheuers Restaurant »Zur Alten Post«, Bad Neuenahr

Der 1972 geborene Weinfachmann studierte zunächst Germanistik und Anglistik, bevor ihn sein Lebensweg in die gehobene Gastronomie führte, wo er sich als Sommelier und Restaurantleiter in perfekter Manier um seine Gäste kümmert. Neben seiner anspruchsvollen gastronomischen Tätigkeit findet er noch die Zeit, für zahlreiche Magazine, wie »Beef« oder »effilé«, Artikel über Wein, Tee oder Sake zu verfassen.
www.steinheuers.de


Jürgen Fendt
Restaurant »Bareiss«, Baiersbronn

Der 44-jährige Chefsommelier vertrat Deutschland im April 2010 bei der Sommelier-Weltmeisterschaft in Chile. Dabei ist er nach eigener Aussage eher zufällig zum Wein gekommen: es hatte ihn einfach interessiert, im Service das Richtige empfehlen zu können. Heute ist er Herr über einen Keller mit mehr als
25.000 Flaschen. Aber damit nicht genug: Um alle Facetten des Weines kennen und verstehen zu lernen, erwarb er 2001 eigene Rebberge an der Mosel und in Baden-Baden, die er mit seiner Familie bewirtschaftet.
www.bareiss.com


Marcel Helbig
Restaurant »Vintage«, Köln

Hier lautet das Motto: »Wo ein Wein, da ein Glas!« – und dieses wird im »Vintage«, sowohl in der Weinbar wie auch im Restaurant, konsequent umgesetzt. Egal ob man hier nur auf ein Gläschen einen kleinen Zwischenstopp einlegt oder für größere kulinarische Genüsse den Anker wirft, Sommelier Marcel Helbig wird aus der gut 600 Positionen starken Weinkarte die richtige Empfehlung für jede Gemütslage parat haben. Ob in der Weinrotonde oder im Sommer auf der Terrasse – Wein-Genuss wird hier großgeschrieben.
www.vintage.info