Heumilch immer beliebter

Heumilch-Produktvielfalt

© ARGE Heumilch

Heumilch-Produktvielfalt

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Um sieben Prozent konnten die Heumilch-Bauern ihren Absatz im österreichischen Lebensmittelhandel im Jahr 2017 steigern. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 480 Millionen Kilogramm Heumilch verarbeitet. Der Umsatz entwickelte sich ebenso positiv und stieg um 8,7 Prozent auf rund 125 Millionen Euro. Damit liegt die Heumilch deutlich über dem Gesamtmarkt, der beim Absatz 0,7 Prozent, beim Umsatz 3,3 Prozent dazugewinnen konnte. Diese Erfolgszahlen präsentierte Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, kürzlich bei der Bilanzpressekonferenz in Wien: »Für unsere Bauern konnte ein Mehrwert von 24 Millionen Euro geschaffen werden.«

Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, (links) und Marketing-Koordinator Andreas Geisler freuen sich über den wachsenden Absatz von Heumilchprodukten.
Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, (links) und Marketing-Koordinator Andreas Geisler freuen sich über den wachsenden Absatz von Heumilchprodukten.

© ARGE Heumilch

Start für die Heumilch-Kuhwohl-Initiative

Ein Schwerpunkt für 2018 ist das Thema Tierwohl. Bei der sogenannten »Heumilch-Kuhwohl-Initiative« rückt die ARGE Heumilch die tierfreundlichen Maßnahmen der Heumilch-Bauern in den Mittelpunkt. »Ein wesentlicher Eckpfeiler ist die artgerechte Fütterung. Heumilchkühe bekommen frische Gräser und Kräuter im Sommer sowie Heu im Winter. Als Ergänzung erhalten sie mineralstoffreichen Getreideschrot, der aus Europa stammen muss und kontrolliert gentechnikfrei ist. Vergorene Futtermittel sind strengstens verboten«, erläuterte Koordinator Andreas Geisler.

Außerdem ist eine dauernde Anbindehaltung untersagt. Laufställe, Auslauf und Weide sorgen für ausreichend Bewegung der Tiere – und das mindestens 120 Tage im Jahr. Auch wird dafür gesorgt, dass jede Heumilchkuh im Stall über ihren eigenen Liegeplatz verfügt. »Das ist wichtig, da Kühe im Durchschnitt zwölf bis 14 Stunden täglich ruhen und dabei wiederkäuen«, so Geisler.

Ein weiterer Vorteil der Heumilch-Wirtschaft sind die kleinen Bestände. »Heumilchbauern können ganz besonders auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kühe eingehen – dazu zählt auch die Förderung der Tiergesundheit«, betont Geisler. Alle Heumilchbauern sind Mitglied beim Tiergesundheitsdienst. Mit professioneller Beratung durch den Tierarzt wird bei regelmäßigen Kontrollen vorbeugend das Wohlergehen der Heumilchkühe überprüft.

Heumilch-Kühe werden von den Bauern bestens versorgt.
Heumilch-Kühe werden von den Bauern bestens versorgt.

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Grillen mit Käse und Almzauber

Um die Konsumenten auch 2018 von den Vorzügen der Heumilch zu überzeugen, hat die ARGE Heumilch wieder ein umfassendes Paket geschnürt. Neben den klassischen Maßnahmen sollen auch ein neues Kinderbuch und die Fibel »Heumilchkäse und seine Freunde« sowie das bereits achte Rezeptheft mit kreativen Ideen für das Grillen mit Käse erscheinen. Den deutschen Kunden will man Heumilch-Spezialitäten mit Almzauber-Abenden schmackhaft machen, an denen authentische, österreichische Almgerichte zubereitet und verkostet werden.


Über die Heumilch

Die ARGE Heumilch Österreich vereinigt ca. 8000 Heumilch-Bauern und rund 60 Verarbeiter und ist die Nummer 1 bei der Erzeugung und Vermarktung von Heumilch. Weltweit einzigartig: Die Mitglieder der ARGE arbeiten nach einem strengen Regulativ, dessen Einhaltung von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen kontrolliert wird. Nur Produkte mit dem Heumilch-Logo erfüllen diese sehr strengen Bestimmungen. Die besondere Wirtschaftsweise wurde mit dem EU-Gütesiegel g.t.S. – garantiert traditionelle Spezialität – ausgezeichnet. Heumilch g.t.S. steht für einen besonderen Schutz für noch mehr Qualität und Unverfälschtheit. Im Februar 2017 brachte die ARGE Heumilch den Antrag für Schaf- und Ziegenheumilch g.t.S. bei der Europäischen Union ein.

Bei der Heuwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. An den Lauf der Jahreszeiten angepasst, verbringen Heumilchkühe jeden Sommer auf heimischen Wiesen, Weiden und Almen, wo eine Vielzahl an saftigen Gräsern und Kräutern wächst. Im Winter werden die Tiere mit Heu versorgt. Als Ergänzung erhalten sie mineralstoffreichen Getreideschrot. Gärfutter wie Silage ist strengstens verboten. Sämtliche Produkte werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.

Hauptproduktionsgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 Prozent, in Europa bei lediglich drei Prozent.

www.heumilch.at

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