Grüner Veltlinger Grand Prix: Sieg für Leopold Müller

V.l.n.r.: Otto Auer, Bernhard Ott, Leopold Müller, Harald Ernst, Dr. Hubert Schultes und Peter Moser.

© Falstaff/Ruiz Cru

V.l.n.r.: Otto Auer, Bernhard Ott, Leopold Müller, Harald Ernst, Dr. Hubert Schultes und Peter Moser.

© Falstaff/Ruiz Cru

In langjähriger Kooperation mit den Partnern Niederösterreichische Versicherung und Landwirtschaftskammer Niederösterreich hat Falstaff heuer zum nunmehr 24. Mal die besten Grünen Veltliner des Landes in Blindprobe ausgezeichnet. Die Bedeutung und Aussagekraft des Bewerbs wird alleine schon von der Vielzahl der Kandidaten unterstrichen, die sich um den Titel eines »Falstaff Grand Prix Siegers« 2018 beworben haben. Und weil das Jahr der »niederösterreichischen Nationalsorte« so richtig entgegengekommen ist, war die Durchschnittsqualität diesmal auch besonders hoch.

In den Grunddurchgängen waren 973 Weine angetreten, die über den Weg der NÖ-Wein-Prämierung durchliefen und der Kategorie für den Grünen Veltliner Grand Prix entsprachen. Dafür darf der Alkoholgehalt die Grenze von 13 Volumenprozent nicht übersteigen und maximal vier Gramm Restzucker aufweisen – diese Werte werden mittels amtlichen Prüfzeugnisses belegt. Neben den technischen Voraussetzungen müssen die Weine dem stilistischen Vorbild eines klassischen Grünen Veltliners so nahe kommen wie möglich. Denn gesucht ist nicht nur guter Wein, sondern ein optimaler Sortenausdruck. Gefragt sind Würze und straffe Textur, gute Frucht und eingebundene Säure.

Da haben Weine mit Sauvignon-Blanc-Touch oder Klonenbukett bei der strengen Jury einfach keine Chancen. Eine Tendenz wurde auch heuer im Finale der letzten achtzig Weine klar festgestellt: Die Klimaerwärmung lässt die Fruchtaromen erkennbar in eine gelbfruchtigere Richtung gehen. Das Fazit der Juroren: Selten bot das Finale des Grand Prix eine derart homogene Topqualität. Die Konsumenten können im Grunde zu jedem hier folgenden Wein greifen und bekommen garantiert beste Grüne-Veltliner-Klasse aus Niederösterreich.

DIE TOP 3

Jeweils mit der Höchstwertung von *****

© Claudia Schindlmaißer

PLATZ 1

Grüner Veltliner vom Berg 2017
Weingut Müller, Krustetten

13 Vol.-%. Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Feine gelbe Apfelfrucht, zart nach Orangenzesten, floraler Touch, mineralischer Anklang. Saftig, elegant, feine Tropenfrucht, angenehme Süße, dezenter Säurebogen, Orangentouch im Nachhall.
www.weingutmueller.at, € 7,50

© Robert Herbst

Leopold Müller hat in Krustetten eine sehenswerte Weinkellerei etabliert, die eine vielfältige Palette an ausgezeichneten Weinen anbieten kann. Die Vielfalt beim Grünen Veltliner wird im Hause Müller großgeschrieben und speziell durch die bekannten Rieden rund um den Göttweiger Berg hochgehalten.

Das Weingut Leopold Müller in der Falstaff-Datenbank.


© Claudia Schindlmaißer

PLATZ 2

Grüner Veltliner Der Ott 2017
Weingut Bernhard Ott, Feuersbrunn

12,8 Vol.-%. Mittleres Gelbgrün, Silberreflexe. Zarte Mangonuancen, weißer Apfel, kühles Bukett, ein Hauch von Zitruszesten. Komplex, saftig, feiner Touch von Honigmelone, frischer Apfel, lebendig strukturiert, zitronig-mineralischer Abgang, gutes Entwicklungspotenzial.
www.ott.at, € 19,50

Weingut Bernhard Ott, Feuersbrunn

© Bernhard Angerer

Bernhard Ott aus Feuersbrunn ist einer der arriviertesten Er-zeuger von Grünem Veltliner im Land. Sein Einstieg heißt »Am Berg«, legendär ist das »Fass 4«, Veltliner pur bietet »Der Ott«. Dazu die Charakterköpfe aus der Ried Spiegel und Rosenberg und eine würzige, elegante Extratour ins Kamptal mit Ried Stein.

Das Weingut Bernhard Ott in der Falstaff-Datenbank.


© Claudia Schindlmaißer

PLATZ 3

Grüner Veltliner Classic 2017
Weingut Ernst, Großwiesendorf

12,5 Vol.-%. Helles Grüngelb, Silberreflexe. Zartes Bukett, feine gelbe Tropenfrucht, etwas Blütenhonig, eher verhalten. Saftig, elegant, feiner gelber Steinobsttouch, mineralisch, salzig im Abgang, ein ausgewogener Speisenbegleiter.
www.weingut-ernst.at, € 7,50

Weingut Ernst, Großwiesendorf

Foto beigestellt

Seit Jahrzehnten sammelt der Wagramer Harald Ernst als Spezialist für Grünen Veltliner Auszeichnung um Auszeichnung. In fünf Kategorien wird die Sorte angeboten, die Palette reicht vom leichten »Ernst'n Feder« über Kabinett und Classic bis zum kräftigen »Hohenberg« und den stoffigen »Alten Reben«.

Das Weingut Ernst in der Falstaff-Datenbank.

Alle Verkostungsnotizen lesen Sie in der nächsten Aussgabe des Falstaff-Magazins, die am 6. Juli erschient.

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