Kulinarisch top: Im »Imperial Treasure« wird auch Lobster in Bratensaft serviert / Foto: beigestellt
Kulinarisch top: Im »Imperial Treasure« wird auch Lobster in Bratensaft serviert / Foto: beigestellt

Gute Nachricht für alle Gourmets, denn das in Singapur gefeierte »Imperial Treasure« entschied sich, auch in Shanghai kantonesische Küche vom Allerfeinsten anzubieten. Ende September war es so weit, und das »Imperial Treasure Fine Chinese Food« öffnete die Türen für erste Gäste.

Um den Aufzug zum Restaurant zu finden, muss man entweder etwas Glück haben oder sprachbegabt sein, um die Schilder entziffern zu können, aber der Aufwand lohnt sich. Vorbei an Vitrinen mit erlesenen Weinen aus der ganzen Welt gelangt man in das modern eingerichtete Restaurant. Die Kombination aus Schwarz und Weiß, das Silber und die Kronleuchter vermitteln schon beim Betreten des Restaurants Eleganz und Gediegenheit.

Anders als in vielen chinesischen Restaurants werden die Gerichte nur wahlweise in die Mitte zum Teilen gestellt. Wir wählten verschiedene Vorspeisen wie gedämpftes Gemüse, Dumplings und Scampi mit Weißen Trüffeln – absolut empfehlenswert! Die Portionen sind überschaubar, aber sowohl geschmacklich als auch in der Präsentation mit dem Besten versehen, was Shanghai zu bieten hat. Zu empfehlen sind auch die Variation vom Ferkel, Foie gras mit Venusmuscheln und die geröstete Enten- und Schweinehaut. Höhepunkt ist die Pekingente, die direkt am Tisch tranchiert wird: unwiderstehlich knusprige Haut, saftiges Fleisch und frische Beilagen – ein wahrer Traum! Auch die Weinkarte ist für chinesische Verhältnisse relativ gut aufgestellt.

Da sich das Restaurant unweit der »French Concession« befindet, bietet es sich an, nach dem Essen zum Huangpu-Fluss zu spazieren, entlang der historischen Gebäude aus der Kolonialzeit.


Bewertung
Essen 47 von 50
Service 18 von 20
Weinkarte 18 von 20
Ambiente 9 von 10
Gesamt 92 von 100


Imperial Treasure
99 Beijing Dong Lu
Shanghai, China
T: +86/(0)21/53 08 11 88
Tgl. 11.30–2.30 Uhr, Dinner: 17–22 Uhr



Text von Maximilian Margaritoff
Aus Falstaff Nr. 02/2013

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