Der Spezialitäten-Markt Granville vor der Skyline Vancouvers
Der Spezialitäten-Markt Granville vor der Skyline Vancouvers © beigestellt

Drei Ereignisse machten Vancouver zu einer der schönsten und aufregendsten Metropolen der Welt. Wer sich dieser glit­zernden Stadt mit ihren Hochhäusern, Yachthäfen und Parkanlagen ­nähert, kann sich nicht recht vorstellen, dass hier noch vor 150 Jahren absolut nichts war.

Erst der Goldrausch der 1860er-Jahre schwemmte über Nacht 25.000 Edelmetall-Gierige hierher. Hundert Jahre später passierte das, was der Stadt ihr heutiges Aussehen verpasste: In den Jahren vor der Expo 1986 wurde gebaut wie nie zuvor. Zu einer Destination für Connaisseure wurde Vancouver aber erst durch die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2010.

Unzählige spannende Restaurants wurden in den vergangenen fünf Jahren aus der Taufe gehoben, hochklassige Hotels wurden hochgezogen, Bars und Gourmetmärkte eröffnet – das Ergebnis veranlasste das renommierte »Food & Wine ­Magazine«, Vancouver in der Liste der »10 best restaurant cities in the world« zu führen.

 

Market Restaurant im Shangri La
Market Restaurant im Shangri La

Der New Yorker Spitzenkoch Jean-Georges Vongerichten eröffnete im ersten Stock des Shangri-La ein Restaurant des Typs Market, andere Ableger dieses Konzepts gibt es in Paris und Boston. Das Market ist derzeit der angesagteste Ort für Fine Dining in Downtown Vancouver. Die Küche arbeitet überwiegend mit kanadischen Produkten wie Rindfleisch aus British Columbia, Pazifischem Heilbutt oder Ziegenkäse aus dem Okanagan Valley. Das exzellente sechsgängige »Market Menu« ist mit CAD 68,– veranschlagt, gerade mal € 43,–. Ein Beleg dafür, wie günstig der Genuss in Vancouver kommt.

Wer den traditionellen Charme Marke »old world« schätzt, wird sich im Fairmont Hotel Vancouver wohlfühlen. Das Haus ist im typischen Stil der großen kanadischen Eisenbahnhotels errichtet und bietet prächtige Stiegenhäuser, riesige Luster und stilvolle Möbel – das alles unter einem weithin grün schimmernden Kupferdach. Die Generation »Wallpaper« steigt dagegen in den kleineren Design- und Boutiquehotels ab. Die 99 Zimmer des Opus Hotel in Yaletown sind in fünf verschiedenen Stilen dekoriert, Standardzimmer vom Typ »Billy« sind in Limettengrün gehalten, opulent gestylt präsentiert sich die »Diva Suite« im Penthouse, wo auch schon Jennifer Lopez und Cher schlummerten.

Einen Eindruck von der kulinarischen Vielfalt des Landes bekommt man bei einem Spaziergang durch die Markthalle auf Granville Island, einer kleinen Insel im Schatten der Granville Bridge, die den Yachthafen False Creek überspannt (siehe großes Foto). Biologisch, nachhaltig, ökologisch sind Stichworte, denen man hier bei fast jedem Anbieter begegnet. Die Kanadier befassen sich erstaunlich intensiv mit ethisch korrekter Nahrung. Das Label »Ocean Wise« weist auf den Speisekarten vieler Spitzenlokale darauf hin, dass der Fang den Kriterien von »Sustainable Seafood« entspricht.

 

Restaurant Nu
Restaurant Nu

So gut die Ware am Granville Island Market ist, die Lokale der Insel sind von eher schauerlichem Niveau. Doch zwei Minuten Bootsfahrt mit dem Aquabus, und man ist zurück in Downtown, wo gleich gegenüber ein auffälliges Restaurant lockt. Das Nu erinnert an eine Lounge für die Crew der Raumpatrouille Orion. Die Karte bietet eine spannende Fusionsküche mit einem Fokus auf Seafood. Legendär ist der Jazzbrunch am Sonntag mit der wunderbaren Sängerin Melody Diachun.

Der größte Konkurrent des Nu in Sa­chen bester Hafenblick und bestes Fischlokal ist das C Res­taurant. Küchenchef Robert Clark bezieht ausschließlich »Sustainable Seafood«, man kann also hier guten Gewissens Heilbutt, Schwertfisch oder Königskrabben genießen. Dazu gibt’s eine exzellente Weinauswahl und -beratung von einem der besten Sommeliers der Stadt.

Das kürzlich eröffnete Voya im kleinen, aber feinen Hotel Loden bedient perfekt die jüngste Leidenschaft der »Foodies« von Vancouver. Fingerfood und »small plates« gibt’s neuerdings überall, Spitzenkoch Marc-André Choquette bespielt neben dem Restaurant eine Lounge, für die raffinierte Snacks kreiert wurden. Hier gibt’s Essen bis Mitternacht, freitags und samstags sogar bis zwei Uhr.

Während das opulent gestylte Voya in der Kategorie »Restaurant Design of the Year 2009« des »Vancouver Magazine« Silber erhielt, holte das Ping’s Cafe Gold. Das kleine Lokal mit dem sehr diskreten Eingang, witzigen Tütenlampen und eigentümlichen Stoffbänken liegt abseits der Touristenpfade im Bereich Main Street und bietet japanische Hausmannskost mit westlichen Einflüssen abseits von Sushi und Sashimi.

Die vollständige Reportage lesen Sie im Falstaff Magazin 01.10.

von Alexander Bachl

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