Gänsestopfleber-Verbot in New York City

Foie gras ist aus der Spitzenküche kaum wegzudenken.

© Shutterstock

Foie gras ist aus der Spitzenküche kaum wegzudenken.

Foie gras ist aus der Spitzenküche kaum wegzudenken.

© Shutterstock

Es wird als Erfolg für Tierschützer und das Tierwohl gefeiert, manche Gourmets dürfte die die jüngste Entscheidung des Stadtrats von New York City allerdings weniger freuen. Am 30. Oktober wurde beschlossen, dass der Verkauf von Gänsestopfleber ab Oktober 2022 verboten wird. Das Gesetzt muss zwar noch von Bürgermeister Bill de Blasio unterzeichnet werden, fest steht aber schon: Halten sich Gastronomen nicht an das Verbot, sollen Strafen zwischen 500 und 2000 US-Dollar (umgerechnet rund 450 bis 1800 Euro) fällig werden.  

»Das ist ein historischer Tag für die Rechte von Tieren in New York City«, wird Matthew Dominguez von der Tierschutzgruppe »Wähler für die Rechte von Tieren« in verschiedenen Medienberichten zitiert. Während also Tierschützer feiern, kündigten Foie gras-Produzenten an, gegen das Verbot juristisch auf die Barrikaden zu steigen. Schließlich ginge es auch um Arbeitsplätze, die durch das Verbot der Gänsestopfleber bedroht seien. Der Beschluss könnte also noch einen Rechtsstreit nach sich ziehen. Vergleichbares passierte etwa im US-Bundesstaat Kalifornien. Nachdem Herstellung und Verkauf von Stopfleber im Jahr 2004 verboten wurden und das Gesetz 2012 in Kraft trat, wurde ebendieses 2015 von einem Bundesgericht wiederum gekippt. Die endgültige Entscheidung für das Verbot fiel erst im Jänner 2019, nach 15 Jahren Rechtsstreit.

Foie gras bzw. Fettleber hat eine lange Geschichte. Heute steht Frankreich als Haupt-Produktionsland und Heimat der Haute Cuisine, in der die Foie Gras einen besonderen Stellenwert genießt, für diese Tradition – aber bereits die Ägypter und Römer der Antike schätzten sie als Delikatesse und begründeten die Praxis der Überfütterung der Tiere. Genau diese kritisieren Tierschützer, denn durch die Mästung müssen die Gänse und Enten leiden. Die Tiere werden wochenlang zwangsgefüttert, damit ihre Lebern verfetten und auf ein Vielfaches anschwellen. Mittlerweile gibt es Bestrebungen von einigen kleinen Produzenten, eine »ethisch vertretbare« Alternative zur Foie gras ohne Stopfen anzubieten und in manchen Ländern ist die Herstellung von Stopfleber bereits verboten, nicht aber ihr Verkauf oder Verzehr.

Genuss oder No-Go? Ihre Meinung ist gefragt!

Mehr zum Thema

News

Bachls Restaurant der Woche: Skopik & Lohn

Nach der Neupositionierung ist im »Skopik & Lohn« vieles anders: die Tische sind kleiner, die Küche bleibt kalt – die Malerei an den Wänden ist...

News

Fünf regionale Lebensmittel, die jede Kulinarik veredeln

Regionale Küche hat nicht nur einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt, da sie einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlässt, sondern vor...

Advertorial
News

Top 10: Rezepte mit Honig

Zum Weltbienentag am 20. Mai haben wir zehn Inspirationen fürs Kochen, Backen und Mixen mit Honig gesammelt.

News

Jobs: Erlebniskuratoren mit Herz und Seele gesucht

Im Vier-Sterne-Superior »Burg Hotel« in Lech am Arlberg ist man ungezwungen, ohne dabei salopp zu sein. Die Gäste lieben die kokett höfliche Art und...

Advertorial
News

Gradonna****s: Natur trifft Architektur

Das Gradonna****s Mountain Resort vereint Osttirols Schönheit mit einem durchdachten architektonischen Konzept.

Advertorial
News

Bachls Restaurant der Woche: Bierführer

Sepp Schellhorn hat das Gasthaus »Bierführer« in Goldegg übernommen und setzt auf traditionelle Küche und eine österreichische Weinkarte.

News

Top 10 kurios-kulinarische Aberglauben

In Portugal wird fleißig Wein verschüttet, die Griechen fürchten Petersilie und in Südamerika lässt man sich von Trauben die Zukunft prophezeien.

News

See, Job & Card: »Team Card Pörtschach« jetzt sichern!

Ein Job in einem der Pörtschacher Betriebe bringt neben jeder Menge Work-See-Balance mit der »Team Card Pörtschach« zahlreiche Vorteile.

Advertorial
News

Teller ablecken: Ja oder nein?

Der Spitzenkoch Gaggan Anand fordert mit seinem Gericht »Lick it Up« zum ungewöhnlichen Ess-Erlebnis auf. Cool oder ungustiös – was meinen Sie?

News

Opel-E-Van gewinnen: Metro will die Meinung der Gastronomen wissen

Wer an der großen Gastro-Umfrage des Großhändlers teilnimmt, erhält einen 20-Euro-Gutschein und nimmt am Gewinnspiel um einen von drei Opel Vivaro...

Advertorial
News

Fleisch aus dem Labor: Geschmack der Zukunft

Chicken Nuggets aus dem Labor gibt es bereits, pflanzlichen Räucherlachs aus dem 3D-Drucker ebenso. Wie wird dieses sogenannte »Cultured Meat« unseren...

News

UMFRAGE: Wollen Sie eine Markthalle am Naschmarkt?

Stadträtin Ulli Sima hat den Entwurf einer seitlich offenen Markthalle präsentiert. Was meinen Sie, kann die Stadt davon profitieren?

News

Corona: Ist Alkoholverbot gerechtfertigt?

Von Südafrika bis Hamburg und München versucht man der Pandemie auch mit dem Verbot von Ausschank und Verkauf alkoholischer Getränke beizukommen. Was...

News

UMFRAGE: Sollen/dürfen wir wieder genießen?

ERGEBNIS: Eine große Mehrheit spricht sich dafür aus, gerade jetzt Solidarität mit der Gastronomie zu zeigen und wieder genussvoll zu konsumieren,...

News

Österreicher befürworten Gänsestopfleber-Verbot

Fast zwei Drittel der Falstaff-Leser stimmen in einer Online-Umfrage für ein Verbot von Foie Gras und sind damit für die Vermeidung von Tierleid.

News

Die Wahl der beliebtesten Würstelstände 2019 ist geschlagen

Der »Alt Wiener Würstelstand zum Volkstheater« gewinnt vor dem »Scharfen René« am Schwarzenbergplatz. Rang drei geht an »Bitzinger«.

News

Die »beliebtesten Würstelstände 2018« in Wien sind gekürt

Der »Alt Wiener Würstelstand zum Volkstheater« gewinnt das große Voting-Finale. Alle Platzierungen jetzt im Überblick.

News

Nominieren Sie Ihren Lieblings-Würstelstand in Wien

Wo gibt's die besten Würsteln mit Senf und der richtigen Portion Schmäh? Die zehn häufigsten Nennungen kommen ins Voting-Finale.

News

»Am Hohen Markt« ist beliebtester Würstelstand in Wien

Der Klassiker im Herzen von Wien hat sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen den Vorjahressieger »Zum scharfen René« durchgesetzt.

News

Umfrage: Soll Trinkgeld fix auf die Rechnung?

Ein Wachauer Restaurant ist vorgeprescht und verrechnet automatisch zehn Prozent Trinkgeld. In unserer Online-Befragung sprachen sich über 80 Prozent...