Korngebäck und Vollkornbrot kommen zusammen auf 38 Prozent, wenn es um ihre Beliebtheit am Frühstückstisch geht / Foto beigestellt
Korngebäck und Vollkornbrot kommen zusammen auf 38 Prozent, wenn es um ihre Beliebtheit am Frühstückstisch geht / Foto beigestellt

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit am Tag – und deswegen haben sich die niederösterreichischen Bäcker im Zuge einer Auftrags-Studie genau angesehen, was bei den Österreichern in Sachen Frühstück bzw. Frühstücksgebäck genau auf den Tisch kommt.

»Das Ergebnis zeigt, dass die Österreicher auf bewusste Ernährung achten. Deutlich mehr als ein Drittel (38 Prozent) essen am liebsten Korngebäck oder Vollkornbrot zum Frühstück«, erläutert Johann Ehrenberger, Landesinnungsmeister der Bäcker Niederösterreich, die vom Market Institut durchgeführte, für Österreich repräsentative Studie. Einzeln betrachtet ist die Semmel nach wie vor der Frühstücks-Klassiker und wird von rund einem Viertel (24 Prozent) der Befragten bevorzugt. 14 Prozent frühstücken am liebsten Brot (Schwarzbrot, Roggenbrot, Mischbrot etc.). Immerhin sechs Prozent greifen zu Croissants, weniger beliebt sind Salzstangerln (vier Prozent), Mohnflesserl (drei Prozent), Kipferln (zwei Prozent), Grahamweckerln (zwei Prozent) oder Weißbrot (zwei Prozent). Auch der Frühstückstoast ist in Österreich keine Option. Nur ein Prozent der Befragten verspeist ihn am Morgen.

Männer und Frauen frühstücken unterschiedlich
Unterschiede gibt es auch bei den Geschlechtern. So nennen 31 Prozent der Männer die Semmel als liebstes Frühstücksgebäck (17 Prozent Frauen), bei den Frauen hingegen ist Korngebäck mit 28 Prozent der Favorit (20 Prozent Männer). Frauen wählen auch eher Vollkornbrot (18 Prozent Frauen / zehn Prozent Männer). Keine wesentlichen Unterschiede gibt es jedoch zwischen West-, Ost-, oder Südösterreich, ganz Österreich verfügt über einen ähnlichen Frühstücksgeschmack.

Das Einzelranking des beliebtesten Frühstücksgebäcks

  1. Platz: Semmel (24 Prozent) ex equo mit Korngebäck (24 Prozent)
  2. Platz: Vollkornbrot (14 Prozent) ex equo mit Brot (14 Prozent)
  3. Platz: Croissant (6 Prozent)


Brot der Zukunft
Mit einer Innovation am Gebäck-Sektor wurde dieser Tage bei Meinl am Graben aufgewartet, als das Resulat des EU-Forschungsprojektes »HealthBread« vorgestellt und verkostet wurde. Im Rahmen des Projekts wurde das Brot der Zukunft entwickelt: Es vereint die guten Eigenschaften von Weißbrot und Vollkornbrot, da es nicht nur gesünder ist, sondern auch mit einzigartigem Geschmack punktet. Zum Einsatz kommen dabei besondere Bestandteile des Weizenkorns sowie eine optimierte Fermentation der Getreidemehle, durch die der menschliche Körper Nährstoffe besser aufnehmen kann. Außerdem stärkt HealthBread die heimischen Bäckermeister, denn das Brot der Zukunft ist insbesondere für das Bäckerhandwerk eine Profilierungsmöglichkeit. »Das Projekt ›HealthBread‹ ist ein gutes Beispiel dafür, wie mittelständische Betriebe von europäischer Spitzenforschung profitieren können«, erklärte Johann Ehrenberger anlässlich der Pressekonferenz.

Johann Ehrenberger (Innungsmeister der niederösterreichischen Bäcker), Erich Kasses (Inhaber Bäckerei Kasses und Slow-Baking Pionier), Udo Kaubek (Geschäftsführer Meinl am Graben) und Stephen Webb (Geschäftsführer RTDS Group) präsentieren das HealthBread / © WKNÖ Innungsgruppe Dienstleister - Nahrung/APA-Fotoservice/Tanzer
Johann Ehrenberger (Innungsmeister der niederösterreichischen Bäcker), Erich Kasses (Inhaber Bäckerei Kasses und Slow-Baking Pionier), Udo Kaubek (Geschäftsführer Meinl am Graben) und Stephen Webb (Geschäftsführer RTDS Group) präsentieren das HealthBread / © WKNÖ Innungsgruppe Dienstleister - Nahrung/APA-Fotoservice/Tanzer


Johann Ehrenberger (Innungsmeister der niederösterreichischen Bäcker), Erich Kasses (Inhaber Bäckerei Kasses und Slow-Baking Pionier), Udo Kaubek (Geschäftsführer Meinl am Graben) und Stephen Webb (Geschäftsführer RTDS Group) präsentieren das HealthBread / © WKNÖ Innungsgruppe Dienstleister - Nahrung/APA-Fotoservice/Tanzer

Das österreichische HealthBread
Nach einem guten Jahr Forschung in den Laboren belieferten die Forscherteams die Bäckereien Anfang des Jahres mit den neu entwickelten Zutaten. Gleich zwei der EU-weit insgesamt nur acht am Projekt beteiligten Bäckereien kamen aus Österreich: Die Bäckerei Lasser aus Schladming und die Bäckerei Kasses im niederösterreichischen Thaya. Nun hatten die Bäcker die Aufgabe, eine österreichische Version des HealthBreads zu kreieren, die den regionalen Geschmacksrichtungen entspricht. »Egal ob Brot oder auch süßes Gebäck, mit den HealthBread-Zutaten haben wir bereits unterschiedliche sehr schmackhafte und gesunde Produkte entwickeln können. Die Rückmeldungen meiner Kunden sind sehr positiv«, sagt  Bäckermeister Kasses.

www.echtgutbaecker.at

www.healthbread.eu



(Redaktion)

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