Hubert Schultes (Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung), Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager, Grüner Veltliner Grand Prix Sieger Franz Türk, Otto Auer (Vizepräsident der Landwirtschaftskammer) und Falstaff Chefredakteur Pete
Hubert Schultes (Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung), Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager, Grüner Veltliner Grand Prix Sieger Franz Türk, Otto Auer (Vizepräsident der Landwirtschaftskammer) und Falstaff Chefredakteur Pete

Die Spielklassen beim Grünen Veltliner reichen vom leichten, süffigen Heurigenwein, Grundwein für typisch österreichischen Sekt, bis zum kräftig-würzigen Smaragd- oder Lagenwein mit enormem Lagerpotenzial. Selbst edle Süßweine sind möglich. Der Falstaff »Grüner Veltliner Grand Prix« befasst sich seit nunmehr 20 Jahren mit der Pflege der klassischen Kabinett-Weine, eine Kategorie, in welcher der Grüne Veltliner seine typischen Aromen besonders gut zeigen kann. Mit einem Höchstalkoholgehalt von 13 Vol.-% und nicht mehr Restzucker als vier Gramm sind ­diese Weine trinkfreudig und elegant, zeigen aber bereits alle Facetten des Terroirs, dem sie entstammen.

Für den Konsumenten ­besonders interessant ist hier das Preis-Leistungs-Verhältnis mit echten Topweinen zu ­erschwinglichen Preisen.

Die Vorgangsweise für den Grand Prix ist komplex. Zuerst ermittelt das Land Nieder­österreich im Rahmen der Landesweinprämierung aus vielen Hundert Kandidaten die fünfzig besten Weine der Kategorie. Falstaff lädt aus dem Kreis jener Weingüter, die im Weinguide mit mindestens drei Sterne klassifiziert sind, die Herausforderer ein. Diese werden ebenfalls einer Vorverkostung unterzogen, die dreißig besten treten dann in einer abschließenden Blindprobe gegen die Top-Veltliner der Landesprämierung an. Wer schließlich von den acht Experten, die das Panel bilden, in verdeckter Kost die höchsten Punkte erreicht, darf sich »Falstaff Grüner Veltliner Cup-Sieger« nennen. Die Finalprobe erfolgte in bewährter Form in »Meixner’s Gastwirtschaft« im 10. Bezirk in Wien.

 

Die besten Grünen Veltliner Österreichs / © Moritz Schell
Die besten Grünen Veltliner Österreichs / © Moritz Schell

Den ersten Platz in der Wertung erreichte Franz Türk aus Stratzing im Kremstal mit seinem Grünen Veltliner Kremstal DAC »Kremser Weinberge« 2013. Den zweiten Rang belegt Johannes Kölbl vom Respiz-Hof in Röschitz im Weinviertel mit dem Weinviertel DAC »Himmelreich« 2013 vor Bernhard Ott aus Feuersbrunn am Wagram mit seinem »Fass 4«.

Fazit: 2013 ist ein ausgesprochen guter Veltliner-Jahrgang mit ausgeprägter Frucht und einem lebendigen, trinkanimierenden Säurespiel – man könnte ihn als eine Mischung aus dem rassigen 2010er und dem fruchtbetonten 2012er sehen. Einziger Nachteil sind die speziell beim Grünen Veltliner eher geringen Mengen. Eine späte Blüte, schlechte Befruchtung und Verrieselung setzten dem Veltliner 2013 ziemlich zu, auch der heiße, trockene Sommer und Hagelschläge ließen die Ernte schrumpfen. Daher ist ein rascher Einkauf sehr empfehlenswert, von vielen Weinen sind nur limitierte Mengen vorrätig.

Im Verkostungsteil haben wir alle empfehlenswerten klassischen Veltliner zusammengestellt und die aktuellen Ab-­Hof-Preise ermittelt. So sollte einem echten Veltliner-Vergnügen auch in diesem Sommer und darüber hinaus nichts mehr im Wege stehen.


>> Zu den Verkostungsnotizen

DER GRÜNE VELTLINER: DATEN UND FAKTEN
Von den 22 für die Qualitätsweinproduktion in Österreich zugelassenen weißen Rebsorten dominiert der Grüne Veltliner ganz klar.  Was viele Liebhaber des Grünen Veltliner nicht wissen, ist die Tatsache, dass er erst im Jahr 1972 als Qualitätsrebsorte gesetzlich anerkannt wurde.

Mit einer Anbaufläche von rund 13.000 Hektar nimmt er heute nicht weniger als ein Drittel der gesamten heimischen Rebberge ein. Verbreitung findet der Grüne Veltliner in Niederösterreich und im nördlichen Burgenland, aber auch in den angrenzenden Ländern wie Tschechien, Slowakei und Ungarn. Genetisch betrachtet ist er eine natürliche Kreuzung aus dem Traminer und einer weitgehend unerforschten Rebe, die erst vor wenigen Jahren durch Zufall im Burgenland entdeckt wurde und nach ihrem »Fundort« St. Georgen benannt wurde, weil sie auch nach eingehenden genetischen Untersuchungen keiner bisher bekannten Sorte zuzuordnen war.

Der Grüne Veltliner ist eine völlig eigenständige autochthone Rebsorte und mit anderen ­Sorten wie Rotem oder Frührotem Veltliner in keinster Weise verwandt.

FOTOS

Die Siegerehrung des Falstaff Grüner Veltliner Grand Prix

Die Gäste der Grüner Veltliner Gala beim Entrée

Impressionen von der Falstaff Grüner Veltliner Gala

Grüner Veltliner Gala: Winzer und Aussteller


Text von Peter Moser

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