Fly Niki wird für gutes Essen gelobt

»Fly Niki« serviert u.a. typische österreichische Gerichte wie Kaiserschmarrn oder Schnitzel.

© Fly Niki

»Fly Niki« serviert u.a. typische österreichische Gerichte wie Kaiserschmarrn oder Schnitzel.

»Fly Niki« serviert u.a. typische österreichische Gerichte wie Kaiserschmarrn oder Schnitzel.

© Fly Niki

Fliegen kann so schrecklich sein: Der Flug wird aus unerklärlichen Gründen storniert, der Gast hinter dem eigenen Sitz tritt immer wieder in den Rücken und das Essen lehnt man lieber ab. Nik Loukas hat da einen anderen Blick aufs Fliegen: Er fliegt mit verschiedenen Fluggesellschaften, um deren Essen zu probieren. Loukas hat 15 Jahre in der Flugzeugindustrie gearbeitet bevor er 2012 die Weibseite Inflightfeed gestartet hat. Dort schreibt er über das Essen von weltweiten Fluglinien. Über 150 Fluggesellschaften hat er bereits getestet. Loukas bewertet folgende Kriterien: Geschmack, Qualität, Auftritt, Menge, Originalität und Service. Daraus wird bei manchen Rezensionen der Punktedurchschnitt ausgerechnet und so können die Fluggesellschaften von einer Skala von 1 bis 10 Punkten abschneiden.

Seit ein paar Jahren rückt das Essen für die Fluggesellschaften in den Vordergrund, wenn es um ein möglichst angenehmes Flugerlebnis geht. Dass die Speisen bereits vor dem Flug – meistens online – vorbestellt werden können, ist ebenfalls etwas Neues. Um aufzufallen entscheiden sich viele Fluggesellschaften dafür, lokale Gerichte anzubieten. Bei »Fly Niki« gibt es zum Beispiel Hühnerschnitzel mit Petersilienkartoffeln oder Kaiserschmarrn. »Air Berlin« hat sich mit dem Kult-Restaurant »Sansibar« zusammengetan und bietet nun Currywurst an. In Flugzeugen gibt es alles von gesundem Essen bis Fastfood oder edlen Kreationen. Während einem Flug mit »Singapore Airlines« konnte Loukas einen Hummer Thermidor verköstigen, den er verhorragend bewertete.

Auch Enttäuschungen werden dokumentiert

Natürlich gibt es nicht überall gutes Essen. Bei »Air India« bekam er zum Beispiel ein Crossant mit einem Brownie und ein paar Fruchtstücken als Beilage. Auf einem Flug von Paris nach Kopenhagen mit »SAS« hatte Loukas eine seiner schlechtesten Erfahrungen. Die Pizza um sechs Euro war trocken, abgestanden und geschmacklos. Sie sah auf dem Menüfoto viel appetitlicher aus.

Loukas berät die Cateringindustrie der Fluggesellschaften in Europa. Nun will er auch einen Dokumentarfilm über das Essen der Fluggesellschaften machen. Dafür sammelt er gerade auf der Crowdfunding Plattform Indiegogo Spenden. In dem Film will er einen Einblick geben, wie der Entscheidungsprozess der Fluglinien, die Auswahl der Speisen und die Zubereitung aussieht.

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