Flower Power: Blühende Restaurants

Segev Kitchen Garden, Israel: Im Restaurant des israelischen Spitzenkochs Segev Moshe blühen nicht nur Blumen, sondern vor allem viele Kräuter, die in den Gerichten verarbeitet werden. segevchef.com

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Segev Kitchen Garden

Segev Kitchen Garden, Israel: Im Restaurant des israelischen Spitzenkochs Segev Moshe blühen nicht nur Blumen, sondern vor allem viele Kräuter, die in den Gerichten verarbeitet werden. segevchef.com

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Wo heute eine der hippsten Küchen Thailands serviert wird, lagerten früher Maschinen der »Krung Thai Tractor Company«. Doch was heißt früher? Reste des einstigen Warenlagers sind noch immer im Restaurant »Vivarium by Chefs Ministry« zu finden. Mehr sogar: Sie tragen wesentlich zum Design des beliebten Thai-Japanese-Fusionslokals bei. Als sich die beiden TV-Köche Chumpol Jangprai und Boontham Parkpho 2015 entschlossen haben, diese Location für ihre erste gemeinsame Zusammenarbeit zu wählen, war Geld nicht wirklich im Überfluss da. Dafür aber eine brillante Idee der jungen thailändischen Design-Agentur »Hypothesis«.

Vivarium by Chefs Ministry, Bangkok: Hinter dem Projekt stehen zwei der bekanntesten TV-Köche Thailands: Chumpol Jangprai and Boontham Parkpho. Die Design-Agentur »Hypothesis« hat das ehemalige Industriegebäude in eine blühende Wunderwelt verwandelt. hypothesis.co.th

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»Wir verfolgten zwei Ansätze«, erzählt die Agentur-Chefin Yarinda Bunnag. »Der erste war, dass wir viele Objekte, die wir in der verlassenen Halle gefunden hatten, als dekorative Elemente wiederverwendeten. Und der zweite: Wir wollten die Natur zurück in dieses alte Industrielager holen, um so einen Ort zu schaffen, an dem Menschen gerne zusammenkommen.« Gelungen ist dies etwa mit einer Vielzahl von lebenden Pflanzen, die von der Decke hängen, sowie altem Wurzelwerk und Zweigen über der Bar – ein Design, das in Asien gleich mehrfach ausgezeichnet wurde.

Herringbone, San Diego: In seinem »Herringbone« in La Jolla setzt der kalifornische Starkoch Brian Malarkey auf Seafood-Spezialitäten und ungewöhnliches Design. Jeder der Olivenbäume ist übrigens mehr als hundert Jahre alt. herringboneeats.com

© Chantelle Photography, Chantelle Marie

 Olivenbaum

Immer mehr Designer greifen auf Blüten und Pflanzen als wesentliche Gestaltungselemente zurück. Einer der prominentesten Ausstatter für Restaurant- und Hotel-Interieur findet sich am Santa Monica Boulevard in West Hollywood: der deutsche Künstler und Designer Thomas Schoos. Mit seiner »Schoos Group« hat er bereits eine Vielzahl an aufsehenden Projekten in aller Welt verwirklicht. 

Palmenhaus, Wien: Ein herausragendes historisches Juwel im Wiener Burggarten. Das Konzept vereint Café, Bar und Restaurant. Seit dem Umbau 1998 ist auch die mehr als hundert Jahre alte Stahlkonstruktion wieder gut sichtbar. palmenhaus.at

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Für das Seafood-Restaurant des berühmten kalifornischen TV-Kochs Brian Malarkey, das »Herringbone« in La Jolla, einem Stadtteil an der Küste San Diegos, hat Schoos sogar sechs Olivenbäume in die alte Halle gekarrt. »Das Grün der Bäume sorgt ganz einfach für Natürlichkeit. Und Menschen fühlen sich wohl inmitten der Natur«, so Schoos. Der älteste Olivenbaum im »Herringbone« ist um die 130 Jahre alt und die anderen nicht unter 100. Ihre massiven Stämme und die übergreifenden Zweige verwandeln die ehemalige Industriehalle in einen Olivenhain. 

Potting Shed, Alexandria: Inspiriert von den blühenden Gärten Edens, stehen im Lokal überall Töpfe, es duftet und gedeiht. Die Idee des australischen Design-Studios »ACME & CO« war es, ein authentisches Garten- Feeling zu kreieren. thegrounds.com.au

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Um ans Tageslicht zu kommen, musste sogar das Dach der Halle aufgebrochen werden. Die Bäume sind aber nicht das einzige Element aus der Natur: Der Kronleuchter über der Bar wurde aus einem Walskelett gebaut. Schoos: »Ich brauchte etwas, das mit diesen riesigen Bäumen konkurrieren konnte und trotzdem organisch ist. Das Zurückholen der Natur ist gerade an jenen Orten spannend, deren Geschäft die Natur ist. Also perfekt für Restaurants.«

Wein und Co
Wein & Co, Wien: In der Hietzinger Filiale von »Wein & Co« wird die Organik des Weins mittels ganzjährig begrünter Wand mit dem Interieur-Design verbunden. Umgesetzt wurde das ambitionierte Projekt vom niederösterreichischen Projektentwickler »List Smart Results«. weinco.at

© WEIN & CO Handelsges.m.b.H. Autoallee 7 / Top 25, A-2334 Vösendorf-Süd

Aus dem Living Magazin 03/2017.

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