Falstaff Rotweinguide 2020: Alle Sieger

Alle Sieger der Falstaff Rotweingala

© Falstaff / Ludwig Schedl / APA-OTS Fotoservice

Alle Sieger der Falstaff Rotweingala

Alle Sieger der Falstaff Rotweingala

© Falstaff / Ludwig Schedl / APA-OTS Fotoservice

»Der gute Jahrgang 2017 brachte elegante, in vielen Fällen bereits zugängliche Rotweine, die vielseitig einsetzbar sind«, lautet das Fazit von Falstaff Wein Chefredakteur Peter Moser in seiner Einleitung zum neuen Falstaff Rotweinguide 2020. Von der Qualität der Rotweine konnten sich die rund 2.200 Besucher der Rotweingala gleich selbst überzeugen – rund 200 der besten Winzer waren mit insgesamt über 600 Weinen vertreten. Dort, wo schon Maria Theresia sich um den Aufschwung des Weinbaus in Österreich kümmerte, wurden die besten heimischen Rotwein-Winzer ausgezeichnet. Zum bereits 40. Mal ehrt Falstaff in diesem Jahr die Meister ihres Fachs.

Die Falstaff-Sieger

Platz eins geht in diesem Jahr an das Weingut Gerhard Markowitsch aus Göttlesbrunn – Carnuntum. Gerhard Markowitsch ist mit großer Regelmäßigkeit unter den prämierten Winzern zu finden. Egal, ob mit einem Sortensieg, als Gewinner der Reserve Trophy oder eben als Falstaff-Sieger und damit als der Winzer, der den besten Wein des Jahrgangs in den einzelnen Hauptbewerben gestellt hat. Mit seiner Cuvée Ried Rosenberg 1 ÖTW 2017 ist ihm das heuer wieder gelungen, und er hat sich mit diesem Wein gegen eine beachtliche Konkurrenz von knapp 1.000 Weinen durchgesetzt. Die Cuvée Ried Rosenberg 2017 trägt seit heuer die Zusatzbezeichnung »1 ÖTW« und damit das Gütesiegel der »Traditionsweingüter Österreich« für außerordentlich hohe Weinqualität. Mit der Zusammenstellung aus zumindest zwei Dritteln Zweigelt und Blaufränkisch sowie einem geringeren Anteil internationaler Sorten – in diesem Fall Merlot – fällt dieser Wein auch in die gerade erst beschlossene Carnuntum DAC Verordnung, die mit dem nächsten Jahrgang in Kraft treten wird. Auf Platz zwei findet sich das Weingut Gesellmann aus Deutschkreutz mit dem Bela Rex 2017 – kein Unbekannter auf dem Siegertreppchen bei der Falstaff-Rotweingala. Die drei Erstplatzierten komplett macht das Weingut Johanneshof Reinisch aus Tattendorf in der Thermenregion, die mit ihrem Pinot Noir Ried Holzspur 2017 brillierten.

  1. Platz: Ried Rosenberg 1ÖTW 2017 – Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn – Carnuntum
  2. Platz: Bela Rex 2017 – Weingut Gesellmann, Deutschkreutz – Mittelburgenland
  3. Platz: Pinot Noir Ried Holzspur 2017 – Weingut Johanneshof Reinisch, Tattendorf – Thermenregion

Das war die Rotweingala 2019

Die Sortensieger

Falstaff-Chefredakteur Peter Moser verkostete in den vergangenen Monaten über 1.400 Weine. Die bestbewerteten Rotweine wurden in einer Fachjury unter seiner Leitung erneut blind verkostet. In diesem Finaldurchgang wurden aus den punkthöchsten Weinen die Falstaff-Sieger sowie Falstaff-Sortensieger bestimmt.

Die Sortensieger im Überblick:
  • Blauer Zweigelt 2017: Zweigelt Ried Schüttenberg 1 ÖTW Göttlesbrunn 2017, Weingut Philipp Grassl, Göttlesbrunn – Carnuntum
  • Cabernet Sauvignon 2017: The Cabernet Sauvignon 2017, Weingut Scheiblhofer, Andau – Neusiedlersee
  • Blaufränkisch 2017: Leithaberg DAC Ried Gritschenberg Jois 2017, Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols – Neusiedlersee
  • Cuvée 2017: Ried Rosenberg 1 ÖTW 2017, Weingut Gerhard Markowitsch, Göttlesbrunn – Carnuntum
  • Merlot 2017: Merlot 2017, Weingut Gager, Deutschkreutz – Mittelburgenland
  • Pinot Noir 2017: Pinot Noir Ried Holzspur 2017, Weingut Johanneshof Reinisch, Tattendorf – Thermenregion
  • St. Laurent 2017: St. Laurent Ried Holzspur 2017, Weingut Johanneshof Reinisch, Tattendorf – Thermenregion
  • Syrah 2017: Syrah and ever 2017, Weingut Artner, Höflein – Carnuntum

Falstaff Reserve Trophy 2019

Es war in den vergangenen 40 Jahren stets das Bestreben der Falstaff-Redaktion, die Winzer zu ermutigen, ihre Rotweine nicht zu früh, sondern nach einer ausreichenden Reifeperiode auf den Markt zu bringen – eine Einstellung, die von der großen Mehrheit der Rotweinproduzenten längst als Selbstverständlichkeit übernommen wurde. Deshalb wurde vor einigen Jahren entschieden, auf dieses Phänomen mit einer speziellen Auszeichnung, der heuer bereits zum 17. Mal vergebenen Kategorie »Reserve Trophy«, zu reagieren. Die Grundbedingung für eine Teilnahme an dieser Kategorie ist die Tatsache, dass ein Wein frühestens drei Jahre nach dem Erntezeitpunkt auf den Markt gebracht wird und daher an der regulären Falstaff-Prämierung nicht teilnehmen kann. Diese Kategorie wird von »Donau Versicherung«, »s-Versicherung« und »Wiener Städtische« unterstützt.

Die Gewinner der diesjährigen Falstaff Reserve Trophy sind:

1. Platz: Syrah RedGranite limited edition 2015, Weingut Kurt Angerer, Legenfeld – Kamptal
2. Platz: Blaufränkisch Reihburg »r2« 2012, Weingut schiefer.pur, Welgersdorf – Eisenberg
3. Platz – ex aequo: Massive a. [rot] 2016, Weingut Artner, Höflein – Carnuntum

Kurt Angerer

Kurt Angerer

Foto beigestellt


Junge Rote im Rotwein Grand Prix 2019

Da die Kategorie Junge Rotweine im alltäglichen Konsum eine bedeutende Rolle spielt und sich der bisher durchgeführte Zweigelt Grand Prix am Markt sehr bewährt hat, war es nur naheliegend, diesen Bereich mit der Erweiterung um Blaufränkisch und Cuvée auf eine breitere Basis zu stellen. Das Angebot der Preis-Leistungs-Weine ist hier so groß wie in keinem anderen Bereich, hier bekommt man, speziell aus einem für Rotwein qualitativ durchaus vorteilhaften Jahrgang wie 2018, wirklich sehr viel für sein Geld geboten.

Die Grand Prix Sieger im Überblick

1. Platz Cuvée: Special Blend 2018, Weingut Markus Iro, Gols – Neusiedlersee
1. Platz Blaufränkisch: Blaufränkisch Irrgarten 2018, Weingut Strehn, Deutschkreuz – Mittelburgenland
1. Platz Blauer Zweigelt: Zweigelt Unplugged 2018, Weingut Hannes Reeh, Andau – Neusiedlersee

HINTERGRUND: Die Sieger im Portrait

Markus Iro siegte in der Kategorie Cuvée

Markus Iro siegte in der Kategorie Cuvée

Foto beigestellt

Der Jahrgang 2017 im Fokus

Nach einem sehr kalten Winter und einem außergewöhnlich warmen März wuchs die Angst vor Spätfrösten. Doch glücklicherweise hielten sich die Probleme in Grenzen und es folgte eine sehr frühe Blüte. Einem durchwachsenen Mai folgte ein überdurchschnittlich warmer Monat Juni, danach herrschte anhaltende Hitze im Hochsommer, was zunehmend zu Problemen mit der Trockenheit führte. Durch einen kühleren und regnerischen September wurde die Situation aber noch rechtzeitig entschärft. Die Lese begann zwei Wochen früher als sonst, konnte aber für die späteren Rotweinsorten dank gutem Spätherbstwetter noch länger ausgedehnt werden. Die Weine des Jahrgangs 2017 bilden diesen Verlauf sehr gut ab. Es entstanden Rotweine mit guter Farbausbildung, angenehmer Fruchtaromatik und reifen Tanninen, die sich bereits heute durchwegs gut antrinken lassen. Heute zeigt sich, dass 2017 in die Kategorie »Sehr guter Konsumjahrgang« fällt, das Potenzial für ausgedehnte Flaschenreife ist meist nur eingeschränkt vorhanden.


Falstaff Rotweinguide 2020

© Falstaff Verlag

Im Rahmen der Rotweingala wurde auch der FALSTAFF Rotweinguide 2020 präsentiert. In diesem Guide veröffentlicht die FALSTAFF-Redaktion unter Chefredakteur Peter Moser die besten Rotweine Österreichs. Weine mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis sind gesondert ausgezeichnet. Der FALSTAFF-Rotweinguide ist ab sofort im Handel bzw. auf shop.falstaff.at/rwg-2020 zum Preis von 14,90 Euro
(bzw. 10,50 Euro für FALSTAFF-Abonnenten und Gourmetclubmitglieder) erhältlich.

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