Falstaff Rotweinguide 2019: Alle Sieger

Alle Preisträger aus dem Falstaff Rotweinguide 2019.

© Falstaff, APA-OTS Schedl

Alle Preisträger aus dem Falstaff Rotweinguide 2019.

© Falstaff, APA-OTS Schedl

Die Wiener Hofburg diente als Bühne der 39. – und bisher größten – Falstaff-Rotweingala. Rund 200 Winzer präsentierten mehr als 600 der besten Rotweine Österreichs und über 2.000 Besucher sorgten für eine ausgezeichnete Stimmung. Highlight des Abends war die mit Spannung erwartete Prämierung der diesjährigen Falstaff Sieger aus dem druckfrischen Rotweinguide 2019.

Das Highlight der Rotwein-Prämierung, die in Kooperation mit den Partnern s-Versicherung, Wiener Städtische & Donau Versicherung durchgeführt wurde, war zweifelsohne wieder die Kür der drei Falstaff-Sieger. Platz eins geht in diesem Jahr an das Weingut Walter Glatzer aus Göttlesbrunn – Carnuntum. Glatzer zeigte sich auf der Bühne überwältigt und erinnerte sich an den herausfordernden Jahrgang 2016: »Das ist die Krönung eines sehr schwierigen Jahrgangs, der mit Frost begonnen hat und letztenendlich doch ein gutes Ende genommen hat«. Als Hauptpreis wurde ihm von DS-Brandmanager Marc Giulioli und Markenbotschafter Daniel Serafin ein Gutschein für den DS 7 Crossback übergeben, den er ein Jahr lang gratis fahren darf.

Auf Platz zwei findet sich das Weingut Gesellmann aus Deutschkreutz mit dem Bela Rex 2016 – kein Unbekannter auf dem Siegertreppchen bei der Falstaff-Rotweingala. Die drei Erstplatzierten komplett macht das Weingut Franz und Christine Netzl ebenfalls aus Göttlesbrunn – Carnuntum, die mit ihrem Ried Bärnreiser Anna-Christina 2016 brillierten.

  1. Platz: Weingut Walter Glatzer, Carnuntum (St. Laurent Ried Altenberg 2016, 95 Falstaff-Punkte)
  2. Platz: Weingut Gesellmann, Mittelburgenland (Bela Rex 2016, 95 Falstaff-Punkte)
  3. Platz: Weingut Franz & Christine Netzl, Carnuntum (Ried Bärnreiser Anna-Christina 2016, 95 Falstaff-Punkte)

Die Sortensieger

Falstaff-Chefredakteur Peter Moser verkostete in den vergangenen Monaten knapp 1.300 Weine. Die bestbewerteten Rotweine wurden in einer Fachjury unter seiner Leitung erneut blind verkostet. In diesem Finaldurchgang wurden aus den punkthöchsten Weinen die Falstaff-Sieger sowie Falstaff-Sortensieger bestimmt.

Die Sortensieger im Überblick:
  • Blauer Zweigelt 2016: Zweigelt Ried Schüttenberg 2016, Weingut Philipp Grassl, Göttlesbrunn – Carnuntum
  • Cabernet Sauvignon 2016: Cabernet Sauvignon Ried Neuberg 2016, Winzerhof Kiss, Jois – Leithaberg
  • Blaufränkisch 2016: Leithaberg DAC Ried Gritschenberg Jois 2016, Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols – Neusiedlersee
  • Cuvée 2016: Bela Rex 2016, Weingut Gesellmann, Deutschkreutz – Mittelburgenland
  • Merlot 2016: Merlot Unplugged 2016, Weingut Hannes Reeh, Andau – Neusiedlersee
  • Pinot Noir 2016: Pinot Noir Ried Holzspur 2016, Weingut Johanneshof Reinisch, Tattendorf – Thermenregion
  • St. Laurent 2016: St. Laurent Ried Altenberg 2016, Weingut Walter Glatzer, Göttlesbrunn – Carnuntum
  • Syrah 2016: Syrah Ried Kirchtal Reserve 2016, Weingut Artner, Höflein – Carnuntum
Michael Kerschbaum
Michael Kerschbaum

Foto beigestellt

Falstaff Reserve Trophy 2018

Es war in den vergangenen 39 Jahren stets das Bestreben der Falstaff-Redaktion, die Winzer zu ermutigen, ihre Rotweine nicht zu früh, sondern nach einer ausreichenden Reifeperiode auf den Markt zu bringen – eine Einstellung, die von der großen Mehrheit der Rotweinproduzenten längst als Selbstverständlichkeit übernommen wurde. Deshalb wurde vor einigen Jahren entschieden, auf dieses Phänomen mit einer speziellen Auszeichnung, der heuer bereits zum 16. Mal vergebenen Kategorie »Reserve Trophy«, zu reagieren. Die Grundbedingung für eine Teilnahme an dieser Kategorie ist die Tatsache, dass ein Wein frühestens drei Jahre nach dem Erntezeitpunkt auf den Markt gebracht wird und daher an der regulären Falstaff-Prämierung nicht teilnehmen kann.

Die Gewinner der diesjährigen Falstaff Reserve Trophy sind:

1. Platz: Cuvée Kerschbaum 2015, Weingut Paul Kerschbaum, Horitschon - Mittelburgenland
2. Platz: Werner Achs 2015, Weingut Werner Achs, Gols – Neusiedlersee
3. Platz – ex aequo: Blaufränkisch Ried Kleinhöfleiner Setz 2015, Weingut Kollwentz, Großhöflein – Leithaberg & Blaufränkisch Grande Reserve V-MAX 2015, Rotweingut Prickler, Lutzmannsburg – Mittelburgenland (Anm.: alle Weine mit 96 Falstaff-Punkten, aber kleinen Unterschieden bei den Nachkommastellen)

Die Renner-Schwestern Susanne und Stefanie reüssieren mit »Waiting for Tom«
Die Renner-Schwestern Susanne und Stefanie reüssieren mit »Waiting for Tom«

© Philipp Horak


Junge Rote im Rotwein Grand Prix 2018

Da die Kategorie Junge Rotweine im alltäglichen Konsum eine bedeutende Rolle spielt und sich der bisher durchgeführte Zweigelt Grand Prix am Markt sehr bewährt hat, war es nur naheliegend, diesen Bereich auf eine breitere Basis zu stellen. Das Angebot der Preis-Leistungs-Weine ist hier so groß wie in keinem anderen Bereich, hier bekommt man, speziell aus einem für Rotwein qualitativ durchaus vorteilhaften Jahrgang wie 2017, wirklich sehr viel für sein Geld geboten.

Die Grand Prix Sieger im Überblick

1. Platz Cuvée: Waiting for Tom 2017, Weingut Renner & rennersistas, Gols – Neusiedlersee
1. Platz Blaufränkisch: Blaufränkisch Classic 2017, Iby Bio Rotweingut, Horitschon – Mittelburgenland
1. Platz Blauer Zweigelt: Zweigelt Neuland 2017, Weingut Franz Schindler, Mörbisch – Leithaberg

Die höchsten Punkte bei den roten Jungweinen erzielten die »rennersistas« aus Gols mit Waiting for Tom 2017 in der Gruppe der Cuvées.

HINTERGRUND: Die Sieger im Portrait

Der Jahrgang 2016 im Fokus

Der Jahrgang 2016 hatte es wettermäßig ziemlich in sich und bereitete auch den heimischen Rotweinerzeugern einiges Kopfzerbrechen. Frostschäden vor allem im Seewinkel und das Hagelunwetter Ende Juni im Golser Raum, im Mittel- und im Südburgenland führten zu Ernteausfällen von 50 Prozent zur üblichen Erntemenge. Im Gegensatz zu Niederösterreich setzte im Burgenland der Lesebeginn sogar etwas früher als im Vorjahr ein, und nicht nur in den beeinträchtigten Gebieten wurde die Ernte schon relativ zeitig abgeschlossen. Das geerntete Traubenmaterial gab durchaus Anlass zur Freude: gute Ausreifung, eine schöne reife Säure sowie niedrige pH-Werte erlaubten eine saubere Vinifizierung, gerade auch bei den mikrobiologisch diffizileren Maischegärungen der Rotweine. Das Resultat der enormen Bemühungen sind sehr fruchtige und sortentypische Weine mit gutem, aber nicht zu üppigem Körper. Dies gilt sowohl für die roten Leitsorten Zweigelt als auch für Blaufränkisch. Eine schöne und ausgewogene Säure unterstützt die Fruchtigkeit, während der mittlere Alkoholgehalt für angenehmen Trinkspaß sorgt. Die Rotweine aus 2016 sind durch die Bank bereits zugänglich, und durch ihre schlankere Stilistik finessenreiche Speisenbegleiter.


Falstaff Rotweinguide 2019

Im Rahmen der Rotweingala wurde auch der Falstaff Rotweinguide 2019 präsentiert. In diesem Guide veröffentlicht die Falstaff-Redaktion unter Chefredakteur Peter Moser die besten Rotweine Österreichs. Weine mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis sind gesondert ausgezeichnet. Der Falstaff Rotweinguide ist ab sofort im Handel bzw. auf www.falstaff.com/guides zum Preis von 14,90 Euro erhältlich.

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