Falstaff-Leser gegen Verramschung des Naschmarkts

Dieser Souvenir-Stand ist vielen ein Dorn im Auge.

© Falstaff / Degen

Dieser Souvenir-Stand ist vielen ein Dorn im Auge.

© Falstaff / Degen

Gerade zwischen den traditionellen Naschmarkt-Ikonen Gegenbauer und Urbanek hat sich vor kurzem ein überdimensionierter Souvenirladen breit gemacht. Anstatt hochwertiger Lebensmittel werden hier Billig-Souvenirs von Kühlschrankmagneten bis zu kitschigen Schneekugeln verkauft. Viele Wiener schütteln darüber den Kopf und sind entsetzt, wie sich der berühmteste Markt der Donaumetropole entwickelt. 

Es herrscht eine bunte Angebotsvielfalt vor, die nicht immer mit Genuss und Kulinarik zu tun hat. Die Falstaff-Redaktion nahm die aktuelle Diskussion zum Anlass, um die Community zu fragen was sie davon hält. Binnen einer Woche wurden weit über 1000 Stimmen abgegeben. Das Ergebnis ist mehr als eindeutig. Satte 80 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass genussferne Waren verboten werden sollten. 23 Prozent sind sogar der Meinung, dass es nur um Lebensmittel gehen solle, selbst Gastronomie dürfe nur am Rande existieren.

17 Prozent vertreten die Ansicht, dass ein Markt Vielfalt brauche und dass ein gewisser Anteil an diversen Shops zulässig sei. Und nicht einmal drei Prozent finden, dass es keinerlei Reglementierung bedürfe, die freie Marktwirtschaft würde das schon regeln. Wenn es also nach der Mehrheit der Falstaff-Leser ginge, dürfte ein greller Souvenirladen am Naschmarkt nicht genehmigt werden.

Hier die Detailergebnisse der Umfrage:

Marktordnung

Das Thema Naschmarkt hat dieses Jahr schon mehrfach die Gemüter erhitzt: Flohmarkt, Radweg, Parkplätze und eine neue Marktordnung haben heftige Diskussionen zwischen Standlern, Anrainern und Konsumenten ausgelöst. Die neue Marktordnung führte unter anderem auch Bestimmungen ein, welche die Flächenaufteilung von Gastronomie, (Lebensmittel)handel und Lebensmittelhandel mit Nebenrechten klar regeln sollten. Demnach müssen Wiens Märkte grundsätzlich folgender Zusammensetzung entsprechen: maximal 40 Prozent Gastro, maximal 40 Prozent Lebensmittelhandel mit Nebenrechten und mindestens 20 Prozent Lebensmittel, Waren aller Art und Dienstleistungen. Derartige »Waren aller Art« können ganz offensichtlich aber auch das Gesamtbild eines Marktes stören.

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