Falstaff Gourmet Kritik: kalt/warm

»Gasthaus zur Dankbarkeit«: tolle Reaktion.

© Steve Haider

»Gasthaus zur Dankbarkeit«: tolle Reaktion.

»Gasthaus zur Dankbarkeit«: tolle Reaktion.

© Steve Haider

http://www.falstaff.at/nd/falstaff-gourmet-kritik-kaltwarm-60/ Falstaff Gourmet Kritik: kalt/warm Ein besonders verständnisvoller Gastgeber oder ein Restaurantbesuch der im Spital endet – was Gourmetclubmitglieder von ihren Restaurantbesuchen berichten ist teilweise skurril. http://www.falstaff.at/fileadmin/_processed_/2/c/csm_dankbarkeit-c-steve-haider-2640_b6c620df27.jpg

17.000 Gourmetclubmit­glieder testen für den Falstaff Res­tau­rantguide 1400 Restaurants und senden uns ihre positiven und negativen Erleb­nisberichte. Hier ein kleiner Auszug.


Menschlichkeit an erster Stelle

Das »Gasthaus zur Dankbarkeit« in Podersdorf am See erwies sich Gästen gegenüber als besonders verständnisvoll.

»Erst neulich entschlossen meine Gattin und ich uns relativ kurzfristig, das ›Gasthaus zur Dankbarkeit‹ zu besuchen. Eine Reservierung mit kleiner Wartezeit wurde uns telefonisch sogleich zugesichert. Als wir eintrafen, wurde uns das Warten mit einem Gläschen Sekt und Wasser verkürzt. Leider mussten wir bereits nach der Vorspeise den Besuch abbrechen, da meine Frau schwere Kreislaufprobleme plagten. Obwohl auch die Hauptspeisen bereits bestellt waren und sich vermutlich schon in Vorbereitung befanden, wurden uns lediglich das Gedeck und die Vorspeisen verrechnet. Sogar ein Taxi wurde gerufen. Eine wirklich großartige Reaktion, vielen Dank dafür!«


Ein Abend, der keine Wünsche offen ließ

Im »Grace« in Wien wurden Gourmetclubmitglieder kulinarisch auf höchstem Niveau verwöhnt.

»Bei unserem Besuch im viel gelobten ›Grace‹ wurden wir nicht enttäuscht. Service und Personal präsentierten sich aufmerksam und freundlich. Getränke und Speisen wurden in idealen Abständen serviert. Die Speisen waren von höchster Qualität, zudem war es möglich, eigene Gerichte trotz überschaubarer Karte zusammenzustellen. Auch die Weinkarte überzeugte, ein korkender Wein wurde umgehend ausgetauscht. Wirklich große Klasse.«

»Grace«: tolles Essen und großartiger Service.


Tapas vom Feinsten

Häppchenweiser Genuss und gemütliche Stimmung im »Der Fuchs und die Trauben« in Wien.

»Neulich waren wir zu sechst bei ›Der Fuchs und die Trauben‹ in Wien. Das kleine Lokal besticht durch seine Gemütlichkeit und sein freundliches Personal. Wir kosteten alle Tapas einmal quer durch. Diese waren nett angerichtet, köstlich im Geschmack und von hervorragender Qualität. Für den Hauptgang entschieden wir uns für Burger mit hausgemachten Saucen. Auch die vegetarische Variante mit Pilzen und Halloumi überzeugte. Lediglich an der Temperatur der Buns könnte gearbeitet werden, diese waren für uns eine Spur zu kalt. Die Cocktail- und Weinkarte ist zwar überschaubar, aber gut gewählt. Wir
kommen gerne wieder.«

»Der Fuchs und die Trauben«: Essen vom Feinsten.


Kein Gehör für Gäste

Ein Besuch bei »Zum Edi« in Gutau wurde zu einem wenig erfreulichen Erlebnis für Gourmetclubmitglieder.

»Meine fünfjährige Tochter sprach keiner der Kinderteller an, weshalb wir nach Pasta mit Tomatensauce fragten. Da dies leider nicht möglich war, bestellten wir Pasta mit Champignonrahm und Mangold, baten jedoch, Letzteren wegzulassen. Als das Gericht doch mit Mangold serviert wurde, mussten wir es leider zurückschicken. Beim Zahlen stellten wir fest, dass uns die Speise verrechnet wurde. Erst beim Gehen bekamen wir Gelegenheit, den Chef zu sprechen. Dieser meinte, dass er die Geschichte nun von zwei Seiten gehört habe und nicht wisse, wem er glauben solle. Schade, ich dachte eigentlich immer, der Gast sei König.«

»Zum Edi«: enttäuschende Gastgeber.


Vom Restaurant ins Spital

Ein Essen im »Figls« in Wien hatte für einen Gast gesundheitliche Folgen.

»Neulich waren meine Lebesgefährtin und ich zu Gast im ›Figls‹. Da sie kein Gluten verträgt, erkundigten wir uns bei ihrem Gericht diesbezüglich. Der Service bestätigte, dass kein Gluten enthalten sei. Zwei Stunden nach dem Besuch wurde sie ins Spital eingeliefert. Wir hatten bereits bei den ersten Anzeichen das Restaurant kontaktiert, um erneut nach den Inhaltsstoffen zu fragen. Unsere Annahme wurde bestätigt, in der Suppe befand sich doch Mehl, scheinbar war das Gericht falsch gekennzeichnet. Am nächsten Tag konfrontierte ich die Geschäftsführerin des Lokals damit, dieser wurde von der Küche versichert, dass die Suppe ohne Mehl sei. Die Nacht im Spital lässt leider Gegenteiliges vermuten.«


Patschnass im Triad

Ein angenehmer Besuch im »Triad« in Krumbach fiel sprichwörtlich ins Wasser.

»Da das Wetter schön war und sich der reservierte Tisch in der Gaststube befand, wechselten wir auf die Terrasse. Plötzlich bewegte ein Windstoß die Schirme und ein Schwall Regenwasser ergoss sich über uns. Die Bedienung lachte nur, man holte einen Besen und stieß gegen die Schirme. Diesmal ergoss sich Wasser über die Jacke und Tasche meiner Gattin. Erneut keinerlei Reaktion der Gastgeber, man bot uns lediglich einen anderen Tisch an. Als wir Platz nahmen, fragte der Kellner nur: ›Na, habt ihr schon wieder den Tisch gewechselt?‹ Unsere Kleidung war nass, von einer Entschuldigung und Hilfe keine Spur. Selbst die anwesende Chefin ließ die Situation kalt.«


Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff ­zugesandte Berichte aus Platzgründen für die ­Veröffentlichung zu kürzen. 

Haben auch Sie ein bemerkenswertes Restauranterlebnis, das Sie uns schildern möchten? Dann schreiben Sie uns an redaktion@falstaff.at.

ERSCHIENEN IN

Falstaff Nr. 05/2018
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