Falstaff Gourmet Kritik: kalt/warm

»Bootshaus«: Top-Küche mit regionalem Bezug.

© www.traunseehotels.at

»Bootshaus«: Top-Küche mit regionalem Bezug.

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17.000 Gourmetclubmit­glieder testen für den Falstaff Res­tau­rantguide 1400 Restaurants und senden uns ihre positiven und negativen Erleb­nisberichte. Hier ein kleiner Auszug.


Innovation und Regionalität

Im »Bootshaus« am Traunsee setzt man auf Frische und Qualität.

»Kürzlich besuchten wir das ›Bootshaus‹. Bereits die kulinarischen Grüße aus der Küche kündigten Großes an und schürten unsere Erwartungen. Wir wurden nicht enttäuscht: Von innovativ bis bodenständig war alles dabei, die Produktvielfalt und der regionale Bezug begeisterten. Die vielfältigen Gerichte mit fangfrischem Fisch aus der Traun überzeugten besonders. Nicht nur die Speisen, auch der Service war makellos und beeindruckte mit höchster Kompetenz. Das Ambiente auf der Terrasse bei Sonnenuntergang war zudem unschlagbar.«


Außerordentlicher Service

Der Gasthof »Bramosen« besticht mit Kulinarik und exzellentem Service.

»Neulich machten wir uns mit Bekannten entlang des schönen Wanderwegs von Weyregg auf zum Gasthof ›Bramosen‹. Wir nahmen einen Platz auf der Sonnenterrasse ein, genossen freundlichen Service, gute Speisen und fühlten uns wohl. Da unsere Frauen bereits zu erschöpft waren, fragten wir bei der Rezeption nach einem Taxi. Die nette Dame erklärte, dass ein Taxi leider um die 100 Euro kosten würde, da es aus einer Ortschaft in der Umgebung kommen müsste. Wir berieten uns, bis schließlich eine nette Dame sich kurzerhand bereit erklärte uns ­einfach zurückzufahren. Dieser einzigartige Service beeindruckte und freute uns sehr. «


Kulinarik und Ambiente auf den Punkt gebracht

»Das Fritz« am Neusiedler See überzeugte Gourmetclub-Mitglieder.

»Letzten Monat verbrachten wir einen sensationellen Abend im ›Das Fritz‹. In modernem, stimmigem Ambiente konsumierten wir lukullische Schmankerln wie Fischsuppe und Gänseleber. Der Service präsentierte sich ausgesprochen aufmerksam und zuvorkommend. Die Küchenleistung war unserer Ansicht nach in jedem Fall auf Haubenniveau, und die Weinauswahl bestach durch ein differenziertes, regionales Angebot und eine faire Kalkulation. Die wunderbare Atmosphäre bei Sonnenuntergang rundete dieses kulinarisch erfreuliche Erlebnis gebührend ab.«

»Das Fritz« beeindruckte seine Gäste auf ganzer Linie.


Mageres Engagement

Auch die idyllische Lage konnte nicht über die Leistung des Lokals hinwegtrösten.

»Meine Freundin und ich besuchten das ›Selbstverständlich‹ an der Alten Donau. Wir mussten sehr lange warten, bis unsere Bestellung aufgenommen wurde. Gäste, die nach uns gekommen waren, wurden vor uns bedient, obwohl der Kellner uns wahrgenommen hatte, da er uns den Tisch zugewiesen hatte. Wir entschieden uns für Eiernockerln und Chickenburger. Das Hühnerlaibchen stammte vermutlich aus der Tiefkühltruhe, von frischem Fleisch keine Spur. Bei den Eiernockerln waren die Eier nicht gestockt und somit noch flüssig. Beide Speisen mundeten nicht einmal ansatzweise. Immerhin wurden uns die reklamierten Eiernockerln nicht verrechnet.«


Kulinarisches Trauerspiel

Ein Dinner der Cateringfirma »Der Reisinger« konnte nicht überzeugen.

»Vor einer Theatervorstellung im Schloss Kobersdorf servierte man uns ein Menü von ›Der Reisinger‹-Catering. Der Preis der Verköstigung lag bei 40 Euro, das Niveau hingegen wäre sowohl optisch als auch kulinarisch keine 20 Euro wert gewesen. Die gebotenen Speisen wurden lieblos angerichtet und waren entweder geschmacklos, ungenießbar oder von undefinierbarer Gestalt und Konsistenz. Die Gerichte waren dermaßen zerkocht, dass man etwa einen Stangensellerie als solchen nur noch erahnen konnte. Das Kokoshendl war ebenfalls kaum zu er­kennen. Lediglich die netten Kellnerinnen blieben uns positiv in Erinnerung.«

Enttäuschende Performance von »Der Reisinger«.


REAKTION

Das Catering von »Der Reisinger« sorgte bei Gourmetclubmitgliedern für Enttäuschung.

Inhaber Gerald Reisinger nimmt zur Kritik Stellung: »Leider erreichte uns diese Beschwerde einen Tag zu spät, vor Ort hätten wir gleich reagieren können – mit neuen Speisen. An jenem Tag hatten wir eine größere Gruppe bei uns zu Gast, diese hat sowohl Speisen als auch die Auswahl der Gerichte gelobt. Wo Menschen arbeiten, da können Fehler passieren. Ich würde es wünschenswert finden, wenn sich Gäste bei Unzufriedenheit direkt an den Restaurantleiter, Wirt oder Koch wenden, denn nur so können Fehler gleich an Ort und Stelle korrigiert werden.«


Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff ­zugesandte Berichte aus Platzgründen für die ­Veröffentlichung zu kürzen. 

Haben auch Sie ein bemerkenswertes Restauranterlebnis, das Sie uns schildern möchten? Dann schreiben Sie uns an redaktion@falstaff.at.

ERSCHIENEN IN

Falstaff Nr. 06/2018
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