Falstaff Gourmet Kritik: kalt/warm

»Die Weinbank«: tolles Essen und Gastfreundlichkeit.

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»Die Weinbank«: tolles Essen und Gastfreundlichkeit.

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17.000 Gourmetclubmit­glieder testen für den Falstaff Res­tau­rantguide 1400 Restaurants und senden uns ihre positiven und negativen Erleb­nisberichte. Hier ein kleiner Auszug.


Ein Nachmittag voller Genuss für die ganze Familie

Künstlerisches Treiben und Menüs für alle Sinne im Restaurant »Die Weinbank« in Ehrenhausen.

»Neulich verbrachten wir zusammen mit Freunden und unseren Kindern einen kulinarischen Nachmittag der Extraklasse im Restaurant ›Die Weinbank‹. Es wurde nicht nur Rücksicht auf eventuelle Intoleranzen der Erwachsenen genommen, sondern ebenfalls auf die Vorlieben der Kleinen. Meine Tochter erhielt auf Wunsch Rinderfilet, welches jedoch regulär nicht auf der Karte vertreten war. Vor Begeisterung bedankte sie sich beim Koch mit einem selbst gemalten Bild. Er freute sich so sehr, dass er es sogar auf seiner Facebook-Wall postete. Ein wahrer Meisterkoch mit Liebe zu Kindern.«


Persönliche Einblicke und erstklassiger Service

Im »Dining Ruhm« in Wien erläutert das junge Team höchstpersönlich die Philosophie des Hauses.

»Bei unserem Besuch im ›Dining Ruhm‹ wurden wir freundlich in nettem Ambiente empfangen. Die Speisen wurden spannend zusammengestellt und präsentierten sich geschmacksintensiv. Die herausragende Qualität des Fischs muss an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden. Auch bei der Wahl der Weine beweist das Restaurant den richtigen Riecher: Die Zusammenstellung der Weinkarte ist bewusst reduziert gewählt, dafür mit besonderem Bedacht auf eine exklusive, abwechslungsreiche Auswahl. Zur Verabschiedung plauderte der Lokalbesitzer noch ein bisschen aus dem Nähkästchen und über die Qualitätsphilosophie des Hauses.«

»Dining Ruhm«: schönes Ambiente und tolle Weine.


Ein fantastischer Abend in familiärer Atmosphäre

Das »Johanns« in Bruck a. d. Mur begeistert mit Wohnzimmeratmosphäre und persönlichem Engagement des Kochs.

»Bei einem Besuch im ›Johanns‹ erlebten wir einen kulinarischen Aufenthalt der Spitzenklasse. Die Menüs waren geschmacklich herausragend, ein Highlight war die Vorspeise mit selbst gemachter Rehbratwurst und Rehleberkäse. Meine Frau bekam aufgrund ihrer Unverträglichkeiten sogar ein eigenes Menü serviert. Küchenchef Mike Johann war stets bei uns am Tisch präsent.Bei Käseteller und Weinbegleitung blieben keine Wünsche offen. Ein toller Abend!«

Kulinarische Gaumenfreuden im »Johanns«.


Gäste mussten sich selbst um Rechnung kümmern

Im Restaurant »Schmidhofer im Palais« überzeugen weder die Kulinarik noch das Servicepersonal.

»Kürzlich besuchten wir das ›Schmidhofer im Palais‹ in Graz. Zwar bestellten wir ›nur‹ das Mittagsmenü, dennoch hatten wir bei dem gehobenen Preis des Menüs deutlich mehr erwartet. Schon die Vorspeise enttäuschte: ein grüner Salat mit Büffelmoz­zarella, spärlich garniert mit Balsamico-Creme. Das Personal präsentierte sich ebenfalls nicht von seiner besten Seite, es war weder freundlich noch aufmerksam. Drei Mal baten wir vergeblich um die Rechnung. Nachdem wir 25 Minuten gewartet hatten, wurden wir schließlich selbst aktiv und beglichen diese direkt am Empfang.«

»Schmidhofer im Palais«: enttäuschender Service.


Überfordertes Servicepersonal und mindere Qualität der Speisen

Im Laxenburger »Gallo Rosso« verbrachten Gourmetclub-Mitglieder einen wenig erfreulichen Abend.

»Anlässlich des Geburtstags meines Schwiegervaters besuchten wir das ›Gallo Rosso‹ in Laxenburg. Leider verlief der Abend in diesem vermeintlich italienischen Lokal katas­trophal. Da konnte auch das schöne Ambiente der Lokalität nichts mehr retten. Die Kellner schienen maßlos überfordert und hatten große Mühe, einzelne Gerichte voneinander zu unterscheiden. Das bestellte Fleisch wurde steinhart und auf kalten Tellern serviert, das Brot des angeblich italienischen Restaurants schmeckte wenig authentisch. Auch die Auswahl in der Weinkarte ließ zu wünschen übrig.«

Kaum italienisches Flair im »Gallo Rosso«.


REAKTION

Unfreundlicher Service: Enttäuschung bei Gästen im Salzburger »Paradoxon«.

Küchenchef Martin Kilga nimmt zu der Kritik Stellung: »Solch eine Kritik über sich, sein Team und seinen Betrieb zu lesen, ist nie sehr erfreulich. Es tut mir im Herzen leid, dass so etwas in meinem Haus passiert ist. Allerdings finde ich es schade, dass sich die Gäste nicht direkt an mich gewandt haben, dann hätte ich die Chance gehabt, sofort zu reagieren. So kann ich nur vermuten, wie es zu diesem Zwischenfall kommen konnte. Für mich ist Kritik etwas Positives, aus dem man viel lernen kann, allerdings nur, wenn sie auch direkt an mich gerichtet wird. Leider vermeiden wir Konfrontationen heutzutage gerne. Sehr schade.«

Serviceprobleme im Restaurant »Paradoxon«.

Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff ­zugesandte Berichte aus Platzgründen für die ­Veröffentlichung zu kürzen. 

Haben auch Sie ein bemerkenswertes Restauranterlebnis, das Sie uns schildern möchten? Dann schreiben Sie uns an redaktion@falstaff.at.

ERSCHIENEN IN

Falstaff Nr. 04/2018
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