Falstaff Gourmet Kritik: kalt/warm

»O Boufés«: sehr bemühtes Service.

© Gerhard Wasserbauer

»O Boufés«: sehr bemühtes Service.

© Gerhard Wasserbauer

17.000 Gourmetclubmit­glieder testen für den Falstaff Res­tau­rantguide 1400 Restaurants und senden uns ihre positiven und negativen Erleb­nisberichte. Hier ein kleiner Auszug.

 
Ursprünglich ausreserviert: Lokal bot von sich aus Tisch an

Zwei Gourmetclubmitglieder staunten nicht schlecht beim Top-Service des Restaurants »O Boufés« in Wien.

»Nach unserem letztjährigen Besuch im Restaurant ›Konstantin Filippou‹ wollten wir kürz­lich endlich auch das Zweitlokal ›O boufés‹ testen. Als wir dort relativ kurzfristig anriefen, um einen Tisch zu reservieren, war das Lokal bereits ausreserviert. Wir staunten nicht schlecht, als eine halbe Stunde später das Telefon klingelte und das Restaurant meinte, dass nun doch ein Tisch frei wäre – ohne dass ich darum gebeten oder explizit meine Nummer hinterlassen hätte. Was für ein Service! Wir genossen den Abend sehr und fühlten uns ­bestens betreut. Unser kulinarisches Highlight war die Nachspeise: weiße Schokolade mit Pomelo und Limetteneis. Herrlich!«

 
Herzliche Kellner und Lokal mit Handschlagqualität

Im Wiener »Steirerstöckl« wird man bereits beim zweiten Besuch wieder­erkannt und als Stammgast behandelt.

»Ich gehe immer wieder gerne ins ›Steirerstöckl‹ in Wien. Hier wird man nie enttäuscht und kann sich an zahlreichen steirischen ­Spezialitäten erfreuen. Ein Highlight sind die herzlichen Kellner. Uns hat man etwa bereits beim zweiten Besuch wiedererkannt und ganz selbstverständlich als Stammgäste behandelt. Auf diverse Unverträglichkeiten wird ganz unkompliziert eingegangen und ein individuelles Gericht aus den vorhandenen Komponenten zusammengestellt, was ebenso beachtenswert ist und in anderen Lokalen nicht oft gesehen wird. Da hier keine Kartenzahlung möglich ist, schickt man den Gästen gerne eine postalische Rechnung zu. Hier gilt noch Vertrauen und Handschlagqualität.«

Herzlichkeit pur: das »Steirerstöckl«.

 
Chefin überrascht zum Hochzeitstag mit Torte

Im »Pusswald« in Hartberg sorgte die Chefin mit kleinen Aufmerksamkeiten für einen unvergesslichen Abend.

»Anlässlich unseres 67. Hochzeitstags reservierten wir im ›Pusswald‹ in Hartberg einen Tisch. Es klappte alles einwandfrei. Vor Ort waren wir von Essen, Getränken und vor allem vom Service sehr angetan. Frau Pusswald hatte bemerkt, ohne irgendeine Äußerung unsererseits, dass wir unseren Hochzeitstag feierten. So überraschte sie uns kurzerhand mit einem Tortenstück inklusive Sprühkerze und gratulierte herzlich. Abge­sehen davon, hat sie meiner Frau beim Ver­lassen des Lokals auch eine wunderschöne Rose mit auf den Nachhauseweg gegeben. Wir versprechen wiederzukommen und Freunde mitzubringen. Vielen Dank!«

»Pusswald«: Gäste werden verwöhnt.

 
Geräuschkulisse störte Romantik-Dinner

Zu laut: Im »La Mia« verstehen sich Gäste nicht einmal, wenn sie sich direkt gegenübersitzen.

»Vor kurzem war ich mit meiner Frau im Restaurant ›La Mia‹ in Wien essen. Sehr schade: Eine einladende Speisekarte, italienisches Ambiente, eine sehr gute Küche und absolut bemühter Service konnten beim besten Willen nicht darüber hinweghelfen, dass man sich selbst auf kurze Distanz nur lautstark unterhalten konnte. Dabei war das Lokal nur halbvoll und keine Gäste anwesend, die sich ungebührlich verhalten hätten. Die Geräuschkulisse hat die sonst stimmungsvolle Atmosphäre leider komplett zerstört. In so einem Fall kann man nach dem Essen nur einen Lokalwechsel vornehmen, anstatt noch eine Flasche Wein zu bestellen!«

Zu laut: das »La Mia« in Wien-Neubau.

 
Gipfel an unfreundlichkeit im »Petz im Gußhaus«

Ein Zuckerlpapier in einem Aschenbecher erzürnte den Kellner. Daraufhin beleidigte er die Gäste, die das Lokal sofort verließen.

»Neulich im ›Petz im Gußhaus‹: Ich fragte mit meiner Freundin nach einem Tisch, der uns von einer Servicekraft unwirsch zugewiesen wurde. Als meine Freundin den Mantel auszog, ent­ledigte sie sich eines kleinen Zuckerlpapiers im nächststehenden Aschenbecher. Woraufhin derselbe Herr Ober sie frech zurechtwies, was sie sich doch einbilde und dass sie kein Benehmen habe. Hier ging es wohlgemerkt um einen Aschenbecher, der auf der Theke stand. Daraufhin wurden wir 15 Minuten lang nicht bedient. Als ich aufstand und dem Herrn Ober sagte, dass wir bestellen und nicht so unfreundlich behandelt werden möchten, meinte dieser lapidar, dass wir daran selbst schuld seien. Denn Gäste, die kein Benehmen hätten (das Zuckerlpapier im Aschenbecher), sollten auch ruhig auf ihre Bestellung warten. Wir standen auf und verließen das Lokal. Dieser Gipfel an rudimentärer Nicht-Serviceleistung, Ignoranz und Präpotenz bei einem Restaurantbesuch war eine neue Erkenntnis für mich. Diese Art Servicepersonal hat nichts in der Gastronomie verloren.«

»Petz im Gußhaus«: unfreundlicher Kellner.

 

REAKTION

Holzsplitter im Essen: Gäste wunderten sich über Service-Reaktion im »Schloss Dürnstein«. Die Chefin nimmt Stellung.

Reservierung lief schief, lange Wartezeit und Holzsplitter im Essen, woraufhin der Kellner die Speise mit den Fingern untersuchte. Die Chefin Maria Katharina Thiery-Schroll nimmt Stellung: »Wir bemühen uns, Pilze und Eierschwammerl, so wie alle anderen Lebensmittel, sehr sorgfältig zu verarbeiten. Trotzdem kann es passieren, dass speziell bei Eierschwammerln sich einmal eine Tannennadel oder Ähnliches verirrt. Das tut uns sehr leid und sollte nicht vorkommen. Was aber sicher nicht den Tatsachen entspricht, ist, dass Sie eine Stunde auf eine Speise ­warten mussten. Falls Sie die Rechnung noch haben, könnten wir die exakte Wartezeit feststellen. Was an der Frage falsch ist, ob Sie eine andere Speise haben möchten oder nochmal dasselbe, können wir jedenfalls nicht verstehen.«

Schloss Dürnstein

Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff ­zugesandte Berichte aus Platzgründen für die ­Veröffentlichung zu kürzen. 

Haben auch Sie ein bemerkenswertes Restauranterlebnis, das Sie uns schildern möchten? Dann schreiben Sie uns an redaktion@falstaff.at.

ERSCHIENEN IN

Falstaff Nr. 08/2017
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