Falstaff Gourmet Kritik: kalt/warm

Großartige Küche im »Punks«

© Reisebüro ARG67

Großartige Küche im »Punks«

Großartige Küche im »Punks«

© Reisebüro ARG67

17.000 Gourmetclubmitglieder testen für den Falstaff Restaurantguide 1400 Restaurants und senden uns ihre positiven und negativen Erlebnisberichte. Hier ein kleiner Auszug.


HERZLICHER UND KOMPETENTER SERVICE IM »PUNKS«

Gourmetclubmitglieder bekamen im »Punks« in der Wiener Josefstadt kompetente Beratung und ein Achterl aufs Haus. 

»Vor Kurzem war ich mit meinem Freund im Wiener ›Punks‹ – ein kulinarisches Erlebnis der Extraklasse! Die Atmosphäre, vor allem an den kleinen Tischen vor dem Lokal, ist wirklich originell. Was mich besonders begeistert hat, war, dass die Kellnerin uns zu jedem Gericht erklären konnte, woher die Zutaten stammen und wie es zubereitet wird. Zu guter Letzt bekamen wir, als wir unsere Weine ausgetrunken hatten, noch einen kostenlosen ›Aufguss‹. Danke für den schönen Abend!«

plus


KÜCHENCHEF ERKLÄRTE FAST JEDEN GANG PERSÖNLICH

Die »Griggeler Stuba« im Vorarlberger Lech überzeugte zwei Gäste mit perfektem Service und hervorragender Küche. 

»Tolles Wohlfühlambiente in der ›Griggeler Stuba‹ in Lech. Der Sommelier überraschte uns an diesem Abend mit perfekten Weinempfehlungen und der Möglichkeit, mit ihm ein wenig zu fachsimpeln. Auch der Service war hervorragend. Zudem waren wir von der Küche von Thorsten Probost begeistert. Es gab etwa ›Juhu‹-Rind mit trinkbarem Kartoffelpüree. Außergewöhnlich: Herr Probost erklärte fast jeden Gang selbst, erklärte seine Küchenphilosophie und plauderte mit uns. Zudem hat man uns die verwendeten Kräuter separat vorgestellt und ›pur‹ verkosten lassen. Ein gelungener Abend, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.«

Plauderei mit dem Chefkoch in der »Griggeler Stuba«.

Plauderei mit dem Chefkoch gab es in der »Griggeler Stuba«.

© Eddie Wölfl


REAKTION

Probleme mit der Rechnung verärgerten Gourmetclubmitglieder im »Kitch«. Der Geschäftsführer nimmt Stellung. 

Die Rechnung konnte nicht geteilt werden, und wegen des hohen Aufwands bei der Kreditkartenzahlung verzichtete eine Kellnerin im Wiener »Kitch« auf ihr Trinkgeld – wir haben in der letzten Ausgabe berichtet. Geschäftsführer Ibrahim Tosun reagiert nun auf die Vorwürfe: »Die Unannehmlichkeiten tun uns sehr leid und waren bestimmt nicht beabsichtigt. Das Missgeschick mit den vier separaten Rechnungen ist aufgrund der Registrierkasse aufgetreten. Wenn die Rechnung einmal eingetippt ist, ist es leider nicht mehr möglich, diese zu stornieren. Dies gilt auch beim Trinkgeld. Trennungen sind dann leider nicht mehr umsetzbar.«

In der Pizzeria »Kitsch« gab es Probleme mit der Registrierkasse.
In der Pizzeria »Kitsch« gab es Probleme mit der Registrierkasse.

Foto beigestellt


ENTTÄUSCHENDE SERVICE-LEISTUNG IM WIENER »STADTWIRT«

Beim »Stadtwirt« in Wien-Landstraße wurde zwei Mal das Falsche serviert – die Entschuldigung wirkte unbeholfen.»

Unser Besuch beim ›Stadtwirt‹ war ein durchwachsenes Erlebnis. Meine Mutter bestellte ein Kalbsbutterschnitzel, bekam aber ein Wiener Schnitzel serviert. Die Kellnerin bot nicht an, den Fehler zu korrigieren. Kurios war auch die Anmerkung des Kellners, bei dem wir bestellt hatten: ›Unter uns, das Wiener Schnitzel ist ohnehin besser.‹ Beim Dessert dann wieder: Meiner Mutter wurde das falsche Dessert serviert, dieses Mal bestanden wir auf das bestellte. Dann beschwerte sich auch noch der Kellner über die Fehlleistung seiner Kollegin – das fanden wir unangebracht, eine Entschuldigung hätte ausgereicht. Zumindest gab es den Aperitif aufs Haus.«

Falsche Gerichte wurden im »Stadtwirt« serviert.
Falsche Gerichte wurden im »Stadtwirt« serviert.

© Andi Bruckner


GÄSTE ABGEFERTIGT: VIER GÄNGE IN SECHZIG MINUTEN

Zwei Gourmetclubmitglieder haben mitbekommen, dass der Koch in der »Galerie« in St. Pölten noch dringend einkaufen musste.

»Anlässlich eines Geburtstags haben wir bereits vier Wochen im Vorhinein einen Tisch für zwei reserviert. Am besagten Abend war zwar nicht viel los in der ›Galerie‹ in St. Pölten, jedoch ist das noch lange kein Grund, uns regelrecht abzufertigen. In gerade einmal sechzig Minuten bekamen wir unsere vier à la carte bestellten Gänge serviert. Zufällig haben wir mitbekommen, warum – anscheinend hatte es der Küchenchef besonders eilig, weil er noch einkaufen gehen musste. Auch zu trinken wurde uns nichts mehr angeboten, weshalb wir unser Abschlussachterl in einem anderen Lokal getrunken haben. Das war bestimmt unser letzter Be­­such. Schade, denn das Essen war gut.«

In der »Galerie« hatte es der Küchenchef besonders eilig.
In der »Galerie« hatte es der Küchenchef besonders eilig.

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»DER GAST IST KAISER«? NICHT, WENN ES UM DIE ABRECHNUNG GEHT

Im Linzer »Pöstlingberg Schlössl« können große Gruppen nicht mehr getrennt zahlen – die Gäste sind verärgert. 

»Weil ich von der Küchenleistung immer begeistert war, wollte ich im Linzer ›Pöstlingberg Schlössl‹ einen Tisch für eine Gruppe von 14 Personen reservieren. Bei der Reservierungsbestätigung wurde mir mitgeteilt, dass über eine Gesamtrechnung abgerechnet werden müsse. Bei einem persönlichen Gespräch mit Chef Anton Gallistl meinte dieser, dass man jetzt eine eigene Linie eingeführt habe, und das Einzige, was er zugestehen könne, sei, die Gesamtrechnung durch 14 zu divi­dieren. Da ich das meinen Gästen nicht zumuten kann, meinte er, dass er lieber auf dieses Geschäft verzichte. ›Der Gast ist Kaiser‹ ist offensichtlich vorbei.«

Leider enttäuschend war der Besuch im »Pöstlingberg Schlössl«.
Leider enttäuschend war der Besuch im »Pöstlingberg Schlössl«.

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Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff zugesandte Berichte aus Platzgründen für die Veröffentlichung zu kürzen. Wenn auch Sie von »bemerkens­werten Erlebnissen« in Restaurants berichten können, senden Sie diese bitte an redaktion@falstaff.at.

Aus Falstaff Nr. 04/2016