17.000 Gourmetclubmit­glieder testen für den Falstaff Res­tau­rantguide 1400 Restaurants und senden uns ihre positiven und negativen Erleb­nisse. Hier ein kleiner Auszug.

 

 

 

Fortschrittlich & modern: das »Weinhaus arlt«
Die umfangreiche und digitalisierte Weinkarte auf dem iPad sorgt bei Gourmetclubmitgliedern für Begeisterung.
»Das Lokal ist ein Juwel der Wiener Gasthausszene – sowohl kulinarisch als auch in der Präsentation seines Weinangebots! Be­sonders innovativ finden wir die Weinkarte, die mittels ­iPad abgerufen werden kann. Jeder Gast erhält für die Auswahl ein eigenes Gerät, der Hausherr selbst steht für kompetente Weinempfehlungen gerne zur Verfügung. Der Service, der hier geboten wird, kann ohne Zweifel als zuvorkommend bezeichnet werden, wir fühlten uns wirklich sehr gut aufgehoben. Auch die Speisen sind exzellent: Als besondere Schmankerln sind mir hier der Gänsebraten und die luftig leichten Erdäpfelknödel in Erinnerung.
Wir kommen gerne wieder!«

Großes Lob für das »Pfefferschiff« bei Salzburg / Foto: beigestellt
Großes Lob für das »Pfefferschiff« bei Salzburg / Foto: beigestellt








Hohes Maß an Flexibilität, auch bei Gutscheinessen
Ein Gourmetclubmitglied ist vom ­»Pfefferschiff« in Hallwang begeistert, Service und Küche erfüllen alle Wünsche.
»Obwohl wir im Lokal einen Gutschein ­einlösen wollten und uns dementsprechend auf eine vorgeschriebene Menüzusammenstellung ­eingestellt hatten, wurden wir äußerst positiv überrascht: Da meine Begleitung nach fleischloser Kost fragte, wurde das Menü umgehend auf Fisch umgestellt. Der Service, der hier geboten wird, ist ebenso hervorragend. Dem Team muss ein großes Lob für diesen gelungenen ­Restaurantbesuch ausgesprochen werden!«


Empörung über den »jungWIRT« in Göttlesbrunn / Foto: beigestellt
Empörung über den »jungWIRT« in Göttlesbrunn / Foto: beigestellt








Schnecke im Essen! Und nach der Beschwerde Lokalverbot
Ein Gourmetclubmitglied wurde aus dem »jungWIRT« verwiesen, der Chef bezeichnete die Schnecke als »Haustier«.
»Zu meinem Entsetzen entdeckte ich beim Verzehr meines Zanders, dass sich eine Schnecke auf meinem Teller befand. Darauf angesprochen, servierte der Kellner den Teller kommentarlos ab, auf eine Entschuldigung wartete ich vergebens. Enttäuscht bat ich um die Rechnung. Laut dieser sollte ich das Zander-Gericht bezahlen, was ich nicht einsah, also urgierte ich beim Kellner eine Richtigstellung. Es kam zum Eklat: Der Wirt stürzte persönlich an den Tisch, teilte uns lautstark mit, dass wir überhaupt nichts mehr zu zahlen und Lokalverbot hätten. Die Schnecke, als ›unser (!) Haustier‹ bezeichnet, sollten wir ebenfalls gleich mitnehmen.«


Absoluter Flop: das »Livingstone« in der Wiener City / Foto: beigestellt
Absoluter Flop: das »Livingstone« in der Wiener City / Foto: beigestellt








Miserables Küchenmanagement und chaotischer Service
Zwei Gourmetclubmitglieder sind entsetzt: warmer Weißwein, kalte Beilagen und gestresste Kellner im »Livingstone«.
»Da kann selbst das gemütliche Ambiente nichts mehr gutmachen: Eine Wartezeit von 45 Minuten auf die Vorspeise haben wir noch akzeptiert, über das abgestandene Leitungswasser lässt sich streiten, doch beim lauwarmen Weißwein (den man vorher nicht probieren darf) hört sich der Spaß auf. Das Chaos ging weiter: Die Gerichte des Hauptgangs wurden nicht gleichzeitig serviert, sondern mit so großem Abstand, dass das Steak schon kalt war, als die Beilagen auf den Tisch kamen. Der Küchenchef wärmte das Steak dann auf (!), doch bis dieses warm war, waren die Beilagen kalt. Auf Nachfrage nach dem Chef kam niemand. Eine Katastrophe!«


Kein Platz für Sonderwünsche im »Appiano« in Wien / Foto: beigestellt
Kein Platz für Sonderwünsche im »Appiano« in Wien / Foto: beigestellt








Auf sechs Herdplatten
kein Platz für ein Spiegelei
Nicht das Gelbe vom Ei! Im »Appiano« in der Wiener Schottenbastei ist die Küche mit einem Sonderwunsch überfordert.
»Wir wurden freundlich empfangen, und der nette junge Kellner sagte uns, dass die Auswahl an vegetarischen Gerichten zwar begrenzt sei, man aber gern versuchen würde, unserem Sonderwunsch nachzukommen. Meine Begleitung orderte den angebotenen Blattspinat mit Erdäpfeln mit der Bitte um ein zusätzliches Spiegelei. Kurz darauf stand die Chefin des Lokals vor unserem Tisch und teilte uns in unangebracht lautem Tonfall mit, dass dies kein vegetari­sches Lokal sei. Außerdem hätte die Küche nur sechs Herdplatten für knapp 50 Gäste zur Verfügung. Wir wurden aufgefordert, uns für derlei Wünsche ein vegetarisches Restaurant zu suchen.«


Reaktion und Erklärung des »Procacci« / Foto: beigestellt
Reaktion und Erklärung des »Procacci« / Foto: beigestellt








REAKTION

»Procacci«-Chef entschuldigt sich für den Service-Fauxpas und das trockene Risotto – und will es besser machen.
Kinderlärm, ein trockenes Risotto und ein Kellner, der die Bitte, mit dem Wein zu warten, mit einem »Aha« quittiert und die Gläser befüllt – das erlebten Gäste des »Procacci«, die Kritik erschien in der vergangenen Falstaff-Ausgabe. Geschäftsführer Mino Zaccaria reagiert: »Kinder sind willkommen, und für das Risotto hätten wir Alternativen angeboten, wenn es reklamiert worden wäre.« Außerdem gebe es Mitarbeiter, deren Deutsch noch nicht perfekt ist – für das Missverständnis mit dem Wein entschuldigt er sich. Die Kritik sei ein Ansporn, die Standards zu diskutieren.

 
Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff zugesandte Berichte aus Platzgründen für die Veröffentlichung zu kürzen. Wenn auch Sie von »bemerkens­werten Erlebnissen« in Restaurants berichten können, senden Sie diese bitte an redaktion@falstaff.at.


Aus Falstaff Nr. 04/2013

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