17.000 Gourmetclubmit­glieder testen für den Falstaff Res­tau­rantguide 1400 Restaurants und senden uns ihre positiven und negativen Erleb­nisberichte. Hier ein kleiner Auszug.




Perfektes Zeitmanagement: drei Gänge in einer Stunde Großartige Serviceleistung im »Huth Stadtkrug«: Gäste mit wenig Zeit können dennoch drei Gänge genießen.
»Für jeden Service ist das eine echte Herausforderung: Wir besuchten zu viert das Restaurant, bestellten je drei verschiedene (!) Gänge und erklärten dann, dass wir nur eine Stunde Zeit hätten – weil wir uns dann auf den Weg ins Theater machen würden. Der Kellner (der einen großartigen Job machte) setzte daraufhin alle Hebel in Bewegung. Der erste Gang war sofort am Tisch, der zweite kam in angenehmem Zeitabstand hinterher und sogar das Dessert konnten wir stressfrei genießen. Kaum zu glauben: Exakt eine Stunde nachdem wir im Restaurant eingetroffen waren, verließen wir es wieder – das Timing hat wunderbar geklappt, wir kommen sicher wieder!«

»Monte Rosa«: Italiener mit sardischer Küche. / Foto beigestellt
»Monte Rosa«: Italiener mit sardischer Küche. / Foto beigestellt









Service macht kleinen Fehler gleich vergessen
Das »Monte Rosa« in Wien verrechnet Gästen den bestellten Wein nicht und gibt einen Limoncello aus.
»Erst vor kurzem haben wir diesen Italiener für uns entdeckt und waren sofort von der sardischen Küche begeistert, die zwar einfach, aber trotzdem hervorragend zubereitet ist. Uns haben es besonders die Calamari vom Grill und die zarten Lammkoteletts angetan. Als wir noch einen Wein nachbestellten und dieser nicht kam, erkundigten wir uns beim Personal danach. Postwendend wurde er seviert und als kleine Entschuldigung gar nicht verrechnet. Zum Abschluss gab es noch eine Grappa bzw. einen Limoncello aufs Haus. Wir kommen wieder!«
 

»Caramé«: Aufzahlen für teurere Gerichte nicht möglich. / Foto beigestellt
»Caramé«: Aufzahlen für teurere Gerichte nicht möglich. / Foto beigestellt

 

 

 

 

Eine teure Überraschung auf der Rechnung
Beim Tauschen von Menü-Gerichten konnte im »Caramé« nicht aufgezahlt werden, die Gänge wurden alle einzeln verrechnet.
»Ein sehr enttäuschender Besuch im ›Caramé‹. Wir haben uns alle für ein Menü entschieden, wollten aber vereinzelt Speisen austauschen. Auf Nachfrage haben wir die Auskunft be­­kommen, dass dies kein Problem sei, allerdings müsste man bei teureren Gerichten aufzahlen. Als wir dann die Rechnung bekommen haben, war es nicht möglich, diese zu teilen, da es viel zu lange dauern würde. Auch gut, so haben wir die Rechnung gemeinsam beglichen. Kaum gezahlt, hat unser Kellner auch schon das Lokal verlassen. Erst danach haben wir festgestellt, dass alle Speisen einzeln verrechnet worden sind. Schade, so konnten wir nicht einmal unseren Kellner zur Rede stellen!«
 

»Schloss Wolfsberg Stölzl« / Foto beigestellt
»Schloss Wolfsberg Stölzl« / Foto beigestellt

 

 

 

 

Nicht für jeden Gast wird die Tischdecke gewechselt
»Sie können ja die Flecken unter den Kaffeetassen verstecken«, sagt eine Servicekraft im »Schloss Wolfsberg Stölzl«.
»Wir wollten zu viert im ›Schloss Wolfsberg Stölzl‹ einen Kaffee trinken und den Ausblick genießen. Jedoch war es schon schwierig, überhaupt einen Tisch im Nichtraucherbereich zu bekommen, da dieser komplett für ein Hochzeits-Probeessen eingedeckt war. Schließlich haben wir dann doch noch einen Tisch ergattert, aber einen mit einer schmutzigen Tischdecke. Unseren Hinweis hat das Personal folgendermaßen kommentiert: ›Wenn Sie eh nur einen Kaffee trinken, dann tut es diese Tischdecke doch auch. Sie können ja die Flecken unter den Kaffeetassen verstecken.‹ Wenn so mit Gästen umgegangen wird, die ›nur‹ etwas trinken, dann können wir gerne darauf verzichten!«


»Artner am Franziskanerplatz«: Schwächen im Service. / Foto beigestellt
»Artner am Franziskanerplatz«: Schwächen im Service. / Foto beigestellt

 

 

 

 

Abgelaufenes Bier und Wein vom Nachbartisch
Gleich zwei Gourmetclubmitglieder be­­richten von ihren Erfahrungen im Wiener »Artner am Franziskanerplatz«.
»Ein Bier, das zwei Monate abgelaufen war, ein ›rare‹ bestelltes Steak, das nicht so daherkam, und Personal, das sich nicht mehr blicken ließ. Zwar wurde das abgelaufene Bier ersetzt und nicht verrechnet und das Steak – allerdings mit verzogenem Gesicht – ausgetauscht, aber alles in allem ein enttäuschender Besuch!«, be­­richtet ein Gast, ein weiterer meint: »Auf unseren karaffierten Preisinger-Wein wurde der deutlich günstigere Wein vom Nachbartisch draufgeschenkt. Es kam keinerlei Entschuldigung vom Service, ganz im Gegenteil, man versuchte, den Fehler zu kaschieren, indem nichts erwähnt wurde. War auch nicht nötig, man konnte es eindeutig schmecken.«

»Le Salzgries«: französisches Restaurant in Wien. / Foto beigestellt
»Le Salzgries«: französisches Restaurant in Wien. / Foto beigestellt

 

 

 

 

REAKTION
Eine getrennte Rechnung führte im Wiener »Le Salzgries« zum Eklat. Der Inhaber nimmt Stellung.
Die Rechnung zu teilen sei »unüblich«, wurde Gourmetclubmitgliedern beim Bezahlen gesagt. Nach einer Verwirrung bei der Rechnung habe sie der Chef angeschrien, sie sollten nie wieder in sein Lokal kommen – wir haben in der letzten Ausgabe in dieser Rubrik darüber berichtet. Inhaber Denis König nimmt Stellung zu diesem Vorfall: »Wir haben lediglich darauf hingewiesen, dass es einfacher wäre, wenn man den Wunsch nach einer getrennten Rechnung im Vorhinein bekannt gäbe. Einige Positionen sind dann nach einer missverstandenen Aussage nicht beglichen worden.«


Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff zugesandte Berichte aus Platzgründen für die Veröffentlichung zu kürzen. Wenn auch Sie von »bemerkens­werten Erlebnissen« in Restaurants berichten können, senden Sie diese bitte an redaktion@falstaff.at.

 

Aus Falstaff Nr. 04/2015

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