Gutschein als Entschädigung im Restaurant »Hanner« / Foto beigestellt
Gutschein als Entschädigung im Restaurant »Hanner« / Foto beigestellt

 

 

 


Restaurantbesitzer beweist Großzügigkeit
Ein Gast beschwert sich über die Speisen im Restaurant »Hanner« – und bekommt prompt eine sehr erfreuliche Antwort.
»Das nenne ich einmal eine großzügige Entschädigung! Nachdem ich mich per E-Mail beim Restaurant ›Hanner‹ in Niederöster­reich über meine fad und wässrig schmeckenden Speisen beschwert habe, hat mir Besitzer Heinz Hanner gleich persönlich geantwortet: Er bedauere es zutiefst, dass uns die Gerichte geschmacklich nicht zugesagt haben. Außerdem hat er sich auch dafür entschuldigt, dass der von uns gewählte Wein an diesem Abend nicht mehr verfügbar war. Am meisten haben meine Frau und ich aber über die letzte Zeile gestaunt: ›Als Wiedergutmachung erlauben wir uns, Ihnen einen Sorry-Genuss-Gutschein im Wert von € 300,– zu übermitteln.‹«

Sympathisches Service im »Bierfreihof Napoleon« / Foto beigestellt
Sympathisches Service im »Bierfreihof Napoleon« / Foto beigestellt


Kellner überzeugt mit gutem Gäste-Gedächtnis
Mit Humor macht ein Kellner im Wiener »Bierfreihof Napoleon« kleine Service-Fehler wieder gut.
»Unser Salat mit Curry-Mandel-Dressing hat beim Lunch im ›Bierfreihof Napoleon‹ ungewöhnlich lange auf sich warten lassen – Gäste, die nach uns gekommen sind, haben ihre Gerichte sogar vor uns bekommen. Als Entschädigung hat uns der Kellner aber gleich auf die Getränke eingeladen und, was uns besonders gefreut hat, sich bei unserem nächsten Besuch an uns erinnert! ›Heute habe ich die Bestellung sofort an die Küche weitergeleitet‹, hat er uns augenzwinkernd wissen lassen.«

Das Restaurant »Regina Margherita« in Wien / Foto beigestellt
Das Restaurant »Regina Margherita« in Wien / Foto beigestellt

 

 

 

 

Begleitung wird vom Service ignoriert
Wegen eines vergesslichen Kellners mussten sich im »Regina Margherita« zwei Gäste Wein und Pizza teilen.
»Die Servicequalität im Wiener ›Regina Mar­gherita‹ ließ an diesem Tag leider etwas zu wünschen übrig. Der Kellner hat bei unserem letzten Besuch unsere Bestellungen zwar entgegengenommen, meine Begleitung aber ganz und gar ignoriert. Und so bekam ich eine Pizza, meine Freundin allerdings musste sich statt mit einer von ihr bestellten Pasta mit Bruschetta begnügen. Die Antwort auf unsere Reklamation: Wir hätten das ›sehr wohl‹ so bestellt. Danach war der Kellner für rund eine Viertelstunde nicht mehr zu sehen, weshalb wir uns, hungrig wie wir waren, sowohl Pizza als auch Bruschetta teilten. Alles nicht wirklich schlimm, aber auch nicht wirklich optimal.«

Backhendl ist nur knusprig ein Genuss / © Shutterstock
Backhendl ist nur knusprig ein Genuss / © Shutterstock

 

 

 

 

Backhendl trocken, Salat eintönig
Das angeblich »beste Backhendl Europas« aus dem »Herztröpferl« in Oggau erwies sich als eine ziemlich ­trockene Angelegenheit.
»Wir bekamen aufgrund unserer Reservierung einen besonders schönen Tisch im Gastgarten zugewiesen, was danach folgte war weniger angenehm. Wir bestellten das in der Speisekarte als ›bestes Backhendl Europas‹ angepriesene Backhendl und mussten vom Kellner erfahren, dass es nur ohne Haut serviert wird. Aus ›gesundheitlichen Gründen‹, wie uns der Kellner versicherte. Das Ergebnis war leider dementsprechend trocken. Und der ›gemischte Beilagensalat‹ bestand nur aus Wintersalaten (Bohnen, Kraut etc.). Schade, da doch das Burgenland im Sommer jede Menge Paradeiser, ­Gurken oder Paprika zu bieten hätte.«

Der »Knappenhof« in Niederösterreich / Foto beigestellt
Der »Knappenhof« in Niederösterreich / Foto beigestellt



REAKTION

Gäste mussten den »Knappenhof« (NÖ) hungrig verlassen – nun entschuldigt sich die Chefin des Hauses.
Geschrei aus der Küche, 45 Minuten Wartezeit auf die Vorspeise, eine falsche Hauptspeise und der Rat des Kellners, besser keine Nachspeise mehr zu bestellen – das erlebten Gourmetclubmitglieder im Restaurant »Knappenhof«. Die Gäste am Nachbartisch habe es noch schlimmer getroffen, sie hätten von ihrem Vier-Gänge-Menü nur die Vorspeise erhalten. Wir berichteten in der vergangenen Ausgabe in dieser Rubrik darüber.

Die Chefin des Hauses, Brigitte Klenner-Kaindl, nimmt nun Stellung zu diesem Vorfall: »Herzlichen Dank für die Möglichkeit einer Rechtfertigung bezüglich Ihres Artikels in der Rubrik ›Kalt‹ über den ›Knappenhof‹. Wir entschuldigen
uns für diese einmalige Situation am ›Knappenhof‹ zu Beginn der Festspielzeit. Unser Küchenchef war an diesem ersten Dienstag in der Hauptsaison nicht im Haus, ein ganz neuer Aushilfskoch war den ersten Tag im Dienst. Dieser war komplett überfordert, und ich als Chefin musste ausnahmsweise dringend nach Wien. Da wir nur im Juli zu den Reiche­nauer Festspielen mehr als 4000 Menschen kulinarisch versorgen, ist es bedauernswert, dass das passiert ist, allerdings haben wir nichts verrechnet. Vielleicht hätte ich diese entgleiste Situation retten können, denn normalerweise bin ich immer im Haus. Eine Verkettung von außergewöhnlichen Umständen! Daher überlegen wir, ob wir in der nächsten Festspielzeit überhaupt neben der Halbpension für unsere Hausgäste ein viergängiges Degus­tationsmenü vor der Vorstellung unter Zeitdruck noch anbieten werden.

Unser Restaurant ist täglich nach den Vorstellungen bis 2 Uhr früh geöffnet,
Küchenbestellungen werden bis 23 Uhr angenommen, da gibt es reichlich Zeit, unsere Haubenküche zu genießen. Elf Monate im Jahr sind wir um unsere Gäste außerordentlich bemüht und machen oft Unmögliches möglich. Die Festspielzeit ist ganz schwierig zu bewältigen. Mit besten Grüßen bedauern wir natürlich diesen Vorfall und würden uns über einen Besuch außerhalb der Festspielzeit sehr freuen.«


Die Redaktion behält sich vor, dem Falstaff zugesandte Berichte aus Platzgründen für die Veröffentlichung zu kürzen. Wenn auch Sie von »bemerkens­werten Erlebnissen« in Restaurants berichten können, senden Sie diese bitte an redaktion@falstaff.at.

 

Aus Falstaff Nr. 07/2014

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