Etiketten-Diebstahl im Weingut Egon Müller-Scharzhof

Aus dem Weingut Egon Müller-Scharzhof wurden keine Flaschen entwendet – sondern Etiketten.

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Aus dem Weingut Egon Müller-Scharzhof wurden keine Flaschen entwendet – sondern Etiketten.

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Es ist ein Posting, das im ersten Moment ein Stirnrunzeln hervorruft: Einbrecher haben im Weingut von Egon Müller-Scharzhof Flaschen-Etiketten geklaut. Was zuerst geringen Sachverstand bei den Dieben vermuten lässt, wandelt sich schnell in das Gegenteil. Denn Etiketten der Trockenbeerenauslese eines hochkarätigen Weingutes zu stehlen, in die bereits laufende Flaschennummern eingedruckt wurden, könnte für die Diebe ein lukratives Geschäft werden..

Fake-Business

Weinfälscher sorgen immer wieder für Schlagzeilen mit ihren Versuchen, Weine mit nachgedruckten Etiketten hochpreisig zu verkaufen. Der international berühmteste ist wohl »Dr. Conti« Rudy Kurniawan. Er hüllte Billigwein in das Gewand des weltberühmten »Romanée Conti« aus dem Burgund und kassierte so 10.000 Euro pro verkaufte Flasche.

Meistens drucken die Fälscher die Etiketten selbst, inklusive Flaschennummer. Nicht selten geben genau diese Etiketten Marke Eigendruck wichtige Hinweise auf die Fälschung. Ist jedoch das Etikett ein »Original« – wie will man dann die Fälschung erkennen, ohne den Wein zu öffnen? Der Einbruch bei Egon Müller ist also definitiv besonders.



Bereits Flaschen im Umlauf

Das Weingut hegt zudem die Vermutung, dass bereits Flaschen mit den gestohlenen Etiketten verkauft wurden. Es ist also wahrscheinlich, dass einige Trockenbeerenauslesen des Jahrgang 2018 kuriseren, die NICHT vom Scharzhof stammen.

Diese Nummern wurden in der Nacht von 28. auf 29. August entwendet:

  • Flaschengröße 750 ml: Nr. 18, 19, 26, 27, 34, 38, 39, 42, 46, 47, 64-72
  • Flaschengröße 375 ml: Nr. 3-7, 10-20, 25, 29-35
  • Flaschengröße 1500 ml: Nr. 3-8, 10-12, 14-17

Bei Fragen oder Hinweisen kann man sich per Email direkt an das Weingut wenden: heiner@egon-mueller.de.

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