Andreas Hechenblaikner ist Geschäftsführer von JURA Österreich / © JURA
Andreas Hechenblaikner ist Geschäftsführer von JURA Österreich / © JURA

Kaffee zählt zu den Lieblingsgetränken von Herr und Frau Österreicher und ist hierzulande mit einer Jahrhunderte alten Tradition behaftet. Eben dieser Tradition auf höchstem Qualitätsniveau gerecht zu werden, dem hat sich das Schweizer Traditionsunternehmen JURA verschrieben. 

1931 in der Schweiz gegründet, hat sich JURA in den vergangenen Jahren zum Global Player entwickel. Die Traditionsmarke ist heute weltweit in rund 50 Ländern tätig, bisher wanderten rund 3,5 Millionen Vollautomaten über die Ladentische. Das umfangreiche Sortiment von JURA konnte bereits zahlreiche renommierte Preise wie unter anderem die mehrfache Auszeichnung von Stiftung Warentest und namhafte Designpreise wie den Red Dot Design Award, den Plus X Award, sowie den German Design Award und viele mehr nach Hause holen.

Bereits seit 20 Jahren ist der Hersteller von Edel-Kaffeevollautomaten am Österreichischen Markt vertreten und bietet Kaffeegenießern ein ebenso spannendes wie innovatives Produkt-Portfolio: von platzsparenden Geräten für den Haushaltsbereich über Kaffeevollautomaten der Mittelklasse bis hin zu High-End Profi-Geräten für den Hotel- und Seminarbereich inklusive Pflege-Equipment und hauseigenen Kaffee. Seit rund drei Jahren zeichnet Andreas Hechenblaikner als Geschäftsführer für die Geschicke von JURA Österreich verantwortlich. Im Interview lässt er die wichtigsten Meilensteine des Unternehmens am österreichischen Markt Revue passieren und verrät auch, was für ihn perfekter Kaffee bedeutet.

Falstaff: Wie viel Kaffee trinken Sie täglich und welche Art von Kaffee bzw. Zubereitung (Espresso, Cappuccino ...) ist Ihnen am liebsten?
Andreas Hechenblaikner: Ich trinke gerne zum Frühstück 1-2 feinaromatische Cappuccino und untertags auch ganz klassisch den herzhaften österreichischen Verlängerten. Aber spätestens nach dem Mittagessen muss es ein kräftiger Espresso, so nach richtig italienischer Art sein.

JURA feiert sein 20-jähriges Jubiläum auf dem österreichischen Markt. Was waren die wichtigsten Eckpfeiler der erfolgreichen Entwicklung der Marke?
Für mich war es die Gründung einer Tochtergesellschaft in Österreich, die Einführung der IMPRESSA-Serie vor genau 20 Jahren sowie 2004 die Übersiedelung in den neuen JURA Firmenstandort mit der gläsernen Servicefabrik im  Interpark-Focus in Röthis (Vorarlberg). 2007 die Neuausrichtung des Vertriebes und für mich persönlich natürlich die Möglichkeit, seit 2011 das Unternehmen JURA Österreich leiten zu dürfen.

Auf welche Innovationen sind Sie besonders stolz?
Besonders stolz darf man auf die Entwicklung der GIGA 5 bzw. der Professional GIGA Modellen sein. Hier hat das Unternehmen einen richtigen Quantensprung vollzogen, den ich gerne damit vergleiche, wie es seinerzeit den Wechsel von der Analog- hin zur Digitalfotografie gegeben hat – kleiner, viel besser, viel schöner und vor allem ein perfektes Ergebnis.

Eine absolute, aber doch schon einige Zeit zurückliegende Innovation war die Einführung der »One Touch«-Bedienung, die Zubereitung mit nur einem Knopfdruck für alle Arten von Milchmischgetränken.

Eine ganz große Innovation – aber klein in den Maßen – war die Einführung der ENA-Micro-Serie. Das ist eine Geräteserie, welche für kleinere Küchen und Haushalte ideal ist und vorwiegend in urbanen Haushalten verwendet wird. Wir von JURA waren der erste Kaffeevollautomatenhersteller, der den kleinsten Kaffeevollautomaten überhaupt möglich gemacht hat.

Technisch eine der großartigsten Innovationen war und ist unser »Aroma+ Mahlwerk«. Eine derartige technische Meisterleistung ist bisher für Haushaltskaffeeautomaten einzigartig. Kein anderes Mahlwerk ist im Stande, in so kurzer Zeit ganz leise den Kaffee zu mahlen und dabei ein ganz neuartiges Prinzip anzuwenden. Dabei wird keine einzige Bohne mehr zerbrochen oder geschrotet, sondern Partikel für Partikel abgefräst und so ein unvergleichbar gleichmäßiges Mahlgut erreicht. Das bringt eine deutliche Verbesserung des Kaffeearomas und perfektioniert einzigartig das Ergebnis in der Tasse.

Wofür steht JURA (welche Ziele, Werte, Ansprüche sollte die Marke versinnbildlichen)?
Als Schweizer Premiummarke haben wir im Prinzip drei wesentliche Säulen auf welche wir uns immer stützen wollen:
Innovation – JURA beansprucht die Innovationsführerschaft bei Kaffeevollautomaten. Dadurch, dass sich JURA nur dem Thema Kaffee verschrieben hat, konzentriert sich alle Energie auf die Weiterentwicklung der Produkte und dem aller besten Ergebnis in der Tasse.
Perfektion – als Schweizer Unternehmen will man diesem Anspruch in allen Belangen gerecht werden. Hier gilt es ohne Kompromisse nur Allerbestes hervorzubringen. Ob das edle, nordländische Design, die technische Überlegenheit od. die außerordentliche Produkt- und Servicequalität – Für all dies steht JURA.
Premium Markenbrand – nur Unternehmen, die sich mit viel Fleiß und Aufwand beim Verbraucher das Vertrauen gebildet haben, werden dann als etwas Besonderes wahrgenommen. Das ist dann die Marke, die jeder kennt und die jeder auch gerne haben möchte. Hierzu hat sich JURA ausschließlich der Premiumklasse verschrieben und lebt dies leidenschaftlich in allen Bereichen.

Sie stellen »Edel-Kaffeevollautomaten« her – sowohl für Privat-Kunden als auch für die Gastronomie. Wie würden Sie Ihre Zielgruppe charakterisieren?
Die Zielgruppe ist in beiden Fällen, egal ob Haushalt oder Profi, gleich. Es ist die Zielgruppe, die in erster Linie einen sehr hohen Qualitätsanspruch bezüglich der Kaffeequalität und einen ebenso hohen Anspruch bzgl. Design und Marke hat. Hier spielt eben das Vertrauen zu einer starken Marke eine wesentliche Rolle.

Klassische Kaffeemaschinen und Vollautomaten haben mittlerweile enorme Konkurrenz von Kapselmaschinen bekommen. Wieso sollte ich mich als Kunde für eine klassische Maschine bzw. gegen eine Kapselmaschine entscheiden?
Hier bringt es unser Markenbotschafter Roger Federer auf den Punkt in dem er meint: »Frisch gemahlen, nicht gekapselt.« Hier geht es neben der Frische auch noch um viele weitere Vorteile gegenüber einem vorportioniertem System:

• Zum einen ist er Verbraucher frei in der Wahl seines Lieblingsrösters bzw. seiner Kaffeesorte.
• Zum anderen kann ich die Kaffeemenge selbst bestimmen und muss mich nicht mit einer fix vorgegebenen Kaffeemenge in der Kapsel begnügen. Wie schmeckt wohl der Verlängerte, wenn ich ihn mit nur 5 bis 6 Gramm Kaffee zubereiten muss, da in der Kapsel ja nicht mehr Platz hat? Das schmeckt möglicherweise wie der Sommerspritzer unter der Weinlaube. Es wird schon Wein, sorry Kaffee, drinnen sein, aber welcher und wie aromatisch, das kann sich ein jeder selbst denken.
• Da ist dann noch das Thema der Ökologie. Müllmenge, Sammel- und Rückholsystem und all diese Themen sollten in unserer Zeit doch eindeutig für den Kaffeevollautomaten sprechen.
• Dann natürlich auch die Kosten, die ein Kapselsystem gegenüber der frischen Zubereitung von Kaffee aus einem Vollautomaten eine ganz deutliche Sprache spricht. Über diese Kosten pro Portion sind sich ja die meisten Verbraucher eines Kapselsystems im Vorhinein nicht bewusst.
• Und zu allerletzt gibt es auch noch das Erlebnis Kaffee zu genießen. Zugegeben, Fast-Food füllt auch den Magen, aber eine wirkliche Ästhetik beim Genießen setzt ganz klar alle Vorteile eines Kaffeevollautomaten voraus.

Gab es bei JURA jemals Überlegungen, selbst in den Kapselmaschinen-Markt einzusteigen?
Nein, ganz klar aus den vorher angegebenen Gründen nicht.

Der Kaffeemaschinen-Sektor ist ein heiß umkämpfter, immer neue Maschinen und Systeme werden angeboten. Welche Neuheiten gibt es bei JURA?
Mit acht neuen Modellen im Frühjahr und fünf bis sechs weiteren Neuheiten im Herbst beweisen wir von JURA unsere Innovationskraft. 2013 und 2014 haben wir uns mit ganz neuen Designs wie z.B.. der Impressa A-Serie mit Slide & Touch Funktion oder dem hochwertigen und sehr edlem Werkstoff Carbon in Szene gesetzt. Im Professional-Bereich ist mit der soeben kürzlich neu eingeführten GIGA X8 mit Speed-Funktion etwas Großartiges am Markt gelungen. Neue Softwareentwicklungen werden den Maschinen mit TFT im kommenden Herbst neues Leben einhauchen. Jedoch ganz revolutionäre und neue Besonderheiten stehen ab Frühjahr 2015 zur Verfügung, über die wir derzeit noch den Mantel des Schweigens hüllen.

Welche Rolle spielt das Thema Nachhaltigkeit bei JURA?
Nachhaltigkeit und das Thema Ökologie spielen in allen Belangen des Unternehmens eine außerordentliche Rolle. Hier wird mit allen Ressourcen von der Entwicklung bis zum Gebrauch und dem Thema Reinigung und Service behutsam umgegangen bzw. eingesetzt. Nachhaltig heißt für uns auch Werterhaltung. So z.B. erhält im Fall eines Reparatur- oder Serviceeinsatzes jedes Gerät die Bauteile neuester Entwicklung und jede Maschine wird mit dem neuesten Softwareupdate versehen. Damit kann jedem Nutzer einer Jura Kaffeemaschine der Letztstand der Technik für sein bestehendes Gerät nachgereicht werden.

Und zum Abschluss: Was ist für Sie der perfekte Kaffee?
Wenn er aus einer schönen JURA fließt, eine Crema wie Guinnes-Bier aufbaut, Milchschaum feinporig und fest wie geschlagenes Eiklar bildet und ein Aroma, welches sich mit allen Geschmacks und Geruchssinne richtig vollmundig und duftend wahrnehmen lässt. Dann ist es Leidenschaft und perfekter Kaffee!

 

www.at.jura.com

 

(Marion Topitschnig)

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