»El Niño« prägt die Jahrgänge in Südamerika

»El Niño« ist ein Wettermuster, das in unregelmäßigen Abständen über dem Zentralpazifik herrscht.

© Viña Cobos

»El Niño« ist ein Wettermuster, das in unregelmäßigen Abständen über dem Zentralpazifik herrscht.

»El Niño« ist ein Wettermuster, das in unregelmäßigen Abständen über dem Zentralpazifik herrscht.

© Viña Cobos

Von den jüngsten Jahrgängen sind in Chile 2013 und 2011 als sehr gut hervorzuheben, gute Jahre waren auch 2010, 2008 und 2005. Die jährliche Produktion schwankt zwischen 10,5 und 12,9 Mio. Hektoliter. Das sehr schwierige Jahr 2016 brachte gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 21 % bei 10,1 Mio. Hektoliter.

Chile exportiert einen sehr hohen Anteil der Produktion, 2015 waren es rund 8,8 Mio. Hektoliter. In Argentinien fielen die letzten Jahrgänge klimatisch sehr unterschiedlich aus. 2010, 2013 und 2014 waren von kühlem Klima geprägt, die Weine zeigen sich frisch und floral. 2011 und 2012 brachten wegen des warmen Wetters eher dichte und konzentrierte Weine hervor, 2015 fiel etwas zweigeteilt aus. Von den jüngsten Jahren sind in Argentinien insbesondere 2013, aber auch 2011 sowie 2006 qualitativ als exzellent zu nennen, sehr gute Jahre waren auch 2010, 2007 und 2005. Die jährliche Produktion in Argentinien schwankt zwischen normalerweise 12 und 15,5 Mio. Hektoliter. Das katastrophale Jahr 2016 brachte mit 8,8 Mio. Hektoliter gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 35 % und war mengenmäßig das schlechteste seit Langem. Argentinien weist im Vergleich zu Chile einen höheren Inlandskonsum bei Wein auf, 2015 wurden 2,7 Mio. Hektoliter exportiert, nur etwa ein Drittel der chilenischen Menge.

Herausragender Wein aus Südamerika: 2014 Cobos Malbec vom Weingut Marchiori.
Herausragender Wein aus Südamerika: 2014 Cobos Malbec vom Weingut Marchiori.

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Warum Weine aus Südamerika?

1. Preis-Leistungs-Verhältnis
Südamerika ist eine schier unerschöpfliche Quelle für eine Vielzahl sehr ansprechender Weine zu einem attraktiven Preis, wie unsere aktuelle Falstaff-Probe zeigte!

2. Rare Rebsorten
Auch wenn Sorten wie Malbec, Tannat oder Carménère ursprünglich aus Frankreich kommen: Hier wurden sie erhalten, hier wurde ihr Potenzial erkannt, hier wurden sie perfektioniert.

3. Eleganz statt Kraft
Trauben aus kühleren Regionen und höheren Lagen verleihen vielen Weinen der neuen Generation Trinkfluss und Finesse. Auch der Anteil an Bioweinen steigt stetig an.

4. Terroir statt Eichenholz
Waren die Südamerikaner früher oft von höherem Alkohol und aufdringlicher Holzwürze geprägt, zeigen sie heute Frische, feine Frucht und dezenten Holzeinsatz. Durch die Wahl der besten Terroirs zeigen die Weine klaren Herkunftscharakter.

5. Topweine für Connaisseure
Die besten Weine Argentiniens und Chiles erreichen heute ein noch nie da gewesenes Niveau. Es entstehen lagerfähige, feine Rote und zunehmend auch tolle Weißweine.

Tasting: Das Blut der Anden

Aus dem Falstaff Magazin 01/2017.