In einer spannenden Vorrunde für das Diageo-World-Class-Finale wurden am Montag im Wiener Sofitel Stephansdom die jeweils drei besten Bartender aus Österreich, Deutschland und der Schweiz ermittelt. In die nächste Runde, das Westeuropa-Finale, geht es am 26. Mai in London. Auch dort werden die Kandidaten wieder von einer hochkarätigen Jury geprüft. Einmal mehr müssen sie ihre absolute Standfestigkeit bei Klassikern der Cocktailwelt und ihre Fachkenntnis über Destillate ebenso unter Beweis stellen wie Intuition und Fantasie. Der Höhepunkt und Abschluss der diesjährigen World Class findet dann von 7. bis 13. Juli in Rio de Janeiro statt.

USA erstmals dabei
Im vergangenen Jahr konnte Österreich beim Finale in Neu Delhi mit dem Waldviertler Heinz Kaiser (»Dino’s Bar«, Wien) als Vizeweltmeister einen sensationellen Erfolg verbuchen. Angesichts der beeindruckenden Zahl an Teilnehmern – über 10.000 Bartender bewarben sich – bekommt dieser Titel einen besonderen Stellenwert. Schon im Jahr zuvor gelang Kaiser trotz Gipshand ein vierter Platz in Athen. Das Vor-Finale hat Diageo als Referenz für Heinz Kaiser in Wien abgehalten, der zu diesem Anlass die Seiten gewechselt hat und diesmal als Juror dabei war.
2012 werden übrigens noch mehr Bartender am Wettbewerb teilnehmen, da erstmals mit den USA auch das »Heimatland« des Cocktails teilnehmen wird – dies scheiterte bisher an werberechtlichen Kriterien.

Österreichs Cocktail-Elite
Das Überraschende für die Veranstalter war diesmal das Abschneiden der österreichischen Bartender, denn trotz Kaisers Erfolgen waren die hiesigen Mixologen in der Branche nicht gleichermaßen angesehen wie etwa Kollegen aus Deutschland und der Schweiz. Beim Vor-Finale haben nun aber ausgerechnet Reinhard Pohorec (»The Sign«, Wien) und Bernd Jachmann (»Oswald-Haerdtl-Bar«, Volksgarten, Wien) die meisten Punkte gemacht – der dritte österreichische Finalist ist Markus Raidl (»Scotch Club«, Wien). Reinhard Pohorec: »Es war ein großartiger Tag, weil die Jury auch mit dem Weltmeister von 2010, Eric Lorintz, toll besetzt war und weil meine Kollegen so viel Kreativität und kollegiale Herzlichkeit eingebracht haben. Wir hatten eine super Zeit!«




Peter Hämmerle für falstaff.at