Die Qualität des österreichischen Sekts wird mit einer eigenen Klassifizierung forciert / Symbolbild © KFM, www.pixelio.de
Die Qualität des österreichischen Sekts wird mit einer eigenen Klassifizierung forciert / Symbolbild © KFM, www.pixelio.de

Erst im Frühjahr 2013 haben sich die renommierten Sekthäuser gemeinsam mit den versektenden Winzern unter dem Dach des Österreichischen Sektkomitees neu organisiert. Und sie haben bereits wichtige zukunftsweisende Schritte gesetzt. Nun wurde das Modell der 3-stufigen Qualitätspyramide vorgestellt. Diese nimmt in ihrer Spitzenkategorie Maß an den höchsten Standards der führenden Schaumweine der Welt – wie Champagner oder Franciacorta – und geht in manchen Punkten sogar darüber hinaus.

Drei Klassifizierungs-Stufen
Die Basiskategorie (Stufe 1) bedingt die Mindestanforderungen für österreichischen Qualitätsschaumwein. Sie garantiert vor allem die österreichische Herkunft der Trauben und Grundweine sowie eine Mindestlagerzeit des Sekts auf der Hefe von neun Monaten. Ab der zweiten Stufe sind ausschließlich Sekte zugelassen, die nach der Traditionellen Methode (Flaschengärung) produziert wurden. Die Trauben und Grundweine müssen hier aus einem generischen Weinbaugebiet stammen (Bundesland) und eine Reifezeit auf der Hefe von mindestens 18 Monaten ist vorgeschrieben. Für die höchste Stufe der flaschenvergorenen Spitzensekte dürfen die Trauben nur in einer einzigen Weinbaugemeinde gelesen und nach dieser bezeichnet werden (z. B. Poysdorf, Langenlois, Gols, Gamlitz…), wobei Lagenbezeichnungen möglich sind. Nach der Flaschengärung und der entsprechenden Hefe-Lagerzeit kommen die Sekte dieser Kategorie erst drei Jahre nach der Ernte auf den Markt.
 
»Sparkling Wine-Sommelier« und »Sparkling Wine-Connaisseur«
Auch im Bereich der Ausbildung und Schulung war das Österreichische Sektkomitee aktiv und konnte ein neues Modell vorstellen. So werden Schulungsunterlagen und Lehrmaterial für Sommelierausbildung und Weinakademie zum Thema »Österreichischer Sekt« sowie generell zu Schaumwein neu erstellt. Zudem bietet das WIFI in der Berufsausbildung ab dem nächsten Jahr eine eigene Zusatzausbildung an. Hier lernen die Teilnehmer in sechs Tagen den gesamten Umfang dieses detailreichen Genres. Die Absolventen dürfen sich nach erfolgreicher Prüfung »Sparkling Wine-Connaisseur« nennen, während bereits geprüfte Sommeliers das Diplom »Sparkling Wine-Sommelier« erhalten.

 

(Redaktion)
Symbolbild © KFM, www.pixelio.de

 

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