Beeindruckende Lichtshow an der Klosterwand / Foto: beigestellt
Beeindruckende Lichtshow an der Klosterwand / Foto: beigestellt

Es ist kaum ein stimmungsvollerer Platz denkbar als die Abtei Hautvillers in Frankreich. Hier, in diesem ehemaligen Benediktinerkloster, entwickelte der Mönch Pierre Pérignon, genannt Dom Pérignon, im späten 17. Jahrhundert den Champagner. Und hier feierten Gäste aus der ganzen Welt vor kurzem die Präsentation des neuen Dom Pérignon Jahrgangs 2004. Dabei scheute Gastgeber Moët & Chandon weder Kosten noch Mühen, um den Anwesenden einen unvergesslichen Abend zu bereiten.

Jeder ist eine Insel
Alle Sinne wurden dabei angesprochen.
In den Gärten vor der Abtei wurden die Gäste eingeladen, Dom Pérignon zu entdecken. Dafür wurden transparente Blasen aufgestellt, in denen bei Musik und herrlichem Blick auf die Weinberge und das Tal der Champagner genossen werden konnte. Anschließend führte Richard Geoffroy, Chef de Cave bei Dom Pérignon, durch ein Tasting. Danach gab es noch die Möglichkeit, in die Geschichte der im siebenten Jahrhundert gegründeten Abtei einzutauchen.

Die Reise endete mit einem Dinner in der Abtei unter dem Thema »Dark Revelation«. Um die verschiedenen Nuancen des Jahrgangs 2004 zeigen, komponierten Richard Geoffroy und die Maison Chefs sechs verschiedene Stufen der Weinbegleitung, die verschiedenen Farben - silbergrau, rot, dunkelblau, gelb, grün und weiß - eröffneten jede für sich neue Horizonte.



Die Weingärten / Foto: Mi Hyun Kim

Show mit Zugabe
Während des Dinners konnten die Gäste die beeindruckende Projektions-Show »Expanding Universe« des Künstlers bestaunen, die die Abtei in einem berauschenden Farbenspiel erstrahlen ließ und
die visuelle und musikalische Analogie einer Reise durch die Zeit darstellte. Weil die Begeisterung so groß war, musste die Show gar noch einmal wiederholt werden.

Moser vergibt 96 Falstaff-Punkte
Und wie ist nun der neue Jahrgang geraten? Falstaff-Chefredakteur Peter Moser hat den Brut schon gekostet. Sein Urteil: »Mittleres Gelb mit Goldreflexen, feines anhaltendes Mousseux. Mit feinen Nuancen von Biskuit und Brioche unterlegte reife gelbe Apfelfrucht, ein Hauch von Mango, dunkle Mineralik, facettenreiches Bukett, ein Hauch von Honig. Stoffig, durchaus füllig, angenehme Extraktsüße, lebhaft am Gaumen, feinziselierter Körper, geprägt von großer Rasse und Frische, mineralischer Nachhall, zeigt eine überzeugende Länge, dank seiner vibrierenden Säurestruktur ein Champagner mit sicherem Reifepotenzial. Davon sollte man sich einiges für die Zukunft weglegen.« Sein Urteil: 96 von 100 Falstaff-Punkten.

»Der Dom Pérignon Jahrgang 2004 ist sowohl allumfassend als auch faszinierend. Er offenbart sich nie vollständig. Er zeigt und versteckt sich zur gleichen Zeit«, meinte Richard Geoffroy. Es ist das Vorrecht des Kellermeisters, zu entscheiden, wann ein Jahrgangschampagner ans Tageslicht geholt wird. Nach acht Jahren in den Kellern stellt sich der neue Jahrgang als perfekte Balance ausgewählter Pinot Noir und Chardonnay Trauben dar.

»Das Wetter war 2004 nahezu perfekt«, schilderte Kellermeister Geoffroy. »Das Jahr verlief völlig problemlos. Der Millésime 2004 spiegelt diese Harmonie wider, erhielt seine einzigartige Prägung aber vor allem durch die trockene Hitze, die in den letzten Wochen vor der Lese herrschte.« Verglichen mit dem wechselhaften Wetter im Vorjahr, das einen bleibenden Eindruck hinterließ, spulte sich sowohl die Wachstums- als auch die Reifeperiode völlig ohne Komplikationen ab – ein Phänomen, das wir selten, wenn nicht sogar noch nie in dieser Art erlebt haben.«

Der Kellermeister sieht viel Potenzial
Der Vintage 2004 ist nuancenreich und präzise, ein harmonisches Zusammenspiel von sich perfekt ergänzenden Elementen. Ein rundum eleganter Millésime mit einem Hauch Klassizismus – einem distinguierten, sehr zeitgenössischen Klassizismus. »Der Vintage 2004 besitzt die für Dom Pérignon typische Harmonie und Abgerundetheit, aber auch seine Vielschichtigkeit. Er hat das alles in sich und strahlt es auf eine Art aus, die seine Geradlinigkeit unterstreicht«, kommentiert Geoffroy. »Wenn der Dom Pérignon Vintage 2004 im Laufe der Zeit dunkler, tiefgründiger, intensiver und eindringlicher wird«, fügte er hinzu, »wird er paradoxerweise an Konsistenz und Substanz gewinnen, werden sich seine ätherischen Nuancen sublimieren.«

In der Nase entfaltet sich das Bouquet spiralförmig: Mandel und Kakaopulver
vermengen sich nach und nach mit weißen Früchten und getrockneten Blumen. Die
charakteristischen Düfte des Röstens vervollständigen das Gesamtbild und zeugen von einer vollendeten Reife. Im Mund spielt der Wein augenblicklich und überraschend abwechselnd mit Dichte und Schwerelosigkeit. Die Präzision ist taktil, dunkel und bestechend. Das Gesamtbild ist beständig, rassig, mit einer geschmackvollen und würzigen Note.

Mehr Info:
www.domperignon.com

(sb)

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