Die Zukunft unserer Ernährung

Nachhaltige Wirtschaft für eine bessere Zukunft

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Nachhaltigkeit

Nachhaltige Wirtschaft für eine bessere Zukunft

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Die Zukunft unserer Welt liegt in unseren Händen. So muss die Menschheit in den nächsten 30 Jahren rund 50 Prozent mehr Nahrungsmittel produzieren, um die wachsende Weltbevölkerung auch adäquat versorgen zu können. Ein maßgeblicher Teil dieses Trends ist auf die wachsende Mittelschicht und den steigende Lebenskomfort in den Entwicklungsländern zurückzuführen. Ebenso spielt der Mangel an Boden eine große Rolle, denn bereits heute wird auf fast 50 Prozent des bewohnbaren Landes Agrarwirtschaft betrieben und diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren noch drastisch erhöhen.

Große strukturelle Herausforderung

Die größte Herausforderung der Zukunft wird, wie von Junior Analystin Janina Bartkewitz prognostiziert, die Effizienzsteigerung in der Landwirtschaft sein. Denn, die Öko- und Ernährungssysteme stehen bereits jetzt unter hohem Stress und in Teilen der Welt ist der, durch diese Systeme noch verstärkte, Klimawandel bereits deutlich spürbar. Somit bleibt eigentlich nur eines als effektive Lösung – Veränderung und Verbesserung.

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Mutige Ideen für die Zukunft

Immer mehr Staaten setzen es sich zum Ziel, bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen. Die dazu notwendigen gewaltigen Reduktionen erhöhen den Reformdruck auf die gesamte Wertschöpfungskette des Ernährungssystems. Das betrifft natürlich alle Bereiche entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Es gibt bereits jetzt Neuentwicklungen und auch konkrete Geschäftsmodelle, die von diesen Änderungen profitieren werden. Die Digitalisierung beispielsweise schafft auch hier neue Möglichkeiten, etwa den landwirtschaftlichen Anbau selbst zu verändern.

»Präzisionslandwirtschaft«

»Precision Agriculture« oder auch »Präzisionslandwirtschaft« ist eine der vielen innovativen Gedanken um den Problemen der Zukunft entgegen zu wirken. Hier werden unter anderem Satellitendaten, Drohnen, Sensoren und Robotik eingesetzt, um die Effizienz und Produktivität in der Landwirtschaft zu optimieren. Zum Beispiel kann so der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmittel reduziert werden. Sowohl die EU als auch die USA unterstützten diese Technologien. Dieser Markt wird laut Analystenschätzungen bis 2030 um rund 13 Prozent pro Jahr wachsen und bietet dadurch großen Chancen auf Verbesserung der Situation.

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Bewusste Ernährung

Immer mehr Menschen in den Industrieländern ernähren sich bewusster, auch das Thema Klima fließt in die Kaufentscheidung ein. Ein Fleischersatzburger etwa produziert bis zu 90 Prozent weniger Emissionen als traditionelle Fleischpatties. Dieser Trend wird weiterwachsen – und ist damit auch aus Anlegerperspektive weiterhin äußerst interessant und zukunftsträchtig zu sehen.

Grüne Düngemittel

Doch auch in nicht so von der medialen Berichterstattung beleuchteten Bereichen, wie die fleischlosen Varianten, verbergen sich derzeit große Möglichkeiten – so zum Beispiel in der Anwendung von »grünen Düngern«. Bis 2030 soll der Düngemittelverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden. Deshalb dürften »grüne« Düngemittel wie grünes Ammoniak und Biodünger an Bedeutung gewinnen. Ähnlich ist es bei Pflanzenschutzmitteln. Die EU will den Einsatz chemischer Pestizide reduzieren, dennoch schätzen Analysten das jährliche Wachstum auf rund drei Prozent. Auch hier dürften Unternehmen, die biobasierte Produkte entwickeln, einen relativen Vorteil haben.

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Fazit

Die Ideen und Zukunftspläne dem derzeiteigen Trend zu entkommen sind mannigfaltig und zeigen, dass es dem Menschen definitiv bewusst ist seine Umwelt zu schützen und sich für die Zukunft zu engagieren. Auch wenn viele Probleme auf diesem Weg auf uns warten, werden wir als Menschen diese lösen und mutig in die neue Zeit blicken.


Video Janina Bartkewitz

Um sich ein noch besseres Bild des Themas zu machen, hat Junior Analystin Janina Bartkewitz noch ein äußerst interessantes Interview gegeben, welches Sie hier finden:


Info

Wer nun mehr zu diesen Themen erfahren möchte und sich auch mit breit gefächerten Konzepten zur bewussten Ernährung, den »grünen Düngemitteln« oder weiteren interessanten Themenbereichen, sein Geld nachhaltig anzulegen, auseinander setzen möchte findet unter union-investment.at viele weitere Informationen.

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