http://www.falstaff.at/nd/die-wichtigsten-rinderrassen/ Die wichtigsten Rinderrassen
Wagyu-Bulle / Foto: Wikimedia Commons, Fernando Hartwig
Wagyu-Bulle / Foto: Wikimedia Commons, Fernando Hartwig



Es grasen nicht wenige Rinder auf ­dieser Welt, die Gesamtzahl wird auf 1,5 Milliarden geschätzt. Allein in Indien leben 262 Millionen, dicht ­gefolgt von Brasilien mit 200 Millionen Schlachtrindern. Es gibt weit mehr als 100 Rassen, darunter Exoten mit eher geringem Bekanntheitsgrad, wie etwa die ­»Lettische Blaue Kuh« oder der »Tibetische Grunzochse«. Man muss nicht alle kennen, für Feinschmecker ist nur rund ein Dutzend von Bedeutung. Die hier angeführten Rassen zählen zu den derzeit gängigsten, die vor allem in Europa auf den Tisch kommen.

Übrigens: Top-Rindfleisch kommt auch aus Österreich! Das Highlandbeef ist die geschützte Marke für das Spitzenprodukt der ARGE ­Österreichischer Hochlandrinderzüchter. ­Infos: www.highlandbeef.at


Black Angus
Die Rasse stammt aus Schottland und wird auch Aberdeen-Angus genannt. In den USA und Argentinien weitverbreitet, als Kreuzung des englischen Hereford und des schottischen Aberdeen. Das Fleisch ist feinfasrig, gut marmoriert und intensiv im Geschmack.

Charolais
Französische Rinderrasse, deren Fleisch ­weltweit zu einer Delikatesse wurde. Der Name stammt von der Gemeinde Charolles in der Region Burgund. In Südamerika wurden Charolais-Rinder mit Zebus zum Canchim-Rind gekreuzt. Mageres, fein marmoriertes und geschmacksintensives Fleisch.

Galloway
Das Galloway-Rind stammt aus Südwest-Schottland. Charakteristisch ist das lang­haarige Fell der Tiere, dadurch sind sie ­besonders robust und können auch in kalten Gegenden einen harten Winter im Freien überstehen. Die Rasse hat sich inzwischen weltweit verbreitet.

Kobe beziehungsweise Wagyu
Das berühmte Kobe-Rind ist keine Rasse, sondern eine Herkunftsbezeichnung. Das Fleisch stammt vom japanischen Wagyu-Rind. Durch eine spezielle, äußerst aufwendige Haltung und Fütterung (unter anderem mit Bier) ­entsteht das teuerste und beste Fleisch der Welt.

Tiroler Grauvieh
Autochthone Rinderrasse aus den Seiten­tälern Tirols südlich des Inn. Wurde lange Zeit etwas vernachlässigt und erlebte erst in jüngster Zeit eine Renaissance. Das Besondere dabei: Die meisten Betriebe mit Grauvieh befinden sich auf über 1000 Meter Seehöhe.


Aus Falstaff Nr. 02/2013