Die Sieger der Riesling-Sylvaner Trophy

Die Rebberge des Strickhofs in der Region Winterthur. Dort gedeiht unser Siegerwein.

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Die Rebberge des Strickhofs in der Region Winterthur. Dort gedeiht unser Siegerwein.

Die Rebberge des Strickhofs in der Region Winterthur. Dort gedeiht unser Siegerwein.

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http://www.falstaff.at/nd/die-sieger-der-riesling-sylvaner-trophy-2/ Die Sieger der Riesling-Sylvaner Trophy Auch in diesem Jahr hat sich die Falstaff-Redaktion auf die Suche nach den besten Riesling-Sylvanern der Schweiz gemacht. Zu den Gewinnern zählen die Weingüter Strickhof, Obrecht und Schwarzenbach. http://www.falstaff.at/fileadmin/_processed_/4/7/csm_Strickhof-beigestellt-2640_2b45933c43.jpg

Vor genau 139 Jahren stellte ein gewisser Hermann Müller aus dem Kanton Thurgau eine neue Rebsorte vor: den Müller-Thurgau. Benannt wurde die Rebsorte nach dem Züchter und dessen Heimatkanton. Müller war damals an der renommierten deutschen Forschungsanstalt für Weinbau in Geisenheim tätig und wollte nicht, dass die Rebsorte in seinem Heimatland Schweiz unter diesem Namen bekannt wird, weshalb er ihr den Namen Riesling x Sylvaner gab. Genau deshalb ging man lange davon aus, dass die Sorte auch aus diesen Sorten gezüchtet wurde. Im Jahr 2000 wurde jedoch mittels Genanalyse festgestellt, dass dies ein Irrtum war. Statt Riesling und Sylvaner waren es Riesling und Madleine Royal, die Müller kreuzte. Hierzulande hält sich die Bezeichnung jedoch bis heute.

Als leicht und aromatisch werden die Weine aus der auf hohe Erträge ausgerichteten Sorte allgemeinhin beschrieben. Dass es aber auch anders geht zeigen die Sieger unserer diesjährigen Trophy. Darunter gleich zwei Exemplare, die dem typischen Stil eines Müller-Thurgaus entgegenwirken. Zum einen unser erstplatzierter Wein, der Riesling-Sylvaner Steinfass vom Strickhof. Ein Wein, der zwar äußerst aromatisch, jedoch keinesfalls leicht daherkommt. Dank des Ausbaus im alternativen Gebinde zeigt er sich überaus vollmundig und crémig am Gaumen, was ihn zu einem ernstzunehmenden Wein macht, der auch Müller-Thurgau-Kritiker begeistern könnte. Auch der Riesling-Sylvaner-Schiefer vom Weingut Obrecht, der bei unserer Degustation auf Platz drei landete, spielt in dieser Liga. Er besticht mit seiner Dichte, dem feinen Schmelz und der komplexen Aromatik.

Platz zwei ging dieses Mal an das Weingut Schwarzenbach vom Zürichsee. Der Riesling-Sylvaner Gold des Hauses entspricht dem eher klassischen, fruchtig-frischen Typ, der sich hierzulande großer Beliebtheit erfreut und sicherlich noch viele Fans unter den Weinliebhabern hierzulande finden wird.

Alles in allem offenbarte unsere Riesling-Sylvaner Trophy in diesem Jahr viele Trouvaillen, die zeigen, welch großes Potenzial in der unterschätzten Rebsorte, die einstmals vom Schweizer Herrmann Müller gezüchtet wurde, steckt.

Die Sieger

1. Platz
Riesling-Sylvaner Steinfass 2018
Strickhof Wülflinger Trotte, Winterthur
92 Falstaff-Punkte

2. Platz
Riesling-Sylvaner Gold 2020
Schwarzenbach Weinbau, Meilen
92 Falstaff-Punkte

3. Platz
Riesling-Sylvaner Schiefer 2020
Weingut Obrecht AG, Francisca & Christian Obrecht, Jenins
91 Falstaff-Punkte

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Falstaff Nr. 07/2021
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