Die »Pilzkiste«: Ein Projekt mit Nachhaltigkeit

Die Gründerinnen der Pilzkiste: Nina Bercko, Jasmin Kabir und Mercedes Springer.

© Peter Gries / Pilzkiste

Die Gründerinnen der Pilzkiste: Nina Bercko, Jasmin Kabir und Mercedes Springer.

© Peter Gries / Pilzkiste

Die drei Unternehmerinnen kennen sich schon seit vielen Jahren und wollten schon immer ein gemeinsames Projekt ins Leben rufen. »Uns eint der Gedanke, dass wir schon immer etwas gemeinsam machen wollten, von dessen Sinnhaftigkeit wir überzeugt sind. Die Austernpilzzucht auf Kaffeesatz war dazu die ideale Idee«, sagt Jasmin Kabir. Die 36-Jährige Werbefrau aus Graz war lange in der Gastronomie tätig. »Mit der ›Pilzkiste‹ können wir vorhandene Ressourcen nun optimal nutzen«, meint auch Nina Bercko (38), Hochbautechikerin und Germanistin. Die Dritte im Bunde ist die 31-jährige Schauspielerin Mercedes Springer, die ursprünglich aus Klagenfurt stammt. Sie verrät auch ihr Lieblingsrezept mit Austernpilzen: »Leicht angebraten schmecken sie besonders gut auf frischem Salat. Einfach in der Zubereitung, hervorragend im Geschmack.«

Wertvolle Ressource – Kaffeesatz

Alleine in Graz werde am Tag ca. sechs Tonnen Kaffeesatz in den Müll geworfen. Eine wertvolle Ressource mit vielen Nährstoffen. 99 Prozent der Nährstoffe bleiben nach dem Brühen im Kaffeesatz. Somit ist das, der Grundboden für die Austernpilzzucht. Und genau das macht sich die »Pilzkiste« zu nutze. Der Kaffeesatz wird von Kaffeehäusern, Restaurants und Hotels abgeholt und wird für die Aufzucht der Pilze verwendet. Noch ein wichtiger Bestandteil, ist das Kaffeehäutchen. Dieses löst sich bei der Röstung der Bohnen. Dann noch etwas Wasser, Kalk und Pilzmyzel. Schon nach Wochen kann man die ersten Pilze ernten.

Der Austernpilz hat in den letzten Jahren einen Höchpunkt erlebt

Der Austernpilz sieht nicht nur gut aus, er schmeckt auch. Er erinnert an Parasol und Steinpilz, hat aber auch eine ähnlichen Geschmack wie Kalbfleisch. Die Austernpilze werden einerseits für die Gastronomie andererseits für den Endkonsumenten gezüchtet. Zum Teil werden die Frischpilze auch zu einer hochwertigen und schmackhaften Pilzcrème und einer gesalzenen Austernpilzbutter verarbeitet.

Die »Pilzkiste« startet los

Der Startschuss für die »Pilzkiste« fällt am 13. September. An diesem Tag beginnt auf der Plattform »Startnext« www.startnext.com/pilzkiste die Crowdfunding-Kampagne für das ehrgeizige Projekt. Ziel dabei ist es, die Errichtung einer urbanen Austernpilzfarm auf Kaffeesatz. Sollte alles funktionieren, dann wird noch in diesem Jahr mit der Austernpilzzucht begonnen.

Kontakt

T: +43 664 888 69 968

office@pilzkiste.at

www.pilzkiste.at

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