Die Küchen-Trends 2017

Imposant: Die moderne Küche der Serie »Artematica« mit dunklem Marmor. www.valcucine.com 

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Imposant: Die moderne Küche der Serie »Artematica« mit dunklem Marmor. www.valcucine.com 

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In wirtschaftlich volatilen Zeiten wie diesen zählt die Suche nach beständigen, wertvollen und verlässlichen Partnern zu den größten Herausforderungen. Längst hat man auch im Interior-Bereich diese neue Lebensqualität als Trend aufgenommen und flirtet mit hochqualitativen Materialien, die das Zurück-zur-Natur-Bewusstsein stärken. Das Küchenuniversum hat sich etwa aktuell Marmor, Stahl und edlem Stein verschrieben. Letzteres ziert u.a. auch die Social Media Walls unzähliger Design-Fans – sowohl in der Mode als auch im Wohn- und Lifestyle-Bereich. Vor allem in Kombination mit verchromten Gadgets sorgt Marmor in den USA für Furore bei Interiors. Doch auch als Stand-alone-Lösung kann Metallisches im Moment punkten, wie LIVING bei ausgewählten Küchenbeispielen beweist. Die Arbeit selbst machen multifunktionale Küchengerätschaften, die sich als echte Multitasker beweisen. 

Marmor, Baby! 

Betrachtet man die Trendentwicklungen bei den Küchen, scheinen sich Hersteller und Kunden an Benjamin Franklin zu halten, der zu sagen pflegte: »Schreibe Kränkungen in Sand, Wohltaten in Marmor.« Man -investiert nun bevorzugt in den perfekten Hauch Antike. Marmoriertes Design – ob hell und freundlich oder archaisch dunkel – ist derzeit der letzte Schrei. 

Küchentrend Marmor:

Die Inspirationsquellen für die eigene Küchen- oder ­Badelandschaft finden sich unter anderem in den edlen Shopfronts von Saint Laurent & Co. Der italienische Stein-Anbieter Antolini fasst die Faszination für Marmor in einem Satz zusammen: »Natursteine wie Marmor bewahren zeitlose Schönheit, die Räumen Anmut und Exklusivität verleiht.« Hinzu kommt noch die Garantie auf ein Unikat. Denn bei der Anfertigung gleicht nie ein Stück dem anderen aufgrund der individuellen Maserung des Materials. Pflegetipp: Arbeitsplatten aus Marmor müssen vor Verwendung gegen Säureempfindlichkeit behandelt werden!

METALLIC-Chic

Metall gilt als flexibel, hygienisch und unverwüstlich. Ob zur Gänze verchromt oder mit gekonnt inszenierten Akzenten wie glänzen-den Oberflächen oder kupfrigem Kochgeschirr verschönert – ein gutes Stück Metall darf bei Trendsettern derzeit in der Küche nicht fehlen. 

Küchentrend Metall:

So entwarf die Firma Lohberger beispielsweise gemeinsam mit Spitzenkoch Roland Trettl einen Herd für den Hausgebrauch, der alle Design-Stücke spielt. Der obere Teil des Profigeräts ist aus Bronze, die Oberflächenbeschaffenheit optisch bei jedem Stück einmalig. Für Trettl eine klare Symbolsprache: »Die Oberfläche aus Bronze steht für die Hitze, das Feuer, die Kraft zum Kochen. Kochen ist ja etwas sehr Sakrales.« Für einen Spitzenkoch wie Trettl ist der Platz des Kochens nun mal heilig. So sei dieser Herd wie ein Altar, der höchste Ansprüche ans Design stellt. »Es soll aufs Wesentliche reduziert und funktional sein. Dem entspricht Bronze«, so Trettl weiter.

ALL IN ONE

Bei so viel professioneller Hardware muss auch die richtige Software zum Einsatz kommen: das Profiwerkzeug! Bei Küchengeräten regiert der Gedanke des Multifunktionalen wieder stark.

Küchentrend Multifunktionales:

Auf der CES 2017 – der weltgrößten Messe für Konsumelektronik in Las Vegas – analysiert Bosch-Geschäftsführer Werner Struth: »Es wird immer wichtiger, sich mit cleveren Zusatzfunktionen und Services zu differenzieren.« Doch wie weit und wie digital oder doch eher analog es gehen darf, das bestimmt der Konsument am Ende immer noch selbst.

Aus dem Living Magazin 01/17. 

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