Die besten Rasenroboter im Überblick

Eine willkommene Erleichterung bei
der täglichen Gartenarbeit.

Foto beigestellt

Eine willkommene Erleichterung bei
der täglichen Gartenarbeit.

Foto beigestellt

Früher war ja bekanntlich alles besser. Auch die Zukunft. Da würde es Roboter geben, die für uns Kochen, Reparaturen im Haushalt erledigen und selbstverständlich den Rasen mähen. Nichts war’s! Heute, wo wir ja so was von in der Zukunft leben, müssen wir uns um Küche und Haushalt immer noch selbst kümmern. Nur beim Rasenmähen wurden wir von den Zukunftsaussichten der Vergangenheit nicht enttäuscht: Die elektronischen Rasenpfleger sind endgültig in der Realität angekommen.

Für viele Menschen ist es mittlerweile ein Vergangenheitsszenario, dass der Rasen erst dann gemäht wurde, wenn die eigenen Kinder anfingen, sich im hohen Gras zu verirren. Denn für mehrere Stunden einen stinkenden Verbrennungsmotor durch den Garten zu schieben, gehört wohl für die wenigsten zu den Highlights eines sonnigen Wochenendes. Seitdem dieser Job an Vollzeitgärtner abgegeben werden kann, haben sich Vorgärten regelrecht in Golfrasen verwandelt – und das ohne jeglichen Aufwand.

Von der Funktionsweise sind die Rasenroboter alle recht ähnlich: Elektrisch angetrieben, suchen sie sich (mit unterschiedlichen Suchmustern) selbstständig einen Weg durch den Garten und mähen täglich den Rasen. Die Elektronik sorgt dafür, dass kein Fleck ungemäht bleibt. Die Grenzen des Mähbereichs signalisiert ein im Gras gelegter Begrenzungsdraht – den muss man allerdings bislang noch selbst verlegen.

Bei der Intelligenz der Rasenroboter gibt es enorme Unterschiede. Günstige Einstiegsmodelle mähen zwar auch passabel, lassen Komfortfunktionen wie eine eigene Handy-App (über die man diverse Details der Mähroutine einstellen kann) aber vermissen. In der Ober­liga haben die Robos sogar Internetzugang und bestimmen anhand der aktuellen Wettervorhersage den idealen Mähzeitpunkt.

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal der Robomäher ist die Akkukapazität. Die bestimmt nicht nur, wie lange der Robo zwischen Ladezyklen im Grünen verweilen kann, sondern vor allem die maximale Gartenfläche, die er sinnvoll bespielen kann. Jeder Hersteller bietet hier meist mehrere Versionen desselben Modells an, die sich lediglich durch die vorgesehene Rasenfläche unterscheiden. Wer meint, hier Geld sparen zu können, liegt falsch: Ein Mähroboter, der auf 300 Quadratmeter ausgelegt ist, wird auf einem 3000 Quadratmeter Grundstück früher oder später mit dem Mähen nicht mehr nachkommen und im hohen Gras stecken bleiben. Man sollte also die Maximalfläche in den Herstellerangaben möglichst an die Grundstücksfläche anpassen.

Für alle Gegebenheiten

Wer ein Hanggrundstück besitzt oder einen besonders unebenen Rasen hat, sollte auf die Geländegängigkeit des Robos achten. Einige Modelle kommen nur mit flachen Grundstücken gut zurecht, andere können es mit bis zu 40 Prozent Steigung aufnehmen. Wer einen Garten mit Offroad-Charakter hat, sollte zudem ein Modell mit Internetverbindung wählen. Bleibt der Robo stecken oder findet er den Weg zur Ladestation nicht mehr, gibt er per App Bescheid und verrät auch, wo er liegen geblieben ist. Ansonsten wundert man sich irgendwann, weshalb der Rasen immer höher wird, und man darf schluss­endlich den verschollenen Gärtner suchen.

Preislich stellen die Robomäher eine beträchtliche Investition dar. Die Einstiegs­preise der elektronischen Kollegen sind schnell im vierstelligen Bereich. Neben der reinen Zeitersparnis sollte man da noch bedenken: So schön wie mit dem Robomäher wird es im Handbetrieb nie und nimmer – dafür müsste man schon täglich mit dem Mäher ausrücken. Zudem sind die Robos enorm nervenschonend – dank Elektromotor arbeiten sie nämlich flüsterleise. Da kann man sich doch entspannt am Wochenende in den Garten setzen und dem Gras beim Geschnittenwerden zusehen. 

Rasenroboter im Überblick:

Was ist zu beachten

  1.  Wichtigstes Kriterium bei der Auswahl des richtigen Mähroboters ist die Rasenfläche, die er zu bewerkstelligen hat. Robomäher sind auf bestimmte Maximalflächen ausgelegt. Ist der Garten zu groß, wird das Schnittbild unregelmäßig, da der Rasenmäher nicht mit dem Schneiden nachkommt.
  2. Die Installation des Roboters kann zwar selbst gemacht werden, es ist aber sinnvoll, sich von Profis helfen zu lassen. Vor allem, wenn es sich um komplexere Grundstücke handelt.
  3. Sicherheit ist nie verkehrt. Fast alle Robomäher bieten einen Messerschutz. Kleines Minus: Das Schnittresultat leidet darunter ein wenig.
  4. Den Leitdraht sollte man so legen, dass fixe Objekte aus-gespart werden. So findet sich der Roboter auf dem Grundstück besser zurecht. 

Aus dem Living Magazin 03/2017.

MEHR ENTDECKEN

  • 05.05.2017
    Open-Air Pieces: Kreative Outdoor-Möbel
    Hightech-Gewebe und neue Technologien holen die Möbeltrends der Innenräume ins Freie und inspirieren große Designmarken zu kreativen...
  • 30.05.2017
    Poolhäuser: Kleinod im Garten
    Nur Lagerraum für Liegestühle? Muss nicht sein! Poolhäuser können viel mehr als das. Die besten Exemplare sind kleine Gesamtkunstwerke...

Mehr zum Thema

News

Die schönsten Hotels am Mittelmeer

Malerische Buchten, duftende Pinien und nicht zuletzt einige der besten Hotels der Welt machen die Küsten des Mittelmeers unwiderstehlich. Dies sind...

News

LIVING hearts: Into the Blue

Ein Haus am Meer? Oder einfach nur den Wunsch verspüren, in vom Ozean inspiriertes Tabledecor einzutauchen? Unsere Tipps werden Sie mit Freude...

News

Geschichten für die Lebensfreude

LIVING Herausgeberin Angelika Rosam über die neueste Ausgabe, ein ganz spezielles Shooting in Wien –Interior-Träume inklusive und über die...

News

My City: Kapstadt

Der Architekt Gustav Roberts, sprach mit LIVING über seine persönlichen Architektur-Highlights seiner Heimatstadt Kapstadt.

News

LIVING hearts: Gartenparty

LIVING zeigt die exklusivsten neuen Must-haves für die illustre Gartenparty. Von farbenfroher Tableware bis zu verspielten Accessoires – der Sommer...

News

Brit-Designer Paul Smith im Exklusiv-Interview

Er ist ein entwaffnend sympathischer Gentleman, der die Männermode seit fast einem halben Jahrhundert rockt: der britische Star-Designer Paul Smith....

News

Der große Trendfarben-Report

Es ist Zeit, Farbe zu bekennen. Der All-Over-White-Look verliert zunehmend an Bedeutung, dunkle Nuancen sind ton­angebend und bringen die Räume zum...

News

Badezimmer-Update: Monochrome

Less is more! In puncto Bad-Accessoires ist monochromer Minimalismus Trend der Stunde. Die edle Black&White-Optik überzeugt mit klar konzipierten...

News

Reese Witherspoon präsentiert ihre eigenen Homeware-Linie

Nicht selten entdecken Stars ihr Talent für Interior-Design. Grund genug, in jeder LIVING-Ausgabe einen VIP-Designer vor den Vorhang zu holen....

News

LIVING hearts: Cycle Chic

Die Bedeutung des Fahrrads als Vehikel für Freizeit und Verkehr wächst stetig. Womit man stilsicher im Sattel sitzt, sehen Sie hier.

News

April Trend-Update

Was kommt? Was ist en vogue? Wer designt mit wem und warum? Ein kurzer Newsflash aus der Welt des Designs und der Architektur.

News

Die Highlights der Maison&Objet Paris

LIVING Herausgeberin Angelika Rosam war die letzten Tage auf der Maison&Objet in Paris unterwegs und auf der Suche nach den neuesten...

News

Zeigt her eure Schlafzimmer

Das Traditionsunternehmen Hästens bringt frischen Wind in unsere Schlafzimmer. LIVING war bei der Präsentation des »Apaloosa Bettes« in Wien dabei.

News

Trend alert: Halloween Table Setting

LIVING hat sich auf die Suche nach den Topkeypieces für eine gruselig-schöne Dinnertafel gemacht. Die Redaktion wünscht: »Happy Halloween«!

News

LOUIS VUITTON ist wieder zu Hause

Louis Vuitton kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Im Place Vendôme in Paris, dort wo alles begann, eröffnete am 08. Oktober ein neuer Flagshipstore des...

News

Design-Trend »Butterfly-Effect«

Ob Luster, Möbel oder hochwertige Stoffe – in dieser Saison stehen Schmetterlinge hoch im Kurs. LIVING zeigt die schönsten Designstücke.

News

Trend-Alert: »True Blue« Lapislazuli

Wir machen blau und sammeln die schönsten Stücke von der Decke bis zum Boden in Schattierungen der Trendfarbe Lapislazuli.

News

Interieur Trends 2017

Botanische Botschaften, Beige-Töne als auch Color-Knalleffekte und Metall-Mix lassen die Herzen unserer Interieur-Experten in diesem Jahr...

News

Trend-Alert: Rote Sofas für die Sinne

Interieur in hypnotischen Rot-Nuancen emotionalisiert den Winter und gibt den Ton an.

News

Trend-Report: Esstische für anspruchsvolle Genießer

Kaum ein anderes Möbelstück trägt so viel zu einem gelungenem Ambiente bei wie der Esstisch. Falstaff LIVING-Herausgeberin Angelika Rosam hat einige...