Zwei mal zwei Spirits gibt es zu gewinnen. / Fotos: Peter Hämmerle
Zwei mal zwei Spirits gibt es zu gewinnen. / Fotos: Peter Hämmerle

Destillate von Williams, Kirsche, Marille etc. zählen in Österreich zu den Klassikern. Dabei erfordert ausgerechnet das Brennen mancher dieser Sorten ein besonderes Gespür. Brenner, die in diesem Fach überzeugen, haben in der Regel auch den Rest gut im Griff. Der Titel »Falstaff Meisterbrenner Klassik« ist daher eine besondere Auszeichnung und würdigt das Engagement der Brenner im Bereich der klassischen Obstbrände.

Bestes Obst als Basis
Von Williamsbränden ist bekannt, dass sie spezielles Feingefühl erfordern. Werden sie zu sauber gebrannt, wirken sie zu clean. Anders herum wirken sie dumpf. Die strahlende Präsenz der Williamsbirne 2012 Manfred Wöhrers ist darüber hinaus nur mit allerbestem Obst zu erreichen – und das stammt in diesem Fall aus den Gärten seines Freundes Hans Reisetbauer. Der Baumeister i. R., Manfred Wöhrer, hat übrigens auch seinen letztjährigen Meisterbrennertitel über gute Noten in den klassischen Sorten erworben.

Große Schule
Ebenfalls ganz auf eigenes Obst setzen die ex-aequo-platzierten »Falstaff Meisterbrenner Klassik« Reinhard und Helga Wetter aus Missingdorf, an der Grenze von Wein- und Waldviertel. Im neuen Jahrgang ist mehr denn je die leidenschaftliche und jahrelange Vorarbeit der beiden im Obstgarten spürbar. Ein Apfelbrand vom Gravensteiner wie der jetzt aktuelle 2009er ist kein Zufall, sondern ganz große Schule. Denn gerade Äpfel, eine Lieblingssorte der österreichischen Brenner, kommen im Glas selten so präsent wie als frische Frucht. Auch der Sortensieg im Fach Obstler geht an die Wetters - für den Wetterfrosch 2010, eine Cuvée aus Äpfeln und Birnen. Sie zeigen daher auch in einem nach wie vor als minder eingestuften Fach, wie es gehen kann.

Spirits mit Potenzial
Der Sortensieg für die beste Vogelbeere gehört heuer dem Dritten der Meisterbrenner Klassik, Josef Hochmair aus Wallern in Oberösterreich. Er, normalerweise ein Meister des Subtilen, setzt bei dieser Sorte auf mehr Alkohol und schafft damit Dichte und Volumen. Man darf davon ausgehen, dass dieses Destillat seine Form noch über viele Jahre wird halten können. Nach unserer Erfahrung nämlich gibt es kaum einen Brenner, dessen Produkte auch nach über zehn Jahren ihre Perfektion auf solche Weise zeigen, und auch das unterscheidet gute von nicht ganz so guten Brennern.


(Text von Peter Hämmerle)

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