Die besten Gourmet-Metropolen der Welt – Teil 1

Die Stadt an der Themse ist heute die spannendste Gourmet-Metropole der Welt.

© Getty Images

Die Stadt an der Themse ist heute die spannendste Gourmet-Metropole der Welt.

Die Stadt an der Themse ist heute die spannendste Gourmet-Metropole der Welt.

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Die Welt ist ein einziger großer Abenteuerspielplatz. Auch wenn wir aktuell aufgrund der Corona-Pandemie nicht reisen dürfen, lohnt sich der Blick in ferne Länder. Denn wir bereiten uns schon jetzt auf eine »Zeit danach« vor – gerade für Genussmenschen gibt es unendlich viel zu entdecken und auszuprobieren – und nirgendwo ist die Dichte der kennenswerten Gourmettempel höher als in den Städten, die wir Ihnen vorstellen. Die hier dargestellten Metropolen spiegeln die unermessliche Bandbreite kulinarischer Möglichkeiten wider. Jede einzelne glänzt mit ganz eigenen Speisen, Eindrücken und Aromen. Wir führen an Orte, an denen Gastronomen aus aller Welt ihre nationalen Gerichte darreichen und wir stellen Städte vor, die mit Stolz ihre lokale Küche feiern – vom »Klassiker« Paris über das hippe Kopenhagen und den »Melting Pot« New York bis zur luxuriösen Gourmet-Metropole Dubai.  

Das ist aber nicht alles: Im Folgenden verrät Falstaff Insidertipps zu Stadtteilen, die es zu erforschen gilt, erfahren, welche lokalen Spezialitäten man unbedingt testen sollte, wo man das beste Streetfood bekommt, und wir weisen auf bedeutende und spannende Highlights hin, die man gesehen haben muss. Diese zwölf Städte sind die gastronomischen Schatzkammern der Welt. Lassen Sie sich inspirieren!

London

Die Gourmet-Avantgarde: Nirgendwo gibt es so viele kulinarische Facetten wie hier.

Den Nachfahren der Bewohner ehemaliger britischer Kolonien haben wir zu verdanken: indisches Streetfood im hippen Stadtteil Shoreditch, »Tikka« aus Pakistan im ehemaligen Arbeiterviertel Hackney und in Chinatown das beste chinesische Essen diesseits von Peking. Jamaika war ebenfalls lange unter britischer Herrschaft. Das Vermächtnis der Karibikinsel ist »Jerk Chicken«, das auf den Märkten in Camden, Bloomsbury und entlang der Brick Lane verkauft wird. Wer mehr Abwechslung sucht, macht sich auf den Weg zur Wardour Street in Soho. Hier begibt man sich auf eine kulinarische Reise in den Libanon, nach Japan, Malaysia und Mexiko. Auf 700 Metern befinden sich Restaurants mit einem Angebot aus zehn Nationen. Und auch die meisten Fine-Dining-Trends – Stichwort »Zuma« – werden hier zuerst erprobt, ehe sie die Welt erobern.

Essen in London

Hotel-Tipp

»The Lanesborough«
Imperialer Glanz und modernster Komfort geben sich hier ein harmonisches Stelldichein.
oetkercollection.com

The Lanesborough in London

© The Lanesborough/ Oetker Collection


San Sebastián

Die höchste Dichte an Sternelokalen

Die Küche der baskischen Hafenstadt hat den Ruf, besonders kreativ zu sein. Hier gibt es nicht nur die höchste Dichte an Sternerestaurants, sondern auch sonst großartiges Essen auf höchstem Niveau: Pintxos, also Tapas auf Baskisch, warten im In-Viertel Gros, dazu einen Txakolí-Wein, und man wähnt sich im Paradies. Lohnenswert ist auch ein Spaziergang durch den Mercado de la Bretxa am Rande der pittoresken Altstadt, wo baskische Delikatessen wie Glasaal, Meeresschnecken und Chorizo angeboten werden. Auch ein Gedicht: Tolosako Babarrunak, der traditionelle baskische Bohneneintopf.

Essen in San Sebastián

Hotel-Tipp

»Akelarre – Relais & Château«
Baskische Köstlichkeiten treffen hier auf baskische Gastfreundschaft. Das Boutiquehotel liegt nur fünf Minuten von der Playa de la Concha entfernt.
akelarre.net

Panorama von San Sebastián 

© Stock Photo


Paris

Immer noch der große Gourmetklassiker

Die Metropole an der Seine lädt ihre Gäste auf eine gastronomische Tour de Force ein. Über 40.000 Restaurants und Brasserien locken mit Bresse-Huhn aus der Region nordöstlich von Lyon, mit Steak frites, frischen Austern oder Canard à l’orange. Alles bodenständige Gerichte, die den Weltruf von Paris als Gourmethauptstadt begründeten. Wer Zutaten zum Nachkochen für zu Hause kaufen möchte, begibt sich zum Marché des Enfants Rouges ins Marais. Der älteste überdachte Markt in Paris wurde 1628 gegründet und ist eine Genusswelt ohnegleichen. Noch ein Tipp für Kulinarikjäger: Entlang der Rue des Martyrs im neunten Arrondissement, am Fuß des Montmartre, reiht sich ein Feinkostgeschäft an das nächste.

Essen in Paris

Hotel-Tipp

»Le Bristol«
Eine Ikone und seit 1925 Anlaufstelle für Stars. Understatement auf höchstem Niveau, Toprestaurant »Epicure«.
lebristolparis.com

Das »Le Bistrol« in Paris.

Das »Le Bistrol« in Paris.

© Le Bistrol Paris


Kopenhagen

Das Freiluftlabor für moderne Gourmet-Trends

Wer denkt, Hotdog gibt es nur in den USA, irrt. Die viel interessantere Variante wird in der dänischen Hauptstadt an jeder Ecke verkauft: ein knackiges Brötchen, dazwischen eine Rød pølse, eine würzige rote Wurst, Gurkenscheiben, Röstzwiebeln und Remoulade. Fantasievoll belegtes Smørrebrød auf die Hand im Meatpacking District ist ein Must, Austern schlürfen auf dem Reffen-Markt ein nobles Vergnügen. Nicht zu vergessen: die Malmö Saluhall, ein Magnet für Freunde von Scholle mit Krabben in großartiger Architektur.

Essen in Kopenhagen

Hotel-Tipp

»Hotel d’Angleterre«
Grandhotel alter Schule, mitten im Zentrum und nahe Skandinaviens ältestem Kaufhaus Magasin du Nord gelegen.
dangleterre.com

Die Stadt Kopenhagen erstrahlt in prächtigen Farben.

Die Stadt Kopenhagen erstrahlt in prächtigen Farben.

© Getty Images


New York

Hauptstadt der Welt und kulinarischer Melting Pot 

Allein im Stadtteil Queens leben zwei Millionen Menschen aus 150 Nationen. Und jede hat einen kulinarischen Fußabdruck hinterlassen. Flushing ist das größte China-Viertel der Stadt, Woodside ist irisch geprägt, an der 33rd Street reiht sich ein irischer Pub an den anderen. Ein Reuben-Sandwich oder einen Bagel isst man am authentischsten in Williamsburg, wo mehr ultra-orthodoxe Juden leben als in Israel. In einer Bakery im smarten Tribeca gehört ein New York Cheesecake zum Café Latte. Jazz und Soulfood gibt’s in Harlem. Must: Hotdog essen (Erfinder war der Deutsche Carl Feldtmann) am Times Square und Neugier zeigen auf alles, was man hier sonst noch kulinarisch entdecken kann.

Essen in New York

Bewusst will das 2010 eröffnete »Rubirosa« an Little Italy und das New York der 1970er anknüpfen.

Bewusst will das 2010 eröffnete »Rubirosa« an Little Italy und das New York der 1970er anknüpfen.

© Stock Photo


Tokio

Die Erfinder der puristischen Präzision

Wer Sushi liebt, weiß, dass mit der Qualität des Fischs alles steht – oder fällt. Tokio ist der weltweit bedeutendste Umschlagplatz für Meerestiere, das Wertvollste darunter ist der Blauflossenthunfisch. Fangfrisch kann man ihn am Hafen von Katsuura betrachten, in Sushi- oder Sashimi-Form auf dem Toyosu-Markt oder dem Tsukiji Outer Market genießen. Den besten Überblick über das bunte Treiben zwischen Hafen und dem hippen Akihabara-Viertel hat man vom Tokyo Skytree aus, dem zweithöchsten Bauwerk der Welt.

Essen in Tokio

Was mit simplen Nigiri vor über 200 Jahren auf Tokios Straßen als Fast Food begann, ist mit Sushi, Maki und mehr zur hohen kulinarischen Kunst geworden.

Was mit simplen Nigiri vor über 200 Jahren auf Tokios Straßen als Fast Food begann, ist mit Sushi, Maki und mehr zur hohen kulinarischen Kunst geworden.

© Stock Photo

Teil 2

Kommende Woche verraten wir sechs weitere kulinarischte Metropolen der Welt inklusive Restaurant-Tipps – diese finden Sie dann auch hier

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