Die besten Cocktails für den Sommer 2018

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Es ist zweifelsohne die schönste Zeit der Jahres – der Sommer. Nach getaner Arbeit genießen wir den einen oder anderen Aperitif auf einer schattigen Terrasse. Im Urlaub verkosten wir herrliche neue Cocktailkreationen, mit denen die jeweiligen Destinationen so aufwarten. Aber welche sind denn nun wirklich die besten Drinks des Sommers 2018? Wir haben dieses Mal die ganz Großen aus dem Flaschenregal befragt, welche Köstlichkeit sie denn dieses Jahr ins Rennen schicken. Auffallend ist, dass gerne auf modifizierte Klassiker zurückgegriffen wird. Da feiert etwa der Collins fröhliche Urständ. Verständlich, ist er doch einer der erfrischendsten Drinks überhaupt – und auch einer der unkompliziertesten: Zitronensaft, Zucker und die Spirituose (in diesem Fall den herrlich orangigen Cointreau) ins Longdrinkglas geben, mit Soda oder prickelndem Mineralwasser auffüllen – und schon ist der Drink fertig. Der kleine Bruder des Collins, der Sour, kommt in diesem Sommer mit Maker’s Mark, dem ersten US-Premiumbourbon, auf die Theken.

Irren ist köstlich

Die Klassiker-Variation, auf die Campari besonders stolz ist, beruht eigentlich auf einem Versehen: Negroni Sbagliato heißt tatsächlich »falscher Negroni«. Der Negroni ist seit hundert Jahren eine Trias aus Gin, Wermut und Campari. Im Sommer 1972 griff Mirko Stocchetto in der Mailänder Bar »Basso« aus Versehen zu Schaumwein statt zu Gin. Das war die Geburt eines Negroni-Outspins, der auch in diesem Sommer viele mit seinem angenehmen Prickeln überzeugen wird. Gin und Tonic hat nach wie vor Saison, gerade in der warmen Jahreszeit. Besonders aromatisch ist dabei der Boar Gin mit Trüffeln aus dem Schwarzwald, der über eine einzigartige Identitität verfügt. Wacholder, Zitrone, Lavendel und Thymian umgarnen die Nase,  auf der Zunge und am Gaumen entfaltet sich das ganze Aroma dieser köstlichen Komposition. Alles in allem ist der Boar dabei die perfekte Grundigredienz für einen herrlich-sommerlich-frischen Gin Tonic.

Als Megatrend ist derzeit Ginger auszumachen (das englische Wort hat das deutsche »Ingwer« praktisch schon ersetzt). Aus der Bacardí-Werkstatt kommt dafür der Bacardí Añejo Cuatro. Der neue und äußerst preiswerte Puerto-Rico-Premium-Rum ist vier Jahre unter der karibischen Sonne im Fass gereift und speziell zum Mixen geeignet. Seine Noten von Vanille, gerösteter Eiche, Gewürznelke und Honig verbinden sich perfekt mit einem sanften Ginger Ale. Die härtere Form von Ginger ist das angloamerikanische Ginger-Bier.

Das ist erstens kein Bier (obwohl es auch Biere mit Ingwer-Geschmack gibt), sondern eine Limonade –  und die ist weniger etwas zum pur Trinken, sondern fungiert als Filler für Longdrinks. Urbild ist der Moscow Mule. Im Vergleich zum Ginger Ale enthält das Bier mehr Ingwer und schmeckt deshalb intensiver und schärfer, man denke nur etwa an die rohe Wurzel als Sushi-Beilage. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass Ingwer eine anregende Wirkung auf die Schweißbildung hat. Wodurch Ale und Bier in einem heißen Sommer doppelt willkommen sind. In diesem Sinne: Lassen Sie sich den Sommer schmecken!

Cocktail-Rezepte zum ausprobieren:

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Falstaff Nr. 05/2018
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