Für das »Motto am Fluss« konnte Betreiber Bernd Schlacher Mario Bernatovic als Küchenchef verpflichten.
Für das »Motto am Fluss« konnte Betreiber Bernd Schlacher Mario Bernatovic als Küchenchef verpflichten / Foto: Degen

Im Moment ist zwar Herrmanns Strandbar mit den Live-Übertragungen von der Fußball-WM DER Publikumsmagnet am Donaukanal, aber mit Neueröffnungen und dem Engagement von Spitzenköchen sollen künftig auch kulinarisch anspruchsvollere Gäste angelockt werden. Den Anfang machte das Badeschiff, wo Starkoch Christian Petz als Ideengeber für das Restaurant »Holy Moly« gewonnen werden konnte. Es folgte Kochlegende Reinhard Gerer, den Ossi Schellmann für seine Summerstage engagieren konnte. Und ab Mitte Juli eröffnet Szenegastronom Bernd Schlacher sein ambitioniertes Projekt »Motto am Fluss«, wofür der talentierte Mario Bernatovic die kulinarische Verantwortung übernehmen wird.

Badeschiff
Die Menüs und das kulinarische Konzept des Restaurants »Holy Moly« am Badeschiff stammen von niemand geringerem als Christian Petz, der das Restaurant im Palais Coburg auf seinem Höhepunkt verlassen hat und jetzt hauptberuflich als Leiter einer Schokoladen-Manufaktur tätig ist. Der Spitzenkoch steht zwar nicht selbst am Herd, aber Werner Friedl und sein zum großen Teil aus Ex-Coburg-Mitarbeitern rekrutiertes Team setzen die Petz'sche Linie gekonnt um. Die A la Carte-Auswahl ist zwar sehr begrenzt, aber drei bis fünfgängige Überraschungsmenüs versprechen kulinarische Höhepunkte zu sehr moderaten Preisen. Standesgemäß besteht das Dessert aus sündhaft guten Schokolade-Variationen aus der »Xocolat«-Manufaktur. Die Weinauswahl ist überschaubar, weshalb bewusst »Bring Your Own« auf Korkgeld-Basis angeboten wird.

 

Badeschiff mit Restaurant »Holy Moly«
Badeschiff mit Restaurant »Holy Moly«

 

Summerstage
Organisator Ossi Schellmann ist am Donaukanal kulinarischer Vorkämpfer und hat als erster das Potenzial der Wasser-Location am Rande der Innenstadt erkannt. Im oberen Bereich wird eine multikulturelle Küche verschiedener Partnerbetriebe von asiatisch über italienisch bis karibisch angeboten. Der Wiener Weinpavillon mit feinen Tropfen aus dem Weinbaugebiet der Bundeshauptstadt stellt dabei den lokalen Anker dar. Anspruchsvolle Küche wird im »Stammhaus« im Pavillon bzw. auf der Terrasse direkt auf Wasserniveau geboten. Die Auswahl und Kreation der Speisen erfolgt nach Auskunft Schellmanns wie auch schon in den letzten Jahren von Kochlegende Reinhard Gerer in Zusammenarbeit mit Summerstage Küchenchef Michael Paulus. Gerer bestätigte Falstaff die Zusammenarbeit und sagte, dass er wie am Magdalenenhof den Schwerpunkt auf regionale Wiener Küchen setzt und dass er bei kulinarischen Veranstaltungen auch persönlich anwesend sein wird.

Motto am Fluss
Szenegastronom Bernd Schlacher zeichnet für das umfassendste gastronomische Projekt am Donaukanal verantwortlich. Auf der Höhe des Schwedenplatzes wird in diesen Tagen ein Bauwerk finalisiert, das die Funktionalität als Schiffsanlegestelle des Twin City Liners mit kulinarischen Genüssen verbindet. Auf zwei Etagen soll eine einzigartige Gastronomielandschaft entstehen: Die Räumlichkeiten des ersten Obergeschoß sollen Restaurant, Bar, Lounge sowie als zentrales Element eine Edel-Greißlerei mit Snacks beinhalten. Als Chefkoch für das Restaurant konnte Mario Bernatovic gewonnen werden, der zuvor im Weibel 3 begeistert hat und sich in den letzten Monaten auf internationalen Stages weiterentwickelt hat. Mehr als 10 Meter über dem Donaukanal wird sich im zweiten Obergeschoß das Motto Café mit einer teilweise überdachten Terrasse befinden.

 

Illustration der Bar des »Motto am Fluss«
Illustration der Bar des »Motto am Fluss«

 

Tel Aviv-Beach
Wie Haya Molcho falstaff.at gegenüber bestätigte, hat sie nach hartnäckigen Anrainerprotesten und vielen Zugeständnissen nun die Betriebsanlagen- und Baugenehmigung für die Neuadaption der Tel Aviv-Beach bekommen. Das Projekt könnte nun nur noch an einer einzigen Anrainerin scheitern, die jetzt zwei Wochen Zeit hat, um Berufung einzulegen. Sollte sie darauf verzichten, könnte sofort mit den Umbauten begonnen werden und einer Eröffnung Mitte Juli stünde nichts im Wege. Wenn die Dame beruft und das Projekt somit weiter blockiert, dann müsste Molcho für heuer aufgeben und könnte erst nächstes Jahr den beliebten Sommertreffpunkt wieder eröffnen. Was nicht nur zur Folge hätte, dass viele Gäste auf israelische Schmankerl und erfrischende Cocktails verzichten müssten, sondern dass auch 40 Arbeitsplätze für diesen Sommer verloren gingen.

(von Bernhard Degen)

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