Das Wiener Café Weimar ist pleite

Bangen um die Melange im »Weimar«

© Shutterstock

Bangen um die Melange im »Weimar«

© Shutterstock

Dass das traditionsreiche »Café-Restaurant Weimar« in finanziellen Nöten war, wusste man spätestens seit dem aufsehenerregenden Prozess gegen Besitzer Maximilian Platzer. Dieser hatte in seiner Funktion als Obmann des Klubs der Wiener Kauffeehausbesitzer über 250.000 Euro veruntreut, indem er sich bei der Vereinskasse bedient hatte. Als Motiv gab er Zahlungsschwierigkeiten an und dass er die Gehälter seiner Mitarbeiter nicht mehr bezahlen hatte können. Wie Kreditschutzverbände nun bestätigten musste Platzer nun am Wiener Handelsgericht einen Antrag auf ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung stellen. Der Betrieb des Kaffeehauses soll fortgeführt werden, den Angaben zufolge sind 16 Angestellte betroffen. Der Schuldenberg soll auf stattliche 1,4 Millionen Euro angewachsen sein.

In dem Gründerzeithaus an der Währinger Straße wird seit dem Jahr 1900 ein Kaffeehaus betrieben. In den ersten Jahren hieß es »Café Orleans«, nach dem ersten Weltkrieg wurde es in »Café Weimar« umbenannt.

MEHR ENTDECKEN